Süßes und Desserts

Kokosmilchreis mit Mangokompott und Karamellcreme

2016/02/28

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Nun doch wieder frostige Morgen, Autoscheibe kratzen und das Minus auf dem Thermometer. Während ich schon von blühenden Magnolienbäumen in rosarot und dem süßlich-klebrigen Duft von Fliederbüschen träume, hat sich der Februar entschieden doch noch mal Februar zu sein. Nur ohne Schnee. So weit will er dann anscheinend doch nicht gehen.

Während es draussen also nochmal fröstelt, wärme ich mich in meiner kleinen Küche vor dem Herd. Ein kleiner Topf Milchreis köchelt munter vor sich hin und verströmt Träume in Form von kokosmilchigen Duftschwaden. Dazu eine Mango geschält, gewürfelt und püriert und schon küsst die Sonne. Der Milchreis mit Mangokompott schmeckt warm und kalt und sieht besonders hübsch aus, wenn man ihn in Schichten im Dessertglas anrichtet.

 

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Kokosmilchreis mit Mangokompott und Karamellsauce

  • 150 g Milchreis (kein Fertigmilchreis)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 250 ml Milch
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Mango
  • Saft einer 1/2 Limette
  • 4 EL Rohrzucker
  • 2 EL Kokoscreme (der Überstand der Kokosmilch)
  • evtl. Chia-Samen als Topping

Die gesamte Milch zum kochen bringen, den Milchreis, das Mark der Vanilleschote und den Rest der Vanilleschote hinzufügen und nach Kochanleitung weiterkochen (je nach Milchreissorte-es gibt kurz- und langkochende Varianten).

Währenddessen die Mango schälen und in Würfel schneiden. Die Hälfte der Mangowürfel zusammen mit dem Limettensaft pürieren und anschließend mit den restlichen Mangowürfeln vermengen.

Für die Kamaramellsauce, die Kokoscreme zusammen mit den 4 EL Rohrzucker in einer Pfanne unter Rühren erhitzen und wenige Minuten (2-4 ungefähr) köcheln lassen bis eine dickflüssige Sauce entsteht. Diese dann unter den fertigen Milchreis mischen und mit dem Mangopüree servieren. Eventuell noch mit Chiasamen toppen und kalt oder warm genießen.

 

Quitten Crumble mit Haferflocken

2014/12/04

Wo bleibt eigentlich der Schnee?

In der letzten Woche war ich noch ganz aus dem Häuschen als der Wetterbericht hoch und heilig versprach es wird schneien, sogar mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit in Berlin! Eine pudergezuckerte Landschaft zum zweiten Advent. Wie passend. Ich sah mich schon zufrieden summend Plätzchen backen während draussen dicke Schneeflocken seelenruhig vom Himmel rieselten. Heute dann die Ohrfeige. Ich lese unaussprechliche Audrücke wie „Sprühregen“ und „steigende Temperaturen“. Was sind denn das schon wieder für Aussichten?

Ich kann mich noch gut an das Weihnachtsfest von zwei (?) Jahren erinnern als es draussen über 10 Grad (plus!) waren und vom Schnee weit und breit keine Spur. Ironischerweise gab es zum darauffolgenden Osterfest leichten Schneefall und Kälte. Ohne Worte.

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Um euch, liebe Leser, und mich nicht weiter mit Gezeter über die Wetterlage zu nerven gibt’s zur Abwechslung was Warmes aus dem Ofen. Zwei kleine Quitten, schon mit ordentlich braunen Stellen hier und da, schlummerten seit Wochen traurig im Kühlschrank. Übrig geblieben von der Quitten-Frangipane-Tarte vor gut einem Monat reichten sie leider nicht mehr für ein Gelee oder Marmelade. Wenn es nicht das Crumble gäbe! Crumbles sind meine liebste Verwertung für übrig gebliebene Obstreste, denn man kann eigentlich jedes leicht säuerliche Obst verwenden und mit den Streuseln munter experimentieren. Für dieses Quitten Crumble habe ich Streusel aus Haferflocken und Weizen Vollkornmehl gemischt, die nach dem Backen wunderbar knuspern.

