Hauptgerichte

Cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan

2015/01/26

cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan 1

Risotto.

Der kleine, vernachlässigte Bruder der Pasta, zumindest in meiner Küche. Von Haus aus koche ich viel öfter Nudeln als Reis, egal in welcher Form. Dabei ist Reis eigentlich genauso vielseitig wie meine geliebten Teigwaren. Vielleicht der Nachteil am Risotto- man darf ihn kaum aus den Augen lassen. Also nimmt man sich lieber ein schönes Buch, welches locker mit einer Hand zu halten ist während die andere Hand,mit einem Kochlöffel bewaffnet, hier und da den Reis umrührt, Brühe hinzugibt, umrührt, Brühe hinzugibt, umrührt.

Irgendwann, irgendwo habe ich schonmal gelesen, dass man ein Risotto auch in der Pfanne vorgaren kann und dann im Backofen zu Ende bäckt. Klingt praktisch aber irgendwie war mir nicht nach Experimenten und so kocht das Risotto bei mir ganz klassisch auf dem Herd.

cremiges Möhrenrisotto mit Parmesan 3


 

Zutaten (für 2 P.)

  • 2 mittelgroße Möhren, in feine Scheiben geschnitten
  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt
  • 1/2 Jalapeno, fein gehackt (kann durch Chili-Pulver ersetzt werden)
  • 150 g Risotto-Reis
  • 125 ml Weißwein
  • 400-500 ml Gemüsebrühe
  • 1 EL Olivenöl für die Möhren + 1 EL Olivenöl für den Reis
  • 1 EL Butter für den Reis
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 2 EL geraspelter Parmesan
  • 1 EL Sahne (kann auch weggelassen werden)
  • gemischte Kräuter
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

Olivenöl in einer mittelgroßen Pfanne erhitzen und Möhren darin bei mittlerer Hitze etwa 15-20 Minuten sanft braten bis sie außen zart aber innen noch etwas knackig sind.

Währenddessen in einer großen Pfanne Olivenöl und Butter erhitzen. Zwiebeln und gepressten Knoblauch bei hoher Temperatur glasig anbraten, Jalapeno und Reis dazugeben und unter ständigem Rühren noch 1-2 Minuten weiter braten.

Den Weißwein dazu gießen (Achtung das zischt!) und immer weiter rühren, damit der Reis nicht anbrennt. Die Temperatur runter drehen (niedrige bis mittlere Temperatur) und sobald der Reis den Wein aufgesogen hat Esslöffelweise Brühe hinzugeben. Immer wieder peu a peu neue Brühe hinzugeben und dabei häufig rühren. Dies so lange fortführen bis der Reis außen cremig-weich ist und innen noch leichten Biss hat.

Die Möhren zum Reis geben und mit garen. Wenn der Reis fertig ist, Pfanne von der Kochstelle nehmen. Sahne, Parmesan und Kräuter unterrühren und das Ganze mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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Nudelsalat mit Tahini-Honig-Dressing

2015/01/22

nudelsalat mit tahini honig dressing 1

Nach der dicken Torte vom letzten Mal gibt’s nun die versprochene, seufz, gesunde Abwechslung.

Ich werde Freunden und Fremden gegenüber nicht müde zu behaupten ich könne mich jeden Tag von Nudeln ernähren. Nudeln tagein tagaus, das würde ich bestimmt eine Weile durchhalten und nicht umsonst ist meine Lieblingsspeise seit ich denken kann, wahrscheinlich seitdem ich in der Lage bin feste Nahrung zu mir zu nehmen, Spaghetti mit Tomatensauce. Jahrelang habe ich beim Italiener oder