Süßes und Desserts

Süße Sonntagsbrötchen mit Quark-Öl-Teig (und mehr)

2014/02/09

Sonntag.

Ausschlafen. In aller Ruhe einen ausgedehnten Spaziergang in der fast schon frühlingshaft anmutenden Luft unternehmen. Und danach? Nichts tun oder wahlweise etwas Lesen, in alten Zeitschriften oder im Internet stöbern. Heute wird nicht geschuftet und wenn, dann nur ein ganz kleines bisschen. Denn was wäre ein richtiger Sonntag ohne Sonntagskuchen?

Ein wenig „Küchenarbeit“ muss es schon sein. Zugegeben, heute gibt’s zwar keinen Kuchen aber ganz was Ähnliches. Es ist warm, es ist süß, es ist fruchtig. Es ist zweierlei!

quark-öl-teig-4

links: Vanille-Beeren-Taler/ rechts: Beeren-Zimt-Brötchen

quark-öl-teig-2

Und das beste daran ist, es geht superschnell!

Darf ich vorstellen? Zwei fixe Ideen mit Quark-Öl-Teig. Dieser von mir viel zu sehr vernachlässigte Teig schmeckt ein bisschen wie Hefeteig mit dem unschlagbaren Vorteil, dass er nicht erst stundenlang gehen und man nicht höllisch mit der Hefe aufpassen muss (Zugluft und so). Fix werden alle Zutaten zu einem Teig verknetet und dann kann man ihn ähnlich wie Hefeteig verwenden. Auch „normale“ Frühstücksbrötchen lassen sich damit prima herstellen.

Read More

Gebackene Haferflocken

2014/01/30

Endlich schneit es!

Kleine Flocken fallen federleicht vom Himmel, nach und nach bedeckt sich gefrorener Boden mit Schnee. Aus grau wird weiß. Die Welt scheint für einen kurzen Moment stehen zu bleiben, während um einem herum der Zauber seine Wirkung vollbringt. Aus der Ferne klingen quietschende Kinderschreie, endlich kann der fast vergessene Schlitten aus dem Keller geholt werden. Wie gerne würde auch ich mal wieder rodeln gehen.

Ein bisschen magisch ist er schon, der erste richtige Schnee des Winters.

Vielleicht hab ihr die Gelegenheit ebenfalls nicht ungenutzt gelassen und habt einen ausgedehnten Winterspaziergang unternommen? Dann wisst ihr bestimmt auch, wie gerne man danach einen warmen Tee, eine heiße Schokolade oder ein dickes Stück Kuchen isst, um sich wieder aufzuwärmen.

baked-oatmeal-chocolate-2baked-oatmeal-chocolate-4

Der Januar bringt Schnee und ich bringe euch warme, gebackene Haferflocken.

Am Wochenende gehe ich gerne in der Früh spazieren, wenn noch kaum ein Mensch unterwegs ist…vorausgesetzt ich schaffe es aus dem Bett. Ist aber diese Hürde erst einmal überwunden, wird man mit dem schönsten Licht des Tages und einer einmaligen Atmosphäre belohnt. Alles ist noch ruhig und der ganze Tag liegt noch vor einem. Grandios.

Nach einer Stunde in der Kälte braucht es dann erstmal ein warmes, wohliges Frühstück.

Read More

Schokoladiger Scheiterhaufen an einem Doppelwochenende

2013/10/31

Ein langes Wochenende.

Die Pendelei zeigt tatsächlich einmal ihre guten Seiten, zumindest indirekt. Da ich gerade in Berlin wohne aber im brandenburgischen Umland arbeite wird mir doppeltes Wochenendglück zu teil. Zwei mal zwei Tage frei! Der Reformationstag heute und ein anschließender „Brücken-Freitag“ machen es möglich. Ich bedanke mich ganz herzlich, denn ich fand ich schon immer, dass zwei Tage Wochenende einfach viel zu kurz sind.