Zutaten: (für 2 kleine Portionen)

Quitten:

  • 2-3 Quitten
  • 1 Zitrone
  • 3 EL Zucker
  • 3 EL Butter

Crumble:

  • 40 g Weizen Vollkornmehl
  • 30 g Haferflocken
  • 45 g Butter
  • 1  Prise Salz
  • 1/2 TL  Zimt
  • 2 EL Honig
  • 20 g Zucker

Die Quitten schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Quitten sofort in eine Schüssel Wasser mit dem Saft einer halben Zitrone geben, da sie sonst braun werden. In einer großen Pfanne die Butter erhitzen. Zucker, den Saft der restlichen Zitrone und die Quitten hinzugeben. Bei mittlerer Hitze etwa 20-25 Minuten braten bis sie goldbraun sind. Zwischendurch wenden.

Für das Crumble alle Zutaten in einer Schüssel von Hand vermengen bis feine Streusel entstehen.

Den Ofen auf 210 Grad Ober-/Unterhitze bzw. 190 Grad Umluft vorheizen. Die Quitten in eine ofenfeste Form geben mit Streuseln bedecken und etwa 20-30 Minuten backen.

Kokos-Hafer-Plätzchen |Coconut Oatmeal Cookies

2014/11/05

Ein Keksrezept. Ohne große Worte, einfach mal so in den Mittwoch Mittag geschmissen. Schnell gemacht, knusprig und wunderbar kokosnussig denn manchmal braucht man einfach einen Keks.

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Zutaten:

  • 70 g Mehl
  • 2 TL Backpulver
  • 100 g Haferflocken
  • Prise Salz
  • 80 g Kokosöl (gibt’s im DM)
  • 70 g Zucker
  • 2 EL Kokosmilch oder andere Milch, die ihr zur Hand habt
  • Mark einer 1/4 Vanilleschote
  • 2-3 EL Kokosraspeln

Zubereitung:

  1. Mehl, Backpulver, Haferflocken und Salz in einer Schüssel gut durchmischen
  2. Auf dem Herd oder in der Mikrowelle Kokosöl mit dem Zucker erhitzen, dabei ab und zu umrühren. Zusammen mit den restlichen Zutaten zum Mehl geben und gründlich durchrühren.
  3. Mit dem EL Teigportionen abstechen und mit genügend Abstand auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad backen.

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Schokoschnecken | Chocolate Swirl Buns

2014/10/24

Der Hefeteig und ich, wir sind gute Freunde. Zur Zeit sehen wir uns mindestens einmal in der Woche, sei es in Form von butterigen Zimtschnecken oder von Hefeklößen zum Abendessen oder auch als schnelles Brot (wenn meine Sauerteigbrotversuche mal wieder für den Müll sind). Ich denke hier liegt Potenzial für eine lebenslange, innige Freundschaft.

Schoko Schnecken[row_fluid][one_half]
schokostreusel [/one_half][one_half] chocolate swirl buns 3 [/one_half][/row_fluid]chocolate swirl bunsSo war es dann auch mal wieder an der Zeit für Schokolade (wann ist nicht Zeit für Schokolade?). Nicht die süße Vollmilchschokolade, die ich sonst bevorzuge sondern die Feinherbe mit dem etwas kraftvolleren Geschmack. Zusammen mit dem süßen Hefeteig und einigen Paranüssen für den richtigen Crunch sind kolossal köstliche Schnecken entstanden, die vor zerlaufener Schokolade nur so getrieft haben. Wie ich finde, eine mehr als annehmbare Abwechslung zu klassischen Zimtschnecken. Die Schokoschnecken sollten unbedingt warm, am besten frisch aus dem Ofen, genossen werden. Sollten tatsächlich noch einige übrig bleiben, so empfiehlt es sich sie nochmal ganz kurz (wenige Sekunden bei mittlerer Wattzahl) in der Mikrowelle zu erwärmen.

chocolate swirl buns 2Rezept inspiriert von den chocolate swirl buns auf smitten kitchen

Zutaten (für 12 Schnecken)

Für den Teig:

  • 225 g Mehl (mgl. Weizen Type 550)
  • 30 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 120 ml Milch, lauwarm
  • 1/2 Stück Frischhefe
  • 1 Ei, verquirlt
  • 30 g Butter, zerlassen und lauwarm
  • Einige Tropfen Vanilleextrakt oder entsprechend Mark etwa einer 1/4 Vanilleschote

