Kuchen

Apfelkuchen mit Schmand

2016/10/02

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Süßlich, säuerlich zieht der Duft von gebackenen Äpfeln durch die Wohnung und beschwört eine wohlig warme Vorfreude herauf. Apfelkuchen! Wenn es den gibt, steht der Herbst vor der Tür. Jetzt, wo sich der (schöne) sehr spätsommerliche September endgültig verabschiedet hat, kann ich voll meinen Herbstgefühlen frönen. Teelichter und Kerzen werden heraus gekramt, endlich kommen wieder die kuschligen Fellbezüge auf die Wohnzimmerkissen und ich kann den Wandkalender genüsslich einen Monat weiter blättern. Es ist Oktober! Holt eure warmen Jacken raus, vergesst nicht die Mütze, wenn ihr rausgeht und backt doch auch mal einen leckeren Apfelkuchen. Willkommen Herbst!

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Rezept:

  • 1 Packung Trockenhefe
  • 40 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 350 g Mehl
  • 175 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei (Kl. M)
  • 50 g geschmolzene, etwas abgekühlte Butter
  • 800 g Äpfel (eher säuerlich)
  • etwas Zitronensaft
  • 400 g Schmand
  • 100 g Zucker
  • 1/2 Tl gemahlener Zimt
  • 1 Päckchen Vanillepuddingpulver
  • noch etwas Zimt und Zucker zum bestreuen

Für den Hefeteig die Trockenhefe mit dem Mehl mischen. Dann Zucker, Salz, Milch, Ei und die Butter hinzugeben, alles mit den Händen zu einen geschmeidigen Teig kneten (etwa 5-10 Minuten). Abgedeckt an einem warmen Ort stehen lassen bis sich der Teig in der Größe verdoppelt hat.

Inzwischen Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. In einer Schüssel mit 3 El Zitronensaft mischen. Schmand, Zitronenschale, Zimt, Puddingpulver und Apfelmus in einer zweiten Schüssel verrühren.

In der Zwischenzeit die Äpfel entkernen, vierteln und in schmale Scheite schneiden, schließlich diese in eine Schüssel mit Zitronenwasser legen, damit sie nicht braun werden. Ofen auf 180 Grad vorheizen, ein Backblech gut einfetten bzw. mit Backpapier auslegen. Schmand mit dem Puddingpulver, Zimt und Zucker zu einer dicken Creme verrühren.

Ist der Teig ausreichend aufgegangen diesen nochmal gründlich durchkneten, ausrollen und in das Backblech legen. Schmandcreme darauf verteilen und mit Apfelspalten (sie müssen ganz dicht liegen) bedecken. Die Apfelspalten jetzt mit der Zucker-Zimt-Mischung großzügig bestreuen und im Ofen für 45 Minuten backen.

Adaptiertes Rezept „Apfel-Blechkuchen“ aus der Living at Home 09/2016

Rhabarber Baiser Tartelettes

2016/04/30

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In’s rechte Licht gerückt. Ein Strahl Nachmittagssonne hat sich erbarmt und fällt in schon recht flachem Winkel (später Nachmittag) auf das Baiser-Törtchen. Die Sonnenstunden waren rar in den letzten Tagen. Ende April und ich muss noch fast jeden Morgen die Frontscheibe von einer dünnen Schicht Eis befreien, das hatten wir schonmal anders! Aber egal, das Wetter macht es was es will, der April ja bekanntlich sowieso, und nun steht ja auch schon der wonnige Mai vor der Tür.  Was wir jetzt tun können ist schonmal kulinarisch den Frühling zu zelebrieren. Die kurze Rhabarbersaison ist in vollem Gange und eine meiner Lieblingskombinationen ist seit jeher jene mit Baiser. Die Säure des Rhabarbers harmoniert einfach perfekt mit dem zuckrigen Eischnee. Ich habe mich entschlossen endlich mal die Tarteformen einzuweihen, welche ich noch im letzten Jahr gekauft habe und mich für dieses zuckersüße Küchlein entschieden. Wer keine Tarteletteformen hat, kann (bestimt-ich hab’s nicht ausrprobiert) auch eine große Tarteform nehmen, muss den Teig dann aber entsprechend etwas länger im Backofen lassen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und einen hoffentlich sonnigen Start in den Mai.