Doch dieses Mal ist’s anders. Doppelte Erholung, doppeltes stundenlanges Schmökern in Zeitschriften und dem Internet und schließlich doppelte Zeit für’s Werkeln in der Küche. Vielleicht schaffe ich es sogar meinen Pullover fertig zu stricken?

Scheiterhaufen1

Was ich geplant habe? Vieles und nichts. Das Ziel für Donnerstag ist es, ein gutes Buch zu finden. Im Oktober bin ich nicht zum lesen gekommen.  Nicht ein Buch! So werde ich also vormittags ganz entspannt „in die Stadt“ schlendern und mich durch dick gestapelte Regale voller Geschichten wühlen,  die alle gelesen werden wollen. Am besten wäre eines jener Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann. Eines, das einen richtig in den Bann zieht und in dem man sich förmlich vergraben kann (vorzugsweise unter einer dicken Kuscheldecke). Vielleicht mal wieder ein (Skandinavien-)Krimi?

Bis dahin läute ich das Doppelwochenenende mit einer doppelten Portion Süßem ein. Es gibt hier sonntags zum Frühstück oft Brötchen und so bleibt ab und an mal eines übrig. Lebensmittel werfe ich ungern weg, deswegen gab’s vor einer Weile schonmal ein ein Rezept zur Brotresteverwertung, den Pflaumenmichel. Nicht minder lecker geht es heute mit einem Verwandtem des Michels, dem Scheiterhaufen zu.

Der Scheiterhaufen besteht aus abwechselnd geschichtetem Obst und altbackenem Brot, welches mit einer süßen Eier-Milch-Masse übergossen und bei mittlerer Temperatur im Ofen gebacken wird. Hier gibt’s fruchtig-säuerliche Äpfel mit, denn das kann nie schaden, ein wenig  zartbittriger Schokolade. Diese schmilzt während des Backens  und zieht wunderbare Schokoladenspuren, die von gehackten Mandeln gekrönt werden. Mmmmmhhhhh.

Scheiterhaufen2Zutaten:

  • 1 bis 2 altbackene Brötchen (je nach Größe)
  • 1 bis 2 Äpfel (am besten leicht säuerlich)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch (wer will und darf, kann hier auch die Hälfte durch Sahne ersetzen)
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Äquivalent)
  • 40 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 1 EL gestiftete Mandeln

Zubereitung

  1. Zuerst die Brötchen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Jetzt die Äpfel waschen, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Eine kleine Auflaufform fetten und die Äpfel abwechselnd mit den Brotscheiben hinschichten. (Sodass das Brot und die Apfelspalte hochkant liegen).
  2. Milch, Zucker, Eier und die Vanille gut verquirlen und über die Brötchen und Äpfel gießen. Schließlich mit der gehackten Schokolade und den Mandelstiften bestreuen.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) für ca. 20-30 Minuten backen, bis die Eiermasse gestockt und das Brot leicht gebräunt ist. Wer will isst dazu noch Vanillesauce.

