Sommersonntag

2015/06/20

DSC_0125

Nein, damit meine ich natürlich nicht diesen verregneten Sonntag. Auch wenn ich ein gemütliches Wochenende voll regenverhangener Wolken sehr zu schätzen weiß, so freue ich mich dennoch hin und wieder über ein paar warme Sonnenstrahlen, die beim Gehen meinen Rücken wärmen.

Dies ist so letzten Sonntag geschehen, denn da habe ich mich auf den Weg gemacht um Holunderblüten zu sammeln. Und was für ein schöner Sonntag das war. Kein Mensch weit und breit ist mir während meiner Holunderernte entgegengekommen. holunderblütensirup 2DSC_0083

Dieses Wochenende sieht die Welt leider ganz anders aus. Während ich den Samstag genüsslich auf der Couch verbrachte und es irgendwie geschafft habe vier Stunden am Stück Shopping Queen zu gucken, es ist einfach so passiert, muss ich den Sonntag leider arbeiten. Das heißt, dass ich am fast längsten Tag des Jahres pünktlich um neun in meinem Bettchen liege und diese Zeilen tippe.

Wer dieses Jahr noch keine Holunderblüten geerntet hat, der sollte das schnell tun, denn die Saison ist kurz. Hier ein Rezept für Holunderblütensirup

Zutaten:

  • 15-20 Holunderdolden
  • 1,25 l Wasser
  • 1000g Zucker
  • 4 Zitronen, geviertelt

Zubereitung:

Holunderdolden von Schmutz befreien, kurz ausschütteln und abspülen. Die dicken Stiele abschneiden. Wasser und Zucker in einem Topf erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Topf vom Herd nehmen, Holunderdolden und Zitronen hinzufügen und gut durchrühren.

Abkühlen lassen und dann abgedeckt für etwa 3 Tage in den Kühlschrank zum Durchziehen stellen. Anschließend den Sirup durch ein feines Sieb in sterilisierte Flaschen füllen.

holunderblütensirup 3holunderblütensirup 4DSC_0099

Beerentörtchen mit Biskuit

2015/06/07

beerentörtchen mit biskuit

Viel Zeit ist vergangen. Der Frühling ist nun fast schon Sommer. Die Tage sind lang, die Abende lau und es ist fast noch hell, wenn ich mich schlafen lege. Ich könnte jetzt Geschichten erzählen über meine neue Arbeit, einen stressigen Umzug mit gefühlten 34 irrenhausartigen IKEA-Besuchen und über eine spurlos verschwundene Spiegelreflexkamera. Verloren? Geklaut? Ich weiß es nicht. Vielleicht auch besser so. Viel Anlaufzeit im „neuen Leben“ hat es gebraucht um ein Stückchen vom Alltag wieder zu bekommen. Einfach mal ein gutes Buch (und kein Fachbuch) lesen. Auf unserem kleinen, schattigen Hinterhofgrundstück die ersten Gärtnerversuche hinlegen. Oder einfach mal einen Kuchen backen.

biskuit 2

biskuit 3

Das mit dem Kuchen hat dieses Wochenende schon gut geklappt. Passend zum doch schon sehr sommerlichen Wetter habe ich ein kleines Törtchen aus luftigem Biskuitteig, cremig geschlagener Sahne und frischen Waldbeeren gebacken. Ich wollte am kostbaren Wochenende selbstredend nicht stundenlang in der Küche stehen, da passt es, dass der Biskuitboden nur einmal gebacken werden und dann einfach nur in der Mitte geteilt werden kann. Das wiederum geht entweder mit einem speziellen Kuchenbodenschneider (gibt’s das Wort? Ich meine so eine Art breites Gestell mit einem höhenverstellbaren, scharfen Drahtseil) oder mit einem guten, großen Messer. Dazu legt man eine Hand flach auf den oberen Tortenboden und arbeitet sich dann mit dem Draht oder Messer vorsichtig quer durch den Boden. Wichtig ist, dass der Boden gut ausgekühlt ist, sonst reißt er!