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R h a b a r b e r   B a i s er   T a r t e l e t t e s

Zutaten für etwa 4 Tarteletteformen à 10 cm Durchmesser:

Mürbeteigboden

  • 125 g helles Dinkelmehl
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb (das Eiweiß für’s Baiser aufheben)
  • 60  g kalte Butter, in Stücken
  • 1 Prise Salz
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken (Linsen, Bohnen etc.)

Füllung und Baiser

  • 100 g Rhabarber, in etwa 1 cm dicke Stücke geschnitten
  • 1 EL Zucker
  • 3 Eiweiß (Eier sollten zuvor Zimmertemperatur haben)
  • 130 g Puderzucker
  • 1 TL Speisestärke
  • evtl. etwas Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Für den Mürbeteigboden alle Zutaten mit dem Knethaken des Rührgerätes kurz zu einem Teig kneten, mit den Händen eine flache Kugel formen und für mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Anschließend flach ausrollen und in die gefetteten Tarteformen geben. Mit der Gabel einige Male einstechen, mit Backpapier auslegen, Hülsenfrüchte draufgeben und für etwa 20-25 Minuten bei 180 Grad (blind) backen. Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen etwas abkühlen lassen und Backpapier mit Hülsenfrüchten entfernen.

Währenddessen den Rhabarber mit dem Zucker und einen kleinen Schluck Wasser aufkochen und köcheln lassen bis er weich aber noch bissfest ist. Im Anschluss den Rhabarber gut abtropfen lassen.

Das Baiser sollte in einer sauberen, vor allem fettfreien Glas- oder Metallschüssel zubereitet werden. Hierzu die Eier sorgfältig trennen und die Eiweiße in eine große Schüssel geben. Eine Prise Salz hinzufügen und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe geschmeidig schlagen. Währenddessen löffelweise den Zucker untermischen. Das Ganze dauert ungefähr 10 Minuten, am Ende noch Stärke und Vanilleextrakt einrühren. Das Baiser ist fertig, wenn es schön glänzt und relativ fest ist.

Den Ofen auf 240 Grad Oberhitze einstellen. Etwas Stärke auf den Mürbeteigboden geben (damit das Obst nicht so durchweicht). Den abgetropften Rhabarber darauf geben und schließlich mit dem Baiser bedecken (hierfür einen großen Esslöffel nehmen und in wiegenden Bewegungen spiralig auf den Törtchen verteilen, eine kleine Spitze formen). In den 240 Grad heißen Ofen stellen und etwa 2-3 Minuten backen bis der Eischnee leicht zu bräunen beginnt. Achtung, das Ganze brennt schnell an.

Novembergruß. Olivenölkuchen mit Schokoladensplittern und Walnüssen

2015/11/07

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/Novembergruß/

Mir scheint der November weiß noch gar nicht, dass es November ist. Nebelverhangene Sonnenaufgänge. Dann stille, kühle Herbstluft untermalt vom Rascheln der Blätter.  Der Himmel unglaublich klar. Alles riecht ein bisschen erdig und rau, auch ein bisschen feucht nach altem Laub, dass sich an den Wegrändern mit der Zeit sammelt. In diesen ersten Novembernachmittagen hat die Sonne überraschend viel Kraft gesammelt, so kann der Mantel nochmal offen getragen werden.

Dennoch mag ich auch den anderen November. Nebeltage, trüb und kalt. Aus dem Fenster geschaut wirkt die Welt dann immer ein bisschen melancholisch und nachdenklich. Drinnen hingegen mit heißem Tee und Kerzenschein sich Zeit nehmen. Grübeln, lesen oder einfach mal wieder einen Kuchen backen. In diesem Sinne habe ich zuletzt diesen „Coffee Cake“ gebacken, der übrigens auch ohne Kaffeebegleitung sehr gut schmeckt.