Für die Füllung:

  • 40 g Butter, zimmerwarm
  • 40 g Zucker
  • 200 g Zartbitterschokolade (Kakaogehalt je nach Geschmack, ich hab 60% genommen)
  • 50 g Paranüsse, gehackt

Zubereitung:

  1. Für den Hefeteig Mehl in eine Schüssel sieben dann Salz und Zucker hinzufügen. Die Hefe in der lauwarmen Milch unter Rühren auflösen. Die Hefemilch zusammen mit dem Ei und der zerlassenen Butter zum Mehl geben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen in etwa verdoppelt hat.
  2. Für die Füllung die Schokolade ganz klein Hacken bis sie fast pulverförmig ist (einige größere Stücke sollten aber auch noch da sein) und mit den anderen Zutaten zu kleinen Streuseln vermengen.
  3. Den Teig nochmal kurz durchkneten und dann zu einem Rechteck ausrollen. Die Streusel darauf verteilen, dabei die Ränder etwa 2 cm freilassen. Den Teig nun, mit der langen Seite zu euch zeigend, in der Mitte von oben nach unten falten. Dann den Teig in etwa 2 cm dicke Abschnitte einteilen und jeden Abschnitt mittig einschneiden aber nicht ganz bis zu Ende. Die beiden eingeschnittenen „Finger“ dann miteinander verdrehen. Kling kompliziert, ist es aber gar nicht. Hier ist wunderschön illustriert wie man das macht.
  4. Die Schnecken abgedeckt 30 Minuten gehen lassen. Wer mag bestreut die Schokoschnecken vor dem Backen noch mit Hagelzucker.
  5. Im vorheizten Ofen bei 190 Grad (Ober-/Unterhitze) etwa 25 Minuten backen bis die Schokoschnecken ordentlich aufgegangen und obengoldgelb sind.

kanelbullar choco

Hefeklöße / Rohrnudeln gefüllt mit Pflaumen

2014/10/17

Wenn man morgens, eigentlich noch im Halbschlaf, die Augen nur einen winzig kleinen Spalt öffnet und weiß, es wird ein grauer Tag. Wenn bleiches Licht durch die Vorhänge schleicht und man mit kalten Füßen rasch in die Küche tappst um den ersten Kaffee aufzusetzen. Wenn man sich eigentlich viel lieber noch einmal umgedreht, den Kopf ins warme Kissen vergraben, weiter geschlummert hätte.

Manchmal gibt es Tage da braucht man eine extra Portion Geborgenheit. Neben dem kuschligen Lieblingspulli aus XXL-Strick und einem riesigen Schal, der einer dünnen Decke gleich kommt gibt es da noch bestimmte Gerichte, die sich nach Wohligkeit anfühlen. Für mich sind diese Gerichte süß und warm und irgendwie teigig. So ein Hefekloß sieht ja eigentlich fast aus wie ein Kissen und schmecken tut er so gut, dass ich mich dort reinlegen könnte.

rohrnudeln mit pflaumenfüllung 2Vielleicht ist es die Erinnerung an frühere Tage, wenn meine Mama mir Dampfnudeln (bei uns schlicht und einfach: Hefeklöße) gemacht hat. Vielleicht ist es der unvergleichliche Duft von gegangenem, warmem Hefeteig oder auch die fluffige Konsistenz der Klöße. Aber wenn ich Hefeklöße, ob nun gedämpft oder „im Rohr“ gebacken esse, fühl‘ ich mich irgendwie glücklicher.[row_fluid][one_half]

rohrnudeln mit pflaumen 3
 [/one_half][one_half] rohrnudeln mit pflaumen 4 [/one_half][/row_fluid]Zutaten: (für 8 große Rohrnudeln/ Hefeklöße)

  • 250 g Mehl
  • 16 g Hefe
  • 100-150 ml Milch, lauwarm
  • 1 Ei
  • 30 g Zucker
  • 1/2 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 35 g zerlassene Butter, lauwarm
  • Butter zum Einfetten der Form + etwas zerlassene Butter zum Bestreichen der Rohrnudeln
  • 4-5 Pflaumen, je nach Größe halbiert oder geviertelt
  • 8 Stück Würfelzucker