Tian de Pommes et Pêches {Auflauf mit Birne und Pfirsich}

2013/10/24

Eigentlich wollte ich ja nicht mehr so viel über das Wetter schreiben. Eigentlich. Doch bei den beinahe spätsommerlichen Temperaturen, mit denen diese Woche überrascht hat, fällt es mir schwer nicht doch noch ein wenig zu schwelgen und schwärmen. So richtig anfreunden wollte ich mich anfangs nicht mit annähernd zwanzig Grad und zyanblauem Himmel, mitten im Oktober. So ist das heißersehnte Ausführen des neuen Herbstmantels letzten Sonntag gründlich danebengegangen, dank ungeahnten Temperaturen und multiplen Schweißausbrüchen.
Während der gute Mantel noch ein wenig im Schrank harren muss habe ich den Abschiedskuss des Sommers schließlich doch genossen bevor er für dieses Jahr endgültig Auf Wiedersehen sagt, die Temperaturen stetig gen Null sinken und kalter Frost die Nächte beherrscht. Noch einmal ohne Jacke Fahrrad fahren, ein letztes Mal vom milden Wind das Gesicht gestreichelt bekommen, vielleicht noch ein Eis auf dem Nachhauseweg und Sonnenstrahlen, die den Rücken wärmen. Eine süße Mixtur aus Sommer und Herbst- auch auf dem Teller! tian5 tian4 Warmer, süßer Pfirsich, so gelb wie die Sonne das Laub färbt und leicht säuerliche Birne treffen aufeinander und zergehen in warmer Butter. Das Grundrezept stammt aus einem Kochbuch, welches ich mir vor Jahren gekauft habe und seitdem immer mal wieder Neu für mich entdecke,“Küche der Provençe“ von Marie-Pierre Moine und Gui Gedda, der als „Guru der Provençe-Küche“ gilt. In der Rezeptbeschreibung heißt es, der Auflauf beruhe auf einem alten Familienrezept der Geddas, was mich gleich neugierig gemacht hat. Ich habe ein Faible für alte, für ursprüngliche Rezepte. Rezepte hinter denen Geschichten stehen. Eigentlich mit Äpfeln zubereitet (was auch höchst vorzüglich schmeckt) habe ich diese also durch Pfirsich und Birne ersetzt. Das Rezept könnte einfacher nicht sein. Es braucht nicht viele Zutaten und die Zubereitung ist absolut unkompliziert.tian1tian2

Zutaten (für eine Tarte- oder kleine Auflaufform):

  • 1 große Birne
  • ein großer, saftiger Pfirsich
  • 40 g Butter
  • 50 ml kalte Milch
  • 100 g Sahne
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 1 TL Stärke
  • 2 Eier
  • 2 El Zucke
  • Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:

  1. Das Obst gründlich waschen und in schmale Spalten schneiden. In einer großen Pfanne die Butter bei mittlerer Hitze zerlassen. Anschließend Birnen- und Pfirsichspalten hinzufügen und 3-5 Minuten braten bis sie etwas gebräunt aber noch nicht ganz weich sind. Zwischendurch behutsam wenden.
  2. Sahne, Milch, gemahlene Mandeln und Stärke in einer großen Schüssel verrühren. Schließlich die Eier und den Zucker unterrühren und das Obst anschließenend unterheben.
  3. Eine Auflauf- oder Tarteform leicht buttern und die Teigmischung einfüllen und etwas glattstreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad für etwa 35-45 Minuten backen. Der Tian ist fertig, wenn er fest und gut gebräunt ist. Mit Puderzucker bestreuen und noch warm servieren.

Apfelkompott rustikal

2013/10/10

Für den Moment hat sich der Herbst von seiner goldenen Seite verabschiedet. Graue Tage wechseln einander ab und der Nieselregen schlägt leise auf’s Gemüt. Aber auch das liebe ich an dieser Zeit des Jahres. Melancholische Gedanken an wolkenverhangenen Tagen. Regen, der stetig gegen die Fensterscheibe prasselt, während man drinnen einen heißen Kakao genießt. Undurchsichtiger Morgennebel, der sich dann leise verabschiedet, um unerwartetet warmen Sonnenstrahlen den Weg zu bahnen.

apfelkompott_1
Manchmal sind es die einfachen Dinge, die einen glücklich machen. Dass es nicht immer kompliziert sein muss, beweist auch das heutige Rezept. Wenige Zutaten, wenig Aufwand. Während Äpfel zum kochen meist geschält werden, habe ich mich entschlossen sie einfach mit der Schale zu verarbeiten. Das spart nicht nur Zeit, sondern gibt dem Kompott auch eine schöne orange-goldene Färbung. Das ist der Herbst, konserviert in seiner schönsten Form. Der sparsame Gebrauch von Zucker und ein bisschen Ingwer geben den Äpfeln eine rustikale Note mit auf den Weg. Entweder gleich und noch warm genießen oder in Einmachgläser füllen.
apfelkompott_3Zutaten:

  • 500 g Äpfel
  • 50 ml Wasser
  • 1 TL geriebenem Ingwer
  • 1 TL Vanillemark
  • 2 EL brauner Zucker

Zubereitung:

  1. Äpfel mit der Schale in Würfel schneiden und zusammen mit den restlichen Zutaten kurz aufkochen.
  2. Alles 20-30 Minuten auf mittlerer Hitze köcheln lassen und in Einmachgläser füllen.

Tipps: Einmachgläser heiß auswaschen und das heiße Apfelkompott gleich einfüllen. Schmeckt sensationell mit Joghurt, Eis, Vanillesoße.

Kraft Kekse

2013/10/03

Das berühmte Loch im Bauch. Ein hohles Gefühl, bohrend und mit der Zeit immer größer werdend. Irgendwann hat man nicht einfach nur hunger, sondern fängt an nervös zu werden. Es sollen schon schlimme, an Raserei grenzende Wutausbrüche in diesem Zustand vorgekommen sein.

Folgendes Gedankenspiel. Ein Arbeitstag. Man isst regelmäßig Frühstück, auch auf das Mittagessen wird selten verzichtet. Aber in der Zeit dazwischen, ja da meldet sich nun das berühmte Loch im Bauch. Nun hat man also die Wahl. Durchhalten, durchdrehen oder schnell was essen.

Durchhalten. Das Loch beginnt zu wachsen, man wird unfreundlich, fahrig. Beim Mittagessen angekommen, wird sich alles auf’s Tablett geschaufelt, was nach Energie aussieht. Die große Reue kommt schnell.

Durchdrehen. Alle Leute müssen leiden.

Schnell was essen. Morgens halb Zehn in Deutschland. ‚Nen Knoppers? Schnell einen Schokoriegel? Meh. Das Loch ist gestopft aber wirklich zufrieden ist man nach so einer Kalorienbombe eher selten.

Die Lösung ist ganz nah. Gestatten? Der Kraftkeks! Er enthält nicht nur eine doppelte Portion Schokolade, sondern auch viele Ballaststoffe (die ja bekanntlich länger sättigen) in Form von Hafer- und Dinkelflocken und vieles mehr.

Kraft_Kekse_powercookies2

Zutaten (für 9 Kekse):

  • 1/2 Tasse Vollkornmehl
  • 1/2 Tasse Dinkelflocken
  • 1/2 Tasse Haferflocken (grobblättrig)
  • 1/2 Tasse Sonnenblumenöl
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 3 EL Kakao
  • 3 EL geraspelte Zartbitterschokolade
  • 2 EL gehackte Haselnüsse
  • 1/2 weiche Banane, mit einer Gabel zerdrückt
  • 1/4 Tasse Hafermilch (o.ä.)
  • 2 EL Salatkörner (Sonnenblumen-, Pininenkerne etc.)
  • 1/2 TL Backpulver

Zubereitung:

  1. Alle trockenen Zutaten gut mischen, dann Banane, Hafermilch und Öl zugeben. Gut verrühren bis ein einheitlicher Teig entsteht.
  2. Esslöffelweise auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und leicht platt drücken. Im vorheizten Ofen bei 190 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten backen. Gut auskühlen lassen und in einem luftdichten Behälter aufbewahren.

Tipps: Ist der Teig nach Zugabe der flüssigen Zutaten noch zu trocken, einfach noch einen Schluck Milch hinzugeben. Die Zutaten können nach persönlichen Vorlieben variiert werden. Mehr Schokolade. Weniger Schokolade. Nur Sonnenblumenkerne. Ahornsirup. gehackte Walnüsse. Und, und, und.