(sehr) frei nach diesem Rezept:

Zutaten:

  • 180 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 70 g Olivenöl
  • 50 g Honig
  • 2 Eier
  • ein „guter Schluck“ Sahne
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175 Grad vorheizen, eine Kastenform buttern.
  2. Mehl, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen. Anschließend Olivenöl Honig und Sahne dazugeben, gut durchrühren (zum Beispiel mit dem Knethaken des Mixers). Schließlich die Eier einzeln unterrühren bis eine homogene Masse entstanden ist.
  3. Die Schokolade grob hacken, ebenso die Walnusskerne. Beides in einer Schüssel zusammen mit dem Zimt und Zucker gut mischen.
  4. Ein Drittel der Schokoladenmischung auf dem Boden der Kastenform verteilen, die Hälfte des Teiges darüber geben, ein weiteres Drittel der Schokolade darübergeben und schließlich den restlichen Teig darüber geben. Den Rest der Schokoladenmischung auf dem Teig verteilen.
  5. Im Backofen für etwa 45 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

 

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Beerentörtchen mit Biskuit

2015/06/07

beerentörtchen mit biskuit

Viel Zeit ist vergangen. Der Frühling ist nun fast schon Sommer. Die Tage sind lang, die Abende lau und es ist fast noch hell, wenn ich mich schlafen lege. Ich könnte jetzt Geschichten erzählen über meine neue Arbeit, einen stressigen Umzug mit gefühlten 34 irrenhausartigen IKEA-Besuchen und über eine spurlos verschwundene Spiegelreflexkamera. Verloren? Geklaut? Ich weiß es nicht. Vielleicht auch besser so. Viel Anlaufzeit im „neuen Leben“ hat es gebraucht um ein Stückchen vom Alltag wieder zu bekommen. Einfach mal ein gutes Buch (und kein Fachbuch) lesen. Auf unserem kleinen, schattigen Hinterhofgrundstück die ersten Gärtnerversuche hinlegen. Oder einfach mal einen Kuchen backen.

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Das mit dem Kuchen hat dieses Wochenende schon gut geklappt. Passend zum doch schon sehr sommerlichen Wetter habe ich ein kleines Törtchen aus luftigem Biskuitteig, cremig geschlagener Sahne und frischen Waldbeeren gebacken. Ich wollte am kostbaren Wochenende selbstredend nicht stundenlang in der Küche stehen, da passt es, dass der Biskuitboden nur einmal gebacken werden und dann einfach nur in der Mitte geteilt werden kann. Das wiederum geht entweder mit einem speziellen Kuchenbodenschneider (gibt’s das Wort? Ich meine so eine Art breites Gestell mit einem höhenverstellbaren, scharfen Drahtseil) oder mit einem guten, großen Messer. Dazu legt man eine Hand flach auf den oberen Tortenboden und arbeitet sich dann mit dem Draht oder Messer vorsichtig quer durch den Boden. Wichtig ist, dass der Boden gut ausgekühlt ist, sonst reißt er!

Das Ergebnis ist ein schlichtes Sommertörtchen, dass sicherlich auch mit Erdbeeren, Blaubeeren oder sonstigen Beeren gut schmeckt. Wer mag, kann die Sahne auch mit etwas Quark oder Mascarpone vermengen.
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beeren und holunder

 

Rezept

 Für das Biskuit (Grundrezept Biskuit von hier)

  • 5 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 100 g Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 170 g Mehl
  • 1 Msp. Backpulver [/one_half]

Für den Belag

  • 300 g Sahne
  • 2 EL Zucker
  • 1 EL Beerenmarmelade
  • frische Waldbeeren
  • evtl. 1 Pck. Sahnesteif

 

  1. Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhizte vorheizen. Eier trennen. Die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe zusammen mit zum Zucker zu einer hellen, cremigen Masse schlagen. Eigelbmasse vorsichtig unter den Eischnee heben.
  2. Mehl und Backpulver mischen, in die Eiermasse sieben und unterheben bis keine Mehlklümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Teig in eine Springform geben und glatt streichen. Achtung, die Springform nicht fetten! Stattdessen den Boden mit Backpapier auslegen. Teig rasch in den Ofen geben und etwa 20 Minuten backen. Die Ofentür sollte während des Backens möglichst nicht bzw. erst gegen Ende geöffnet werden.
  4. Sahne sehr steif schlagen, hier hilft ggf. auch ein Päckchen Sahnesteif. Einen oder zwei Esslöffel Marmelade unterrühren. Die Sahne zwischenzeitlich in den Kühlschrank stellen
  5. Teig aus dem Ofen nehmen. Nach fünf Minuten vorsichtig aus der Form lösen und kopfüber auf ein Backblech stürzen, vollständig auskühlen lassen. Nach dem Auskühlen Teig in zwei Hälften schneiden. Untere Hälfte mit 2/3 der Sahne bestreichen, zweiten Boden drauflegen und diesen mit dem Rest der Sahne bestreichen und mit den Beeren belegen.