Zubereitung:

  1. Mehl in eine Schüssel sieben und eine Vertiefung in die Mitte drücken. Hefe mit 2 EL lauwarmer Milch und etwas Zucker verrühren, in die Vertiefung geben und mit etwas Mehl von den Rändern bestäuben. Einige Minuten gehen lassen.
  2. Restliche Milch, Zucker, das Ei, zerlassene Butter und die Zitronenschale hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig kneten. Abgedeckt an einem warmen Ort 1-2 Stunden gehen lassen, bis der Teig etwa auf die doppelt Größe gegangen ist. Durchkneten und nochmal kurz gehen lassen, damit sich der Teig entspannen kann.
  3. Teig in 8 etwa gleichgroße Stücke teilen, zu Kugeln formen und flach drücken. Die halbierten bzw. geviertelten Pflaumen zusammen mit einem Stück Würfelzucker auf das jeweilige Teigstück legen. Die Füllung nun wie zu einem kleinen Paket verschließen und mit dem Teigschluss nach unten in eine gut gefettete und mit Zucker ausgestreute Auflaufform legen. Noch einmal etwa 30 Minuten gehen lassen.
  4. Die Hefeklöße mit zerlassener Butter bestreichen und im 180 Grad (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Backofen etwa 25-30 Minuten backen, bis die Oberfläche leicht gebräunt ist. Großzügig mit Puderzucker bestreuen und noch warm servieren (pur oder mit Vanillesauce).

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Waldspaziergang & Apfel-Blaubeer-Crumble

2014/09/29

Gehört ihr vielleicht zu den Menschen, die es nicht abwarten können bis die anstehende Jahreszeit so richtig aus sich heraus kommt?

Mitten im Winter kann ich es kaum abwarten bis die Sonne die ersten Sommersprossen rauskitzelt und junge, saftig grüne Blätter die noch kahlen Äste zieren. Zieht sich der Sommer bis in den September würde ich am liebsten schon in voller Herbstgarderobe durch die Stadt streifen und mit meinen schweren Stiefeln das Laub zum Rascheln bringen.

So richtig angekommen ist der Herbst noch nicht. Ein Beispiel: bei unserem Waldspaziergang, ich bestens ausgerüstet mit Wollpullover und Schal, ist es im Verlaufe des Mittags so warm geworden, dass wir uns Jacke und Schals entledigen mussten. Pilze gab’s auch keine, das hat uns der Förster höchspersönlich bestätigt („Pilze? Nee, hier gibt’s dieset Jahr keene Pilze. Hier nich!“) als er uns auf dem schmalen Waldweg mit seinem Hund auf dem Beifahrersitz zufällig entgegenkam. Dann halt die letzten Blaubeeren und ein paar Äpfel. Und Hagebutten. Zwei Pilzchen sind’s dann am Ende doch geworden!

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[row_fluid][one_half] drops [/one_half][one_half] still life [/one_half][/row_fluid]

Äpfel und Blaubeeren? Das schreit förmlich nach einem Crumble, in das man ja bekanntlich alles reinwerfen kann.

Das Crumble ist nach keinem bestimmten Rezept zubereitet und eigentlich gibt es hunderte von tollen Apfelcrumble-Rezepte da draussen. Die Streusel mache ich meist nach Gefühl, diesesmal habe ich aber extra abgemessen. Die Streusel sollten nicht zu fest und auch nicht zu weich sein. Ich habe sie mit relativ viel Butter gemacht, es war immerhin Sonntag als das Crumble auf den Tisch kam! An die Streusel könnt ihr auch gehackte Nüsse ranmachen, die Haferflocken weglassen und stattdessen mehr Mehl nehmen oder umgekehrt und und und. Wenn ich Äpfel in ein Crumble tue, dann dünste ich sie vorher gerne in ausreichend Butter a la Nigel Slater und seinem großartigen Apfel Crumble. Damit der austretende Obstsaft beim Backen nicht zu flüssig wird, gebe ich meist noch etwas angerührte Stärke zum Obst. Wenn die Streusel oben schön braun sind und das Obst fleissig blubbert, ist das Crumble fertig. Fast genauso wichtig wie das Crumble an sich ist, dass es unbedingt noch warm gegessen werden muss. Dazu ein Klecks Sahne, ein wenig Vanillesauce oder einfach pur!