Das Ergebnis ist ein schlichtes Sommertörtchen, dass sicherlich auch mit Erdbeeren, Blaubeeren oder sonstigen Beeren gut schmeckt. Wer mag, kann die Sahne auch mit etwas Quark oder Mascarpone vermengen.
berry biscuit cake

beeren und holunder

 

Rezept

 Für das Biskuit (Grundrezept Biskuit von hier)

  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 170 g Mehl
  • 1 Msp. Backpulver [/one_half]

Für den Belag

  • 300 g Sahne
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Beerenmarmelade
  • frische Waldbeeren
  • evtl. 1 Pck. Sahnesteif

 

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhizte vorheizen. Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe zusammen mit zum Zucker zu einer hellen, cremigen Masse schlagen. Eigelbmasse vorsichtig unter den Eischnee heben.
  2. Mehl und Backpulver mischen, in die Eiermasse sieben und unterheben bis keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Teig in eine Springform geben und glatt streichen. Achtung, die Springform nicht fetten! Stattdessen den Boden mit Backpapier auslegen. Teig rasch in den Ofen geben und etwa 20 Minuten backen. Die Ofentür sollte während des Backens möglichst nicht bzw. erst gegen Ende geöffnet werden.
  4. Sahne sehr steif schlagen, hier hilft ggf. auch ein Päckchen Sahnesteif. Einen oder zwei Esslöffel Marmelade unterrühren. Die Sahne zwischenzeitlich in den Kühlschrank stellen
  5. Teig aus dem Ofen nehmen. Nach fünf Minuten vorsichtig aus der Form lösen und kopfüber auf ein Backblech stürzen, vollständig auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen Teig in zwei Hälften schneiden. Untere Hälfte mit 2/3 der Sahne bestreichen, zweiten Boden drauflegen und diesen mit dem Rest der Sahne bestreichen und mit den Beeren belegen.

beerentörtchen

Marmorkuchen mit Kirschen

2015/03/07

Marmorkuchen mit Kirschen

Eine Wanderung im Schnee. Die Luft ist kalt und es riecht nach nasser Erde. An den Wegrändern blitzt schon feuchter Waldboden hervor und Rinnsaale von Tauwasser fließen rechts und links des Weges bergab. Stille, die ab und an von einem leisen Plätschern unterbrochen wird. Wir gehen weiter und keine Menschenseele kommt uns entgegen. Der Weg ended an einem Stausee mit kristallklarem Wasser, ein paar Eisschollen treiben auf der Oberfläche. Einmal kurz durchatmen und es geht zurück.

tannenzweig

Marmorkuchen mit Kirschen _2

thüringer wald

Wir wärmen uns auf mit einem heißem Kaffe und einem echten Kuchenklassiker, dem Marmorkuchen. Der geht immer und vor allem immer schnell. Weil ich Obst im Kuchen mag, kommt noch ein halbes Glas Kirschen in den Teig. Statt Butter nehme ich Öl und Joghurt für eine extra Portion Fluffigkeit. Ein Kuchen der minimales Küchenchaos verursacht, da es nur eine große Schüssel und ein paar Helferlein braucht.

marble cake with cherriesRezept für eine Kastenform:

  • 1/2 Glas Kirschen, abgetropft
  • 2 Eier
  • 130 g Zucker (wer es sehr süß mag, nimmt etwa 20-30 g mehr Zucker)
  • 120 g Öl
  • 250 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Joghurt
  • 20 g Kakao
  • 1 EL Milch
  • evtl. Kuchenglasur (ich habe Vanilleglasur genommen)

Zubereitung:

  1. Die Eier in einer großen Schüssel schaumig schlagen, anschließend den Zucker einrieseln lassen. Das Öl während des Mixens nach und nach hinzugießen.
  2. Mehl, Backpulver und Salz mischen und zu der Eiermasse geben.  Das Mehl zusammen mit dem Joghurt jetzt nur noch mit einem großen Löffel unter den Teig heben, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Kastenform füllen, Kirschen hinzugeben und etwas verteilen.
  4. Unter das letzte Drittel des Teiges den Kakao und die Milch rühren und auf den hellen Teig in der Kastenform geben. Evtl. mit einem kleinen Löffel grob durchrühren, damit sich die Teige etwas vermischen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze oder 150 Umluft etwa 50 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen die Stäbchenprobe machen!
  6. Den Kuchen 30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen. Nach Wunsch mit Kuchenglasur bestreichen.

Möhrenkuchen mit Kokosraspeln

2015/02/28

Carrot Cake with Shredded Coconut

Die letzten Tage in Berlin begannen mit strahlendem Sonnenschein, der über die wenigen Grade auf dem Thermometer hinwegtäuschte. Der Himmel über der Stadt ist so blau, dass man meint der Frühling müsse jeden Moment durch die Ritzen in den Fenstern, in die kahlen Äste und auf die ausgetretenen Wege im Park dringen. Auch wenn man seinen Blick in die entgegengesetzte Richtung wended hinterlässt er erste Spuren. Eine Schnitzeljagt. Frühblüher, Krokusse und Schneeglöckchen, verstecken sich im Gras.

Möhrenkuchen mit KokosraspelnAuch mir kitzelt der Frühling die Nase. Der Duft von Hyazinthen und warmer Erde gepaart mit der Schärfe von jungen Radieschen und Frühlingszwiebeln. Endlich wächst das saisonale Angebot wieder und obwohl ich schon erste Erdbeeren in den Regalen erblicken konnte, habe ich doch meine Finger davon gelassen. Bis zum ersten Rhabarber und wirklich leckeren Erdbeeren wird es noch ein paar Wochen dauern. Bis dahin heißt es das Beste aus dem zu machen was da ist und was könnte denn besser auf den Frühling einstimmen als ein saftiger Möhrenkuchen?

Der Teig ist, abgesehen vom Raspeln der Möhren, wirklich schnell zusammengemixt. Man braucht nur eine große Schüssel, in der nach und nach alle Zutaten untergerührt werden und dann kann der Kuchen in den Ofen. Kein großer Aufwand aber ein wirklich ansehnliches Ergebnis.

hyazinthen

Kokosrapeln

Möhrenkuchen

Zutaten (für eine 22 cm Springform) abgewandelt nach einem Rezept von Donna Hay

Teig:

  • 200 g Rohrzucker
  • 170 ml Pflanzenöl (ich hab Rapsöl genommen)
  • 3 Eier
  • 70 g Joghurt 3,5% Fett (oder mehr)
  • 225 g Dinkelmehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Muskatnuss
  • Prise Salz
  • etwa 150 g geraspelte Möhren (ca. 5 mittelgroße Möhren)
  • 80 g Nüsse, gehackt (z.B. Walnüsse, Haselnüsse oder Pekannüsse)

Frosting:

  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft

Topping:

  • Kokosraspeln

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel Zucker und Öl etwa 2 Minuten mixen. Die Eier und den Joghurt einzeln dazugeben und jeweils gut durchmixen. Mehl und Backpulver in die Schüssel sieben, Gewürze dazugeben und kurz durchrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Schließlich die Möhren und Nüsse gleichmäßig unter den Teig heben. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und etwa 50 Minuten backen. Vor dem Rausnehmen die Stäbchenprobe machen. Ist noch Teig am Stäbchen den Kuchen noch etwas länger backen. Kuchen auskühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse cremig rühren. Puderzucker darüber sieben und den Zitronensaft zugeben. Alles kurz durchrühren aber nicht zu lange, sonst wird das Frosting eher flüssig.

Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie goldbraun leuchten. Den abgekühlten Kuchen mit dem Frosting bestreichen und mit Kokosraspeln dekorieren.

Birnen Tarte mit Haselnüssen

2015/02/16

Birnen Tarte | Pear Tart

Es ist Zeit für Tarte.

Dabei lümmeln sich wohlig weiche Birnenspalten in einem Himmelbett aus Teig. Nicht zu süß, dafür ein wenig karamellig dank des Ahornsirups, der hier einen passablen Stellvertreter für den sonst üblichen Zucker abgibt. Am besten noch voller Ofenwärme mit einem großen Klacks geschlagener Sahne serviert, lässt das Törtchen ein seliges Gefühl zurück. Die letzten Krümel noch mit der Gabel aufsammeln, die übrig gebliebene Sahne vom Teller kratzen und dann vielleicht noch ein Stück?

Noch ein Stück vom goldbraunen Kuchenteig, noch ein Stück vom Sonntagsglück.

Sollte wider Erwarten noch ein bisschen Tarte übrig geblieben sein, so lässt sich das Sonntagsglück auch noch in den Montag hineinretten. Ein bisschen Birne, ein bisschen Nuss und kurz die Augen schließen.

pearsBirnen Tarte mit Haselnüssen und Ahornsirup


 

Rezept für eine kleines Backblech á etwa 18 x 27cm

(abgewandelt nach einem Rezept von Nigel Slater aus dem Buch tender Obst)

  • 90 g Butter, zimmerwarm
  • 70 g Ahornsirup
  • 2 Eier (Größe M)
  • 90 g Dinkelmehl Type 650 (kann auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
  • 1 TL Backpulver
  • Einige Tropfen Vanilleextrakt
  • 1 Birne
  • Einige Spritzer Zitronensaft
  • Einige Haselnüsse, grob gehackt

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die weiche Butter in Stücke schneiden und mit dem Ahornsirup mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Birne in dicke Spalten schneiden, entkernen und in Zitronensaft schwenken damit sie nicht braun wird.

Die Eier einzeln unter die Butter-Ahornsirupmischung schlagen, anschließend das Mehl und Backpulver unterheben. Zum Schluss noch einige Tropfen Vanilleextrakt zugeben und den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben. Anschließen die Birnen und die Haselnüsse auf dem Teig verteilen und etwas andrücken.

Die Tarte für etwa 50 Minuten backen bis sie aufgeht und goldbraun leuchtet.

Birnen Tarte mit Haselnüssen | Pear Hazelnut Tart

Jedes Jahr ein Deckchen | Flowers in the Snow Granny Decke

2015/02/13

flowers in the snow blanket _week 2

Vor gut zwei Jahren habe ich mit dem Häkeln angefangen. Mein erstes großes Projekt war eine in Grüntönen gehaltene kleine Decke, die seither besonders gerne im Frühling raus gekramt wird um das Sofa zu zieren. Eine Funktion hat sie nicht wirklich ausser schön auszusehen.

Vor einem Jahr folgte meine Sommerdecke, die im Gegensatz zum Vorgänger als Unterlage für milde Sommerabende auf taunassen Parkwiesen ihren Einsatz hatte.

Auch dieses Jahr habe ich im Handarbeitsladen stundenlang Wollknäuel aneinander gehalten, verglichen, überlegt, weg gepackt und doch mitgenommen. Inzwischen ist die Decke nun zwei Wochen alt und man kann erahnen, wie das Gesamtwerk einmal aussehen wird. Ich bin gespannt und häkle fleissig weiter.

flowers in the snow blanket week 2_5

tea with granny

flowers in the snow blanket

Buchweizen Porridge mit Kokosmilch und Erdbeeren

2015/02/07

Buchweizen Porridge

Ein Frühstück, das schon ein wenig den Frühling anklingen lässt.  Ein bisschen gedulden müssen wir uns leider noch für frische Beeren aber im Buchweizen Porridge sehen die Kollegen aus dem Tiefkühlfach auch nicht schlecht aus. Im Gegensatz zum beliebten Haferflocken Porridge schmeckt die Variante mit Buchweizen deutlich herber, nussiger. Die Zubereitung ist aber mindestens genauso einfach wie beim herkömmlichen Porridge. Der Buchweizen wird über Nacht aufgeweicht und am nächsten Morgen einfach mit ein paar weiteren Zutaten in den Mixer geworfen. Ein Frühstück also, das wunderbar einfach gemacht ist.

buckwheat porridge

buchweizen


Ergibt eine Portion (Inspiration von hier)

  • 80 g Buchweizen + etwas Wasser
  • 50 ml Kokosmilch
  • eine Handvoll Erdbeeren
  • 3 EL Honig
  • ein paar Mandeln, gehackt

Am Abend vorher den Buchweizen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Morgen den Buchweizen gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Zusammen mit einem guten Schuss Kokosmilch, einigen Erdbeeren und Honig in den Mixer geben und gründlich pürieren. Eventuell Abschmecken und etwas mehr Honig oder noch ein paar Beeren mit zugeben. Der Konsistenz sollte nicht zu flüssig sein

Die gehackten Mandeln kurz anrösten und zusammen mit einigen Erdbeeren auf das Porridge geben.

 

Meine Fotoausrüstung für die Food Photography

2015/02/02

In den letzten Monaten habe ich über die Basics der DSLR-Fotografie, Funktionen der DSLR-Kamera und darüber wie man den Fokus richtig setzt geschrieben. Jetzt möchte ich einen ganzen Post dem Foto-Equipment widmen. Dabei geht es nicht nur über die Kamera und deren Zubehör selbst, sondern auch um spezielle Helferlein für die Food Photography.

1. Die Kamera

Ganz klar, ohne Kamera keine Fotos. Vor drei Jahren habe ich in eine Spiegelreflexkamera investiert und es seitdem nicht bereut. Der kreative Spielraum dem einen so eine Kamera bietet ist einzigartig. Für den Anfang (und auch darüber hinaus) ist sicherlich jedes gängige Einsteigermodell geeignet, besonders Nikon und Canon werden glaube ich gerne gekauft.

Ich selbst besitze eine Nikon D3100 und bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Modell, auch wenn es mittlerweile schon wieder ein wenig veraltet ist. Es lohnt sich auch immer nach gebrauchten Kameras zu schauen und/oder einem Vorgängermodell des gerade aktuellen Modells der jeweiligen Marke, wenn man etwas Geld sparen will (das gilt insbesondere auch für Objektive!)

2. Welches Objektiv?

Mit der Kamera fängt zwar alles an aber ich persönlich finde das Objektiv noch wichtiger. Die schlechte Nachricht ist, Objektive sind mitunter genauso teuer (oder teurer) als die Spiegelreflexkamera selbst. Die gute Nachricht ist, dass das 50mm f/1.8 Objektiv, welches ein absolut tolles Anfänger- und Allroundobjektiv ist, das günstigste unter den Linsen ist.

Wer einmal ein gutes 50mm Objektiv benutzt hat, wird die Linse, die mit der Kamera kam (und meistens nicht so toll ist) kaum mehr benutzen. Ich nehme mein Kit-Objektiv gar nicht mehr und würde beim nächsten DSLR-Kauf auch nur noch den Kamera Body, ohne Objektiv, kaufen. Das gesparte Geld kann man dann gleich in ein wirklich gutes Objektiv stecken.

Das 50mm Objektiv eignet sich gut für Food-Fotos, Stillleben, Blumen und andere Objekte, sowie Portraits

50mm objektiv

Vor einiger Zeit habe ich mir noch ein 35 mm f/1.8 Objektiv gekauft, um etwas mehr Weitwinkel zu haben. Das heißt im Klartext bei gleichem Abstand zum Fotomotiv passen mehr Dinge auf das Bild als bei einem 50mm Objektiv.

Das 35mm Objektiv macht sich gut für Landschaftsaufnahmen aber auch Portraits, Objekte und Food-Fotos, wenn etwas mehr Raum auf den Bildern sein soll.

35 mm objektiv

24mm objektiv

Die drei Fotos habe ich alle von der selben Stelle, also immer im gleichen Abstand zum Motiv aufgenommen. Man kann gut erkennen, dass bei geringerer Brennweite der Bildauschnitt größer wird. 

 3. Kamera Ausrüstung

Stativ: Gerade für die Food Fotos nehme ich oft mein Stativ zu Hilfe. Die Fotos werden insgesamt schärfer und bei schlechten Lichtbedingungen (ich grüße dich grauer Februar!) kann ich die Belichtung verlängern ohne dass die Bilder verwackeln. Ich habe  mir einfach das billigste Stativ auf amazon gekauft und bin relativ zufrieden damit. Weil unsere Wohnung so klein ist, ist es allerdings manchmal recht sperrig. Irgendwann würde ich mir wahrscheinlich mal ein Kugelkopfstativ leisten, weil es von der Bauart her viel flexibler ist.

Diffusor/Reflektor: Ein Diffusor ist eine leicht transparente Folie oder Stoff, durch die das Licht fällt. Dadurch wird hartes Licht, wie z.B. direktes Sonnenlicht weicher und mehr verstreut. Das Motiv wird viel sanfter und gleichmäßiger beleuchtet. Als Diffusor eignet sich gut ein dünner Vorhang vor dem Fenster aber man kann die Scheiben auch mit Pauspapier abkleben.

diffusor

Ein Reflektor ist eine Folie, die das Licht reflektiert und zurück auf das Motiv wirft. So kann die Gegenseite der eigentlichen Lichtquelle (also bspw. die dem Fenster abgewandte Seite) auch ausgeleuchet werden, was wiederum den Schattenwurf minimiert. Reflektoren gibt es mit verschiedenen Beschichtungen, wie silber, gold, weiß oder schwarz. Der silberne Reflektor wird dabei eher ein kühles Licht auf das Motiv werfen, während der goldene eine warme Nuance hinzufügen wird. Reflektoren lassen sich auch leicht selber basteln, indem man zum Beispiel Aluminiumfolie auf eine großes Stück Pappe aufklebt.
ohne Reflektor silberner Reflektor

Links ohne Reflektor: Licht kommt von rechts, Schatten ist links. / Rechts mit Reflektor: Auch die Gegenseite ist jetzt gut ausgeleuchtet, das Motiv ist ingesamt heller und der Schatten ist nur noch schwach ausgeprägt.

Ich habe mit vor einiger Zeit ein zusammenfaltbares Diffusor-/Reflektor-Set gekauft, was relativ günstig war und auch nicht so viel Platz wegnimmt. Insbesondere den Diffusor benutze ich sehr häufig, weil unser Küchenfenster keine Vorhänge hat und ich so das Licht, was mir oft zu hart ist, besser kontrollieren kann. Die Reflektorseite benutze ich nicht ganz so häufig, weil ich im Moment natürliche Schatten und eine unaufgeregte Ausleuchtung am schönsten finde.

 

4. Zubehör speziell für die Food Photography

Hintergründe:

Okay. Am liebsten hätte ich einen alten Eichenholztisch vom Flohmarkt auf dem ich mein Essen in Szene setzen könnte. Leider habe ich weder den Platz noch das nötige Kleingeld für so einen antiken Schatz deshalb müssen andere Untergründe herhalten. Für einen Foodblogger habe ich wahrscheinlich recht wenig Hintergründe und am meisten nehme ich doch einfach unsere Arbeitsplatte in Marmoroptik in der Küche. Da das Licht dort nicht immer so gut ist habe ich mir aus dem Baumarkt dünne Sperrholzplatten besorgt (steht da meist beim Resteholz rum und kostet meist unter einen Euro das Stück) und die bepinselt oder mit Folie beklebt. Gibt’s praktischerweise alles im Baumarkt.

Props:

Ich glaub ich bin beim Lieblingsthema der meisten Foodblogger angelangt. Geschirr und Dekozeugs! Von Natur aus ist der gemeine Foodblogger hübschen Schüsselchen, antikem Besteck und Servietten aller Art verfallen und so auch ich. Allerdings finde ich es auch immer schön den Überblick zu behalten und nicht so viel Zeugs anzuhäufen (was leider nicht in allen Lebenslagen klappt).

Als Grundstock eignet sich meiner Meinung nach schlichtes weißes Geschirr am besten. Zusätzlich kann man dann „Eyecatcher“ in besonderen Farben und Mustern kaufen. Auch nützlich ist es eine kleine Auswahl an  Stoff-Servietten und Tischtüchern zu haben. Ich persönlich mag natürliche Stoffe wie Leinen und Baumwolle am liebsten. Auch gut macht sich eine große schlichte Tischdecke oder ein Lacken in weiß als Untergrund.

Einige Sachen konnte ich auch schon auf dem Flohmarkt erstehen, wie das Besteck. Es lohnt sich auf jeden Fall ab und zu auf dem Flohmarkt vorbeizuschauen, denn oft findet man alte Schätze, die das spätere Motiv das gewissen Etwas geben können.

props
besteck
schüsseln [

Cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan

2015/01/26

cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan 1

Risotto.

Der kleine, vernachlässigte Bruder der Pasta, zumindest in meiner Küche. Von Haus aus koche ich viel öfter Nudeln als Reis, egal in welcher Form. Dabei ist Reis eigentlich genauso vielseitig wie meine geliebten Teigwaren. Vielleicht der Nachteil am Risotto- man darf ihn kaum aus den Augen lassen. Also nimmt man sich lieber ein schönes Buch, welches locker mit einer Hand zu halten ist während die andere Hand,mit einem Kochlöffel bewaffnet, hier und da den Reis umrührt, Brühe hinzugibt, umrührt, Brühe hinzugibt, umrührt.

Irgendwann, irgendwo habe ich schonmal gelesen, dass man ein Risotto auch in der Pfanne vorgaren kann und dann im Backofen zu Ende bäckt. Klingt praktisch aber irgendwie war mir nicht nach Experimenten und so kocht das Risotto bei mir ganz klassisch auf dem Herd.

cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan 3


 

Zutaten (für 2 P.)

  • 2 mittelgroße Möhren, in feine Scheiben geschnitten
  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1/2 Jalapeno, fein gehackt (kann durch Chili-Pulver ersetzt werden)
  • 150 g Risotto-Reis
  • 125 ml Weißwein
  • 400-500 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Olivenöl für die Möhren + 1 EL Olivenöl für den Reis
  • 1 EL Butter für den Reis
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 2 EL geraspelter Parmesan
  • 1 EL Sahne (kann auch weggelassen werden)
  • gemischte Kräuter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen und Möhren darin bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten sanft braten bis sie außen zart aber innen noch etwas knackig sind.

Währenddessen in einer großen Pfanne Olivenöl und Butter erhitzen. Zwiebeln und gepressten Knoblauch bei hoher Temperatur glasig anbraten, Jalapeno und Reis dazugeben und unter ständigem Rühren noch 1-2 Minuten weiter braten.

Den Weißwein dazu gießen (Achtung das zischt!) und immer weiter rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Die Temperatur runter drehen (niedrige bis mittlere Temperatur) und sobald der Reis den Wein aufgesogen hat Esslöffelweise Brühe hinzugeben. Immer wieder peu a peu neue Brühe hinzugeben und dabei häufig rühren. Dies so lange fortführen bis der Reis außen cremig-weich ist und innen noch leichten Biss hat.

Die Möhren zum Reis geben und mit garen. Wenn der Reis fertig ist, Pfanne von der Kochstelle nehmen. Sahne, Parmesan und Kräuter unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan 2

Nudelsalat mit Tahini-Honig-Dressing

2015/01/22

nudelsalat mit tahini honig dressing 1

Nach der dicken Torte vom letzten Mal gibt’s nun die versprochene, seufz, gesunde Abwechslung.

Ich werde Freunden und Fremden gegenüber nicht müde zu behaupten ich könne mich jeden Tag von Nudeln ernähren. Nudeln tagein tagaus, das würde ich bestimmt eine Weile durchhalten und nicht umsonst ist meine Lieblingsspeise seit ich denken kann, wahrscheinlich seitdem ich in der Lage bin feste Nahrung zu mir zu nehmen, Spaghetti mit Tomatensauce. Jahrelang habe ich beim Italiener oder auch in anderer Länder Küchen nie was anderes bestellt, ja nicht mal daran gedacht. Es galt immer: Nudeln!

Nachdem man das weiß ist es nun umso schockierender, dass ich in über einem Jahr Foodblogging kein einziges Nudelrezept veröffentlicht habe. Keine Nudeln hier!

nudelsalat mit tahini honig dressing 2Das gehört selbstverständlich sofort geändert und darum ist das hier nun die Nudel-Premiere auf Juligold. Ich will hier niemanden mit einer stinknormalen Tomatensauce langweilen und selbst ich brauche ab und zu mal ein bisschen Abwechslung auf dem Speiseplan.

Man mag es nicht glauben, aber dieses Rezept ist aus einer kleinen Not heraus entstanden. Avocado und Mango lagen schon tagelang im Kühlschrank und fühlten sich gefährlich weich an. Schnell war klar, die würden nicht mehr lange machen also kurz überprüft ob die zusammen überhaupt schmecken, ja sie tun es, und dann ab in den Nudelsalat damit.

Tahini kann man glücklicherweise ganz leicht selbst herstellen. Alles was man braucht sind Sesamsamen und Öl. Man gibt beides in den Mixer oder bearbeitet die Paste mit dem Stabmixer (was bei mir besser als der Standmixer funktioniert hat!).

nudelsalat mit tahini honig dressing 3


Nudelsalat mit Tahini-Honig-Dressing: (für 2 Personen)

Nudelsalat

  • 200 g Nudeln, zum Beispiel kurze Bandnudeln
  • 1 Avocado
  • 1 Mango
  • 1 kleine Möhre
  • 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Tahini-Honig-Dressing:

  • 2 EL Tahini*
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Honig
  • 1/4 Knoblauchzehe, gepresst

Nudeln kochen und abkühlen lassen. Avocado und Mango in kleine Würfel schneiden, Karotten grob raspeln.

Alles zusammen in eine große Schüssel geben, einen großzügigen Spritzer Zitronensaft hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Dressing alle Zutaten in ein Glas mit Schraubverschluss geben und kräftig schütteln. Dressing abschmecken und erst am Tisch zu dem Salat geben.

*Tahini (=Sesampaste) kann man kaufen oder auch ganz leicht selbst herstellen. Beim Kleinen Kuriositätenladen gibt’s eine tolle Anleitung, ich hab allerdings etwas mehr Öl für die gewünschte Konsistenz gebraucht.

 

 

Theme by Blogmilk + Coded by Brandi Bernoskie