beerentörtchen

Marmorkuchen mit Kirschen

2015/03/07

Marmorkuchen mit Kirschen

Eine Wanderung im Schnee. Die Luft ist kalt und es riecht nach nasser Erde. An den Wegrändern blitzt schon feuchter Waldboden hervor und Rinnsaale von Tauwasser fließen rechts und links des Weges bergab. Stille, die ab und an von einem leisen Plätschern unterbrochen wird. Wir gehen weiter und keine Menschenseele kommt uns entgegen. Der Weg ended an einem Stausee mit kristallklarem Wasser, ein paar Eisschollen treiben auf der Oberfläche. Einmal kurz durchatmen und es geht zurück.

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Marmorkuchen mit Kirschen _2

thüringer wald

Wir wärmen uns auf mit einem heißem Kaffe und einem echten Kuchenklassiker, dem Marmorkuchen. Der geht immer und vor allem immer schnell. Weil ich Obst im Kuchen mag, kommt noch ein halbes Glas Kirschen in den Teig. Statt Butter nehme ich Öl und Joghurt für eine extra Portion Fluffigkeit. Ein Kuchen der minimales Küchenchaos verursacht, da es nur eine große Schüssel und ein paar Helferlein braucht.

marble cake with cherriesRezept für eine Kastenform:

  • 1/2 Glas Kirschen, abgetropft
  • 2 Eier
  • 130 g Zucker (wer es sehr süß mag, nimmt etwa 20-30 g mehr Zucker)
  • 120 g Öl
  • 250 g Mehl
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Joghurt
  • 20 g Kakao
  • 1 EL Milch
  • evtl. Kuchenglasur (ich habe Vanilleglasur genommen)

Zubereitung:

  1. Die Eier in einer großen Schüssel schaumig schlagen, anschließend den Zucker einrieseln lassen. Das Öl während des Mixens nach und nach hinzugießen.
  2. Mehl, Backpulver und Salz mischen und zu der Eiermasse geben.  Das Mehl zusammen mit dem Joghurt jetzt nur noch mit einem großen Löffel unter den Teig heben, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind.
  3. Zwei Drittel des Teiges in eine gefettete Kastenform füllen, Kirschen hinzugeben und etwas verteilen.
  4. Unter das letzte Drittel des Teiges den Kakao und die Milch rühren und auf den hellen Teig in der Kastenform geben. Evtl. mit einem kleinen Löffel grob durchrühren, damit sich die Teige etwas vermischen.
  5. Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad Ober-/Unterhitze oder 150 Umluft etwa 50 Minuten backen. Vor dem Herausnehmen die Stäbchenprobe machen!
  6. Den Kuchen 30 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen. Nach Wunsch mit Kuchenglasur bestreichen.

Möhrenkuchen mit Kokosraspeln

2015/02/28

Carrot Cake with Shredded Coconut

Die letzten Tage in Berlin begannen mit strahlendem Sonnenschein, der über die wenigen Grade auf dem Thermometer hinwegtäuschte. Der Himmel über der Stadt ist so blau, dass man meint der Frühling müsse jeden Moment durch die Ritzen in den Fenstern, in die kahlen Äste und auf die ausgetretenen Wege im Park dringen. Auch wenn man seinen Blick in die entgegengesetzte Richtung wended hinterlässt er erste Spuren. Eine Schnitzeljagt. Frühblüher, Krokusse und Schneeglöckchen, verstecken sich im Gras.