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Zutaten:

Füllung

  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 100 g Blaubeeren
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Stärke + 2 EL Wasser (wer hat: 2 EL Apfelsaft)

Streusel

  • 150 g Mehl
  • 100 g Butter, weich
  • 70 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Für die Füllung die Äpfel würfeln. Butter in der Pfanne zerlassen und Apfelwürfel und Zucker darin etwa 5 Minuten dünsten. Die Äpfel sollen nicht zu weich werden. Stärke mit kaltem Wasser anrühren und zu den Äpfeln geben. Äfpel mit den Blaubeeren mischen.
  2. Für die Streusel alle Zutaten zu Streuseln formen.
  3. Eine geeignete Form oder mehere kleine Förmchen fetten und erst die Obstmischung, dann die Streusel hineingeben. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Heißluft/ 180 Grad Umluft etwa 25-30 Minuten backen. Das Crumble ist fertig, wenn die Streusel gebräunt sind und die Obstfüllung ein bisschen blubbert. Noch warm mit Vanillesauce, Sahne oder Eis servieren!

Kokosmilchreis mit gerösteten Pflaumen

2014/08/24

Sonntage sind was Schönes, nicht wahr?

Wenn das Wetter mich reizt, dann gehe ich sehr gerne noch vor dem Frühstück spazieren (oder joggen) und genieße die frische Morgenluft. Aber es ist vor allem die Stille, die mich nach draussen treibt. Zu sonst keinem Zeitpunkt ist sie so ausgeprägt ist wie an einem Sonntag Morgen. Ich wohne relativ zentral in Berlin, die viel befahrene Kreuzung praktisch vor der Tür, der Gehweg fast unter dem Fenster. Es wimmelt von Touristen, Studenten und Menschen, die zur Arbeit hetzen. Nur Sonntag Morgen, da ist alles still.

[row_fluid][one_half] pflaumen [/one_half][one_half] schüssel [/one_half][/row_fluid]

Nach so einem Spaziergang folgt bei uns oft ein typisches Sonntagsfrühstück. Der (Couch-)Tisch wird groß aufgedeckt während die Brötchen im Ofen backen. Eine Tasse Kaffee, ein Glas Saft, dazu viele Marmeladen, die Zeugnis des schönen Sommers sind. Gefrühstückt wird spät, Mittagessen fällt aus.

Da der Rest des Tages nicht selten stilecht auf der Couch verbracht wird, esse ich im Verlaufe des Nachmittags (sofern kein Kuchen bereit steht) gerne was Süßes. So ein „Comfort Food“ ist genau das richtige für einen faulen Sonntag finde ich. Zum Beispiel Milchreis, der geht schnell und einfach. Den klassischen Milchreis mit Zucker und Zimt (und Apfelmus) esse ich gerne im Herbst oder Winter. Diese Version hier jedoch ist eher spätsommerlich angehaucht.

Der Reis wird mit Kokosmilch aufgekocht. Ich mag Kokos eher dezent, deswegen bevorzuge ich „light“ Kokosmilch. Sie ist ein wenig dünner als richtige Kokosmilch und enthält auch weniger Fett. Eine Alternative wäre es normale Kokosmilch mit anderer Milch (Kuh-/Hafer-/Mandelmilch etc) je nach Geschmack zu verdünnen. Die gerösteten Pflaumen aus dem Ofen bereiten die Geschmacksknospen so langsam auf den Herbst vor und sorgen für ein volles Aroma.

Wichtig ist es keinen Fertig-Milchreis zu nehmen sondern „rohen“, so könnt ihr selber bestimmen wie süß ihr den Milchreis haben wollt. Ich musste z.B. nur ein klitze kleines bisschen nachsüßen, weil der Milchreis (für meinen Geschmack) schon süß genug war. Erst recht, wenn dazu die Ofenpflaumen serviert werden.

coconut rice pudding with roasted plums_bearbeitet-1Zutaten: (reicht für 2 kleine Portionen zum Dessert oder für 1 große Portion)