Ofenobst mit Kokos-Creme

2013/09/27

Schon wieder Pflaumen, Äpfel und Birnen. Warum denn auch etwas anderes essen, wenn die Natur gerade  so viel davon hergibt? Im Moment quillt der Obstkorb bei uns über. Nicht nur das gekaufte Obst, auch geschenktes wartet sehnsüchtig darauf verkocht, verbacken, verbraten zu werden. Heute wird’s also wieder süß. Ein ganz einfaches Dessert für sonnige Herbstnachmittage im Freien oder lange Abende auf der Couch ist geröstetes Obst direkt aus dem Ofen. Während also der Backofen beinahe die ganze Arbeit erledigt, steigt die Vorfreude bei dem aromatisch, süßlichen Duft, den das Obst verströmt und bald nicht nur durch die Küche zieht.

Herbst_Obst_Ofen_2Während mir also der Duft verheißungsvoll in die Nase steigt, wird schon  mal die Kokos-Creme angerührt. Die Idee dazu stammt von honestfair. Ich persönlich mag zwar Kokosgeschmack aber eher von der dezenten Sorte. So habe ich kurzerhand die Kokosmilch mit Hafermilch „gestreckt“. Wer eine kräftige Kokosnote bevorzugt, braucht das nicht machen. Mit ein bisschen kalt angerührter Stärke entsteht im Nu eine cremige Kokossauce, die geschmacklich einen überraschenden Kontrast zum herbstlichen Ofenobst bildet. Pur schmeckt das Obst aber ebenso gut.

Herbst_Obst_Ofen_3Zutaten:

  • Pflaumen, Äpfel und Birnen in beliebiger Menge
  • etwas Zucker
  • etwas Butter
  • 100 ml Kokosmilch
  • 50 ml Hafermilch (oder auch Kuh-/Soja-/Mandelmilch etc.)
  • 1/2 TL Stärke
  • Zimt

Zubereitung:

  1. Pflaumen und Birnen entkernen und halbieren, Äpfel entkernen und vierteln. Obst nebeneinander in eine feuerfeste (Auflauf-)Form geben, mit ca. 2 EL Zucker bestreuen und schließlich mit einigen Butterflöcken belegen. Im vorgeheizten Ofen bei ca. 190 Grad (Ober-/Unterhitze) 20-25 Minuten rösten.
  2. In der Zwischenzeit Kokos- und Hafermilch mit ca. 1 EL Zucker (bzw. nach Geschmack) und 1 TL Zimt erhitzen. Stärke mit einem Schluck kalter Milch anrühren und zu der erhitzen Milch geben, unter ständigem Rühren kurz kochen lassen und vom Herd nehmen. (Sauce dickt anschließend noch etwas nach und wird cremig).
  3. Obst aus dem Ofen nehmen, mit etwas Creme beträufeln und sofort servieren.

Hirsecreme mit Apfel-Birnen-Kompott

2013/09/18

Schon wieder ein süßes und vor allem warmes (=wärmendes) Rezept. Es ist aber auch gar nicht so einfach an diesen nasskalten Tagen an einem frischen, gesunden Salat oder einem schnöden Brot  zum Abendessen gefallen zu finden. Vor allem dann nicht, wenn man auf dem Nachhauseweg mit dem Fahrrad so richtig nass geworden ist. Nun hat sich der Sommer wohl endgültig verabschiedet, doch habe ich die Hoffnung auf ein paar lauwarme Herbsttage noch nicht aufgegeben. Bis dahin wärme ich mich von innen.

Die Hirsecreme schmeckt ähnlich wie Milchreis ist aber eine willkommene Abwechslung. Man kann sie mit normaler Milch aber auch mit Mandel- oder Hafermilch aufkochen. Die Zuckermenge kann ebenfalls, je nach Geschmack, angepasst werden.

Hirsecreme_Birnenkompott_2

Zutaten für 4 Portionen:

  • 150 g Hirse
  • 400 ml Milch
  • 150 g Sahnejoghurt (z.B. griechischer Joghurt)
  • 1 Prise Salz
  • 4 EL (brauner) Zucker
  • 2 Birnen
  • 1 Apfel
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Stärk
  • 1 TL Vanillearoma oder wer hat, das Mark einer halben Vanilleschote
  • ein paar Walnüsse für das Topping

Zubereitung:

  1. Die Hirse zusammen mit der Milch kurz aufkochen und für ca. 15-20 Min. auf niedrigster Stufe quellen lassen. Anschließen 2 EL Zucker und eine Prise Salz unterrühren. Hirsebrei nun etwas auskühlen lassen.
  2. In der Zwischenzeit Apfel und Birnen waschen, schälen und in Stücke schneiden. Zusammen mit etwas Wasser, 2 EL Zucker und dem Zimt in einem Topf zum kochen bringen und auf niedriger Stufe weiterkochen, bis das Obst weich ist. 1 TL Stärke mit etwas Wasser verrühren und zu dem Kompott geben, noch einmal kurz aufkochen bis es etwas eindickt. Vom Herd nehmen und etwas auskühlen lassen.
  3. Den Joghurt zu der lauwarmen Hirse geben und gut verrühren. Die Hirsecreme in Dessertgläser oder Ähnliches füllen. Das Kompott obendrauf geben und mit den Walnüssen toppen. Noch lauwarm genießen!

Pflaumenmichel

2013/09/16

Der Montag weiß auch nicht so recht, was er hier schon wieder soll. Ist das Wochenende denn schon wieder um? Der Wecker klingelt viel zu früh, ich hab‘ doch gerade erst die Augen zu gemacht. Mittlerweile weckt mich nicht mehr die aufgehende Sonne, sondern Nieselregen der leise gegen das Fenster prasselt. Wieder eine neue Woche. Ich schleppe mich durch einen ungemütlichen, grau verhangenen Tag und bin froh am anderen Ende wieder heil zuhause angekommen zu sein.

Zeit für ein bisschen Gemütlichkeit. Sollen die dunkelgrauen Regenwolken doch draußen heraufziehen, ich sitze drinnen. Hier ist es gemütlich, besonders in der Küche. Während der Ofen sich schon warm heizt, werden rasch ein paar übrig gebliebene Zutaten zu einer süßen Köstlichkeit verarbeitet. Es braucht nur ein altbackenes Brötchen, das vom Sonntagsfrühstück übrig geblieben ist, ein paar Pflaumen und Nüsse. Den Rest der Zutaten haben wir immer im Haus.

Und so genieße ich meinen warmen Pflaumenmichel mit Vanillesauce und lehne mich zurück. Der Montag ist geschafft.

pflaumenmichel_2

pflaumenmichel_3

Zutaten für 1 große oder 2 kleine Portionen :

  • 1 altbackenes Brötchen (je nach Größe auch 2)
  • 150 ml Milch
  • 1 Ei
  • eine Handvoll Pflaumen
  • 20 g Butter
  • 1-2 EL gehackte Haselnüsse
  • 20 g Zucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Das Brötchen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und in der warmen Milch einweichen
  2. Das Ei trennen. Das Eigelb mit der weichen Butter und dem Zucker schaumig rühren und mit dem eingeweichtem Brötchen in einer Schüssel vermischen. Schließlich den Zimt und die gehackten Haselnüsse unter heben.
  3. Die Pflaumen waschen, in Spalten schneiden und mit der Brötchenmasse vermischen.
  4. Das Eiweiß steif schlagen und unter die Brötchenmasse unterheben.
  5. Masse in eine gefettete Auflaufform geben, mit Butterflöcken belegen und im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze für 40-45 Min. backen.

Theme by Blogmilk + Coded by Brandi Bernoskie