Möhrenkuchen mit KokosraspelnAuch mir kitzelt der Frühling die Nase. Der Duft von Hyazinthen und warmer Erde gepaart mit der Schärfe von jungen Radieschen und Frühlingszwiebeln. Endlich wächst das saisonale Angebot wieder und obwohl ich schon erste Erdbeeren in den Regalen erblicken konnte, habe ich doch meine Finger davon gelassen. Bis zum ersten Rhabarber und wirklich leckeren Erdbeeren wird es noch ein paar Wochen dauern. Bis dahin heißt es das Beste aus dem zu machen was da ist und was könnte denn besser auf den Frühling einstimmen als ein saftiger Möhrenkuchen?

Der Teig ist, abgesehen vom Raspeln der Möhren, wirklich schnell zusammengemixt. Man braucht nur eine große Schüssel, in der nach und nach alle Zutaten untergerührt werden und dann kann der Kuchen in den Ofen. Kein großer Aufwand aber ein wirklich ansehnliches Ergebnis.

hyazinthen

Kokosrapeln

Möhrenkuchen

Zutaten (für eine 22 cm Springform) abgewandelt nach einem Rezept von Donna Hay

Teig:

  • 200 g Rohrzucker
  • 170 ml Pflanzenöl (ich hab Rapsöl genommen)
  • 3 Eier
  • 70 g Joghurt 3,5% Fett (oder mehr)
  • 225 g Dinkelmehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Muskatnuss
  • Prise Salz
  • etwa 150 g geraspelte Möhren (ca. 5 mittelgroße Möhren)
  • 80 g Nüsse, gehackt (z.B. Walnüsse, Haselnüsse oder Pekannüsse)

Frosting:

  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft

Topping:

  • Kokosraspeln

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel Zucker und Öl etwa 2 Minuten mixen. Die Eier und den Joghurt einzeln dazugeben und jeweils gut durchmixen. Mehl und Backpulver in die Schüssel sieben, Gewürze dazugeben und kurz durchrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Schließlich die Möhren und Nüsse gleichmäßig unter den Teig heben. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und etwa 50 Minuten backen. Vor dem Rausnehmen die Stäbchenprobe machen. Ist noch Teig am Stäbchen den Kuchen noch etwas länger backen. Kuchen auskühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse cremig rühren. Puderzucker darüber sieben und den Zitronensaft zugeben. Alles kurz durchrühren aber nicht zu lange, sonst wird das Frosting eher flüssig.

Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie goldbraun leuchten. Den abgekühlten Kuchen mit dem Frosting bestreichen und mit Kokosraspeln dekorieren.

Birnen Tarte mit Haselnüssen

2015/02/16

Birnen Tarte | Pear Tart

Es ist Zeit für Tarte.

Dabei lümmeln sich wohlig weiche Birnenspalten in einem Himmelbett aus Teig. Nicht zu süß, dafür ein wenig karamellig dank des Ahornsirups, der hier einen passablen Stellvertreter für den sonst üblichen Zucker abgibt. Am besten noch voller Ofenwärme mit einem großen Klacks geschlagener Sahne serviert, lässt das Törtchen ein seliges Gefühl zurück. Die letzten Krümel noch mit der Gabel aufsammeln, die übrig gebliebene Sahne vom Teller kratzen und dann vielleicht noch ein Stück?

Noch ein Stück vom goldbraunen Kuchenteig, noch ein Stück vom Sonntagsglück.

Sollte wider Erwarten noch ein bisschen Tarte übrig geblieben sein, so lässt sich das Sonntagsglück auch noch in den Montag hineinretten. Ein bisschen Birne, ein bisschen Nuss und kurz die Augen schließen.

pearsBirnen Tarte mit Haselnüssen und Ahornsirup


 

Rezept für eine kleines Backblech á etwa 18 x 27cm

(abgewandelt nach einem Rezept von Nigel Slater aus dem Buch tender Obst)

  • 90 g Butter, zimmerwarm
  • 70 g Ahornsirup
  • 2 Eier (Größe M)
  • 90 g Dinkelmehl Type 650 (kann auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
  • 1 TL Backpulver
  • Einige Tropfen Vanilleextrakt
  • 1 Birne
  • Einige Spritzer Zitronensaft
  • Einige Haselnüsse, grob gehackt

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die weiche Butter in Stücke schneiden und mit dem Ahornsirup mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Birne in dicke Spalten schneiden, entkernen und in Zitronensaft schwenken damit sie nicht braun wird.