  • 75 g Milchreis (kein Fertigmilchreis!)
  • 1/2 Vanilleschote oder ein paar Tropfen Vanilleextrakt
  • eine Prise Salz
  • 300 ml Kokosmilch (ich nehme gerne die fettreduzierte, weil sie ähhh weniger Fett enthält und nicht ganz so dominant nach Kokos schmeckt)
  • Zucker, Honig o.ä. nach Geschmack, um den Milchreis zu süßen
  • 4 Pflaumen
  • 1 TL brauner Zucker oder 1TL Honig

Zubereitung:

  1. Pflaumen halbieren, in eine Auflaufform setzen und  mit 1 TL Honig oder braunem Zucker betreufeln/bestreuen. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Heißluft/ 190 Umluft etwa 25 Minuten backen.
  2. Milch zusammen mit Salz und Vanilleextrakt aufkochen. Reis hinzugeben und etwa 20 Minuten auf mittlerer Hitze simmern lassen, dabei häufig umrühren.
  3. Milchreis vom Herd nehmen, nach Geschmack süßen und nocheinmal 10 Minuten ziehen lassen. Zusammen mit den Pflaumen servieren.

kokosmilchreis mit gebackenen pflaumen 2

Pfirsich-Blaubeer-Crumble mit Zitronenmelisse

2014/07/06

Ich gestehe: ich habe eine klitzekleine Schwäche für süße, warme Gerichte. Milchreis, Grießbrei (die beiden Klassiker!), Quarkauflauf oder auch Hefeklöße sind schon seit meiner Kindheit immer wieder gern gesehene Gäste auf meinem Teller. Sie spenden Trost, vertreiben Kummer und sorgen für eine wohlig, warme Geborgenheit.

crumble hoch hellerAber auch deren amerikanische Pendants wie Cobbler oder Crumble sind ganz und gar nicht zu verachten! Das Crumble ist eigentlich ein halber Streuselkuchen, geht aber viel schneller und schmeckt am besten warm aus dem Ofen.

Momentan könnte ich in goldgelben, saftigen Pfirsichen baden so lecker finde ich sie. Da kam mir die Idee für ein sommerliches Knuspercrumble mit Pfirsichen, Blaubeeren (eine leckere Kombination übrigens!) und frischer Zitronenmelisse.

pfirsich blaubeer crumble 3

salbei blogInspiration von der amerikanischen Über-Hausfrau Martha Steward

Zutaten für 2Portionen:

Für die Füllung:

  • 3 Pfirsiche
  • eine Handvoll Blaubeeren (ein Hoch auf meine exakten Mengenangaben!)
  • 2-3 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 30 g Zucker
  • 2 TL Stärke
  • einige Blätter Zitronenmelisse, gehackt (auch gut: Minze!)

Für das Topping:

  • 30 g brauner Zucker
  • 40 g Haferflocken (ich habe körnige genommen)
  • 60 g Mehl
  • 40 g Butter, weich

Zubereitung:

  1. Pfirsiche in Spalten schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten für die Füllung in eine Auflaufform geben. Etwa 20 Minuten ruhen lassen.
  2. Für das Topping alle Zutaten in eine Schüssel geben und vermegen (geht mit dem Mixer oder mit den Händen) bis kleine Krümel entstehen. Diese auf die Füllung geben.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad 40-50 Minuten backen. Wird das Crumble oben zu braun, dann mit Alufolie abdecken. Das Crumble ist fertig, wenn die Füllung anfängt zu blubbern und die Krümel leicht gebräunt sind.

crumble4Mit diesem sommerlichen Rezept nehme ich Teil an der süßen Aktion von der lieben Frau Knusper, die auf ihrem Blog dem Knusperstübchen ganz viele Rezepte für einen Knuspersommer sucht. Die Aktion geht noch bis zum 20. Juli und sie freut sich über viele tolle Beiträge.

knuspersommer

 

 

Schoko-Bananen-Pops

2014/06/26

Liebt ihr Überraschungen? Doofe Frage, wer tut das nicht? Meist sind unerwartete Überraschungen doch die schönsten. Dann können sie noch so klein sein. Und weil überraschen genauso schön ist wie überrascht werden habe ich mir für meinen Freund was Schönes ausgedacht. Der Arme hat nämlich gerade zwei Tage Examen hinter sich. Um ihm nach dem ersten Tag voll bösartiger Prüfer und hundsgemeiner Fragen ein wenig Aufzumuntern haben ich ein paar fröhliche bunte Schokobananen gemacht, die zu Hause auf ihn gewartet haben.

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Das geht ganz einfach und macht sich auch schön auf dem Geburtstagstisch eines lieben Menschen oder als Party-Knabberei. Einfach Kuvertüre in der Mikrowelle schmelzen, Bananen eintunken und mit Streuseln verzieren, fertig! Wichtig: nicht die Bananen in den Streuseln wenden, das gibt ’ne Sauerei (ja, ich hab’s versucht…) sondern bestreuen (mit Gefüüüühl). Außerdem sollten die Schoko-Bananen auch nicht gleich abgelegt werden, weil die Schokolade sonst am Untergrund fest trocknet (auch das habe ich versucht). Ihr seht, es ist alles eine Frage von trial and error. So bin ich über Umwege auf die Idee mit den Strohhalmen gekommen. Eigentlich wollte ich die Bananen nur zum Trockenen darauf stecken aber dann sah das so schön bunt aus, dass ich die Strohhalme gleich als Stiele umfunktioniert habe.

Anstatt Streuseln kann man auch gehackte Nüsse, Kekse, Smarties oder alles was euch sonst noch so einfällt benutzen.

Zutaten:

  • Bananen (am besten aus dem Kühlschrank, dann trocknet die Schokolade schneller)
  • Schokoladenkuvertüre (ich habe Vollmilchkuvertüre genommen, die man in der Mikrowelle warm machen kann)
  • Bunte Zuckerstreusel
  • Holzspieße
  • und wer es auch so bunt haben möchte braucht noch breite Strohhalme (meine sind von Ikea) für die Stiele

Zubereitung:

  1. Kuvertüre schmelzen (über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle)
  2. Bananen in etwa dritteln, auf Holzspieße stecken und in die geschmolzenen Schokolade tauchen
  3. Nach dem Eintunken die Schokolade etwas antrocknen lassen (dabei die Banane etwas drehen, damit sich die Schokolade gleichmäßig verteilt)
  4. Mit Zuckerstreuseln bestreuen und austrocknen lassen

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Erdbeer-Sahne-Eis

2014/06/18

Auf meine Ankündigung hin unbedingt eine Eismaschine zu kaufen, komme was da wolle, wurde erstmal genervt mit den Augen gerollt. Aber wäre doch toll im Sommer, oder? Wie jedes Mal wenn es um eine Neuanschaffung in der viel zu winzigen Küche geht, in den Schränken ist schon längst kein Platz mehr,  kamen die lahmen Argumente ich würde {beliebiges Küchenutensil einfügen} am Ende ja doch nicht benutzen, es nehme nur Platz weg und sei alles in allem eine Verschwendung. Wie immer genügte ein demonstrativer Gähner auch hier, um die Diskussion frühzeitig zu beenden.

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Trotzdem wollte ich nicht zu viel Geld ausgeben und habe mir einfach eine gebrauchte Maschine auf Ebay ersteigert (gibt’s da wie Sand am Meer als kleiner Tipp). Allerdings braucht die do-it-yourself Eisherstellung etwas Vorlaufzeit. Der Behälter muss mindestens einen Tag im Tiefkühlschrank erkalten und auch die Eismasse sollte nach der Herstellung 12-24 Stunden ruhen. Nach einem Tag Geduld gab’s dann aber das erste Gelato made by juli-gold. An Zutaten habe ich einfach das gemixt was mir gut erschien und der Kühlschrank hergab. Erdbeeren, Joghurt und Sahne. Geschmeckt hat es vorzüglich, das fand dann übrigens auch der Herr im Haus.

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Zutaten:

  • 250 g Erdbeeren
  • 150 g Joghurt
  • 150 g Sahne (Bekenntnis: ich habe Rama Cremefine genommen)
  • 50 g Zucker +  50 g Zucker

Zubereitung:

  1. Erdbeeren sehr klein schneiden (evtl. grob pürieren) und 50 g Zucker hinzugeben. Eine Stunde stehen lassen.
  2. Sahne steif schlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Joghurt unter die Sahne mengen und schließlich die Erdbeeren dazugeben.
  3. Für 12-24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen und in die Eismaschine geben.

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