Die Eier einzeln unter die Butter-Ahornsirupmischung schlagen, anschließend das Mehl und Backpulver unterheben. Zum Schluss noch einige Tropfen Vanilleextrakt zugeben und den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben. Anschließen die Birnen und die Haselnüsse auf dem Teig verteilen und etwas andrücken.

Die Tarte für etwa 50 Minuten backen bis sie aufgeht und goldbraun leuchtet.

Birnen Tarte mit Haselnüssen | Pear Hazelnut Tart

Torte mit Himbeer-Vanille-Creme

2015/01/11

Hatte ich eigentlich im Jahresrückblick-Beitrag erwähnt, dass es weniger Kuchen geben wird? Dass ich nicht weiß wer die Wagenladungen an Backwerk denn aufessen soll? Ich kann mich gerade nicht daran erinnern. Alles was ich weiß ist, dass dieses kleine Törtchen für uns Zwei gar kein Problem war. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das jetzt gut oder schlecht finden soll aber nun ist es weg, das dreistöckige Buttercremetörtchen.

Ist es dekadent sich eine Buttercremetorte, eine B-U-T-T-E-R-C-R-E-M-E Torte, einfach mal so an einem sticknormalen Wochenende irgendwann im Januar zu gönnen? Selbst bei der Weihnachtlichen Kuchendebatte kamen wir zu dem Schluss, dass eine Buttercremetorte einfach zu schwer für die Festtage ist. Statt der Torte gab es dann auch einen leichten Pfirsichkuchen.

laver cake with raspberry vanilla cream 2Aber jetzt im Januar gibt es keine schweren Weihnachtsmenüs, keine Süßigkeiten und Desserts mehr, da ist es doch in Ordnung auch mal ein wenig dekadent zu sein und einfach mal ein kleines dreistöckiges Törtchen zu backen! Also ja, zu ein wenig Dekadenz im Alltag. Es muss schließlich nicht immer jemand Geburtstag haben um Streuselkonfetti auf sein Essen zu streuen.

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Abgewandelt nach diesem und diesem Rezept.

Teig (für eine 18 cm Springform):

  • 250 g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 50 g Butter
  • 2 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 125 ml Milch
  • 1/2 TL Vanilleextrakt
  • 50 g Konfettistreusel

Himbeer-Vanille-Creme:

  • 100 g Himbeeren
  • 250 g Butter
  • 125 g Puderzucker
  • Mark einer Vanilleschote

Für den Teig Butter und Zucker etwa 5 Minuten mit dem Mixer schlagen, bis eine blasse Creme entstanden ist. Anschließend Salz und Vanilleextrakt hinzufügen und gut verrühren. In einer anderen Schüssel Mehl und Backpulver mischen und nach und nach zu der Creme geben. Die Eiweiße hinzufügen und mixen, bis eine glatte Creme entstanden ist. Die Konfettistreusel unterrühren.

Entweder den Teig nacheinander in jeweils 3 Portionen in einer Springform backen oder gleichzeitig in mehreren Springformen backen. Wer einen guten Teigschneider hat kann auch eine dicke Teigschicht backen und diese nach dem Backen in drei Teigplatten schneiden. Nach dem Backen die Böden abkühlen lassen.

Himbeeren pürieren und in einem Sieb abtropfen lassen. Butter cremig schlagen, Vanille und Salz hinzufügen. Den Puderzucker nach und nach unterrühren und zum Schluss das Himbeerpüree zugeben.

Die drei Teigböden zusammensetzen, dazwischen Himbeer-Vanille-Creme geben und schließlich die ganze Torte mit der Creme bedecken.

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Toscakaka- Schwedischer Biskuitkuchen mit Mandel- und Kokoskrokant

2014/11/21

Schweden. Für mich sind das weite Wälder mit wenigen Menschen, kalte Seen, lange Winter, viel Natur aber auch moderne Städte mit weltoffenen Bewohnern. Ich weiß nicht so genau, was mich an der skandinavischen Lebensweise, denn auch Dänemark und Norwegen versetzen mich in Schwärmereien, so anspricht. Vielleicht ist es die „nordische Mentalität“. Kühl, distanziert aber dann sehr freundlich und hilfsbereit. Außerdem wissen die Skandinavier wie man gut isst. Es gibt eine Menge Köstlichkeiten, die ihren Ursprung in Skandinavien haben. Kanelbullar (Zimtschnecken), Lussekatter (Saffran Hefeteilchen) oder schwedischer Apfelkuchen sind nur ein paar Beispiele.

 

Glücklicherweise bin ich nicht allein mit meiner Skandi-Liebe, auch Natalie vom Holunderweg 18 freut sich über nordische Leckereien. Deshalb hat sie auch zum „Fika Blogevent“ aufgerufen. Eine Fika, das wusste ich auch nicht, ist eine schwedische Tradition in der Art von unserem Sonntagskaffee. Der entscheidende Unterschied ist, dass es so einer Fika herzlich egal ist um welchen Wochentag es sich handelt, schließlich kann man auch unter der Woche gut Kaffee und Kuchen zusammen genießen.

Ich habe mich für einen schwedischen Krokantkuchen entschieden, der dort unter dem Namen „Toscakaka“ bekannt ist. Es ist wirklich einer der fluffigsten Kuchen, die ich jemals gegessen habe. Der Biskuitteig wird durch die Buttermilch richtig schön luftig und weich. Noch dazu ist er mit einer dicken, gebräunten Krokantschicht aus Mandeln und Kokosraspeln bedeckt, die richtig schön knackt, wenn man mit der Gabel durchsticht. In Schweden selbst macht man das Krokant nur mit Mandeln aber ich fand die Mischung mit Kokosraspeln noch interessanter.

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 (mitte: Frühling in Südschweden)

(Mal wieder) nach einem Rezept aus dem Buch „Scandilicious Baking“ von Signe Johansen

Teig:

  • 3 Eier
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Feines Meersalz
  • 75 g Butter, zerlassen
  • 75 ml Buttermilch

Krokant:

  • 125 g Butter
  • 125 g Muscovado Zucker
  • 75 g gehobelte Mandeln
  • 75 g Kokosflocken
  • 50 ml Milch
  • 1 TL Feines Meersalz
  • 1/2 TL Vanilleextrakt

Ofen auf 170 Grad (150 Grad Umluft) vorheizen und eine Springform (23 cm) fetten.

Eier, Zucker und Vanilleextrakt in einer großen Schüssel zu einer hellen, schaumigen Masse schlagen. In einer kleineren Schale das Mehl, Backpulver und Salz mischen. Abwechselnd die zerlassene Butter, die Buttermilch und die trockenen Zutaten zu der Eiermasse geben und mit einem Löffel unterheben, bis ein homogener Teig entsteht.

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und vorsichtig glatt streichen (bzw. die Form kurz auf die Arbeitsfläche schlagen). 25-30 auf der mittleren Schiene backen bis der Kuchen hellbraun und noch etwas weich ist.

Das Krokant sollte nach der halben Backzeit vorbereitet werden, damit es rechtzeitig fertig ist. Dazu alle Zutaten in einen mittelgroßen Topf geben und unter ständigem Rühren langsam auf niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die Masse 3-4 Minuten köcheln lassen, damit sie etwas eindickt.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, anschließend die Temperatur auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) erhöhen. Die weiche Krokantmasse nun über den Kuchen geben und evtl. vorsichtig glatt streichen, dann den Kuchen zurück in den Ofen geben. Auf der oberen Schiene den Kuchen nun 10 Minuten fertig backen bis das Krokant knusprig und gebräunt ist.

Den Kuchen etwas abkühlen lassen, dann ein Messer vorsichtig zwischen Krokantrand und Kuchenform entlangfahren damit es nicht festklebt. Ganz vorsichtig den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

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Schokoladenkuchen mit Orangenmarmelade

2014/11/17

Ja es gibt sie, die Weihnachtsbaumdecke. Vor einiger Zeit ist ein schmucker H&M Home Katalog eingetrudelt auf dem in großen, weißen Lettern Weihnachten prangt. Innen drin finden sich viele makellos arrangierte Festtafeln, Kerzenlicht strahlt mit güldenen Paillettenkissen um die Wette, unter der stattlichen Nordmanntanne  liegt ausgebreitet wie eine Diva die Weihnachtsbaumdecke.

Es ist also soweit. Schon wieder fast zwölf Monate rum denkt man sich. Wieder ein Jahr älter. Wieder Hoffen darauf die schlechte Angewohnheit Weihnachtsgeschenke erst am 23.12 zu besorgen ablegen zu können. Überhaupt ein letzter Monat für schlechte Angewohnheiten, werden diese mit dem neuen Jahr abgeschafft, nur um sich wenige Wochen wieder klammheimlich anzuschleichen. Ab Januar geht’s dann selbstverständlich regelmäßig sporteln! Echt jetzt.

Bis dahin darf ich aber noch fleissig Kuchen essen. Zum Beispiel den saftigen Schokoladenkuchen mit Orangenmarmelade, den es hier Sonntag gab. Obwohl keine weihnachtlichen Gewürze selbst den Kuchen verfeinern, ruft er schon ganz leise nach dem Advent mit seinem feinherben Aroma.

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schoko orangen kuchen 2 kleinFrei nach einem Rezept aus dem Buch „Scandilicious Baking“ von Signe Johansen, für eine Kastenform

  • 200 g Mehl
  • 50 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 50 g Kakao
  • 100 ml heißes Wasser
  • 2 EL Espresso oder starker Kaffee
  • 2 Eier
  • 100 g flüssiger Honig
  • 75 g brauner Zucker (wer den Kuchen nicht ganz so herb mag nimmt 25-50 g mehr)
  • 50 g saure Sahne oder Joghurt
  • 75 g Butter
  • 100 g Orangenmarmelade
  • Saft einer kleinen Orange
  • 50 g Orangen- oder Aprikosenmarmelade* für die Glasur

Den Ofen auf 180 Grad (160 Grad Umluft) vorheizen und eine Kastenform fetten oder mit Backpapier auslegen.

In einer großen Schüssel Mehl, gemahlene Mandeln, Backpulver und Salz gut mischen. In einer kleineren Schüssel Eier, Honig, Zucker und sauere Sahne schaumig schlagen. Kakao in eine Tasse mit dem kochenden Wasser aufgießen, den Kaffee/Espresso hinzufügen und gut durchrühren. In einer weiteren Schüssel die Orangenmarmelade mit dem Orangensaft verrühren. Butter zerlassen (Mikrowelle oder Herd).

Alle flüssigen Zutaten nun zu der Mehlmischung geben und mit dem Handmixer gut verrühren. Den Teig in die vorbereitete Kastenform füllen und im vorgeheizten Ofen 30-40 Minuten backen. Nach 30 Minuten sollte eine Stäbchenprobe** gemacht werden, um zu schauen ob der  Kuchen innen schon fest ist.

Nach dem Backen den Kuchen etwa 20 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig herausnehmen und auf einem Kuchengitter komplett auskühlen lassen. Mit dem Ende eines sauberen Stifts mehrere Löcher von oben nach unten in den Kuchen stechen aber nicht bis ganz auf den Boden. Für die Glasur die Marmelade in der Mikrowelle kurz warm machen und auf dem Kuchen verteilen. Die Glasur etwas verstreichen, damit ein Teil davon die Löcher hinunterläuft. Den Rest der Glasur auf dem Kuchen verteilen.

Der Schokokuchen hält sich, gut verschlossen, etwa 2-3 Tage.

* Durch die Glasur mit Orangenmarmelade wird der Kuchen ziemlich herb. Möchte man den Schokokuchen eher mild und süß nimmt man besser Aprikosenmarmelade und evtl 25-50 g mehr Zucker im Kuchen selbst.

** Für die Stäbchenprobe einen dünnen Metallstab (ein schmales, spitzes Messer geht auch) vorsichtig in die Mitte des Kuchens stechen. Haften beim Rausziehen flüssige Teigreste daran, ist der Kuchen noch nicht fertig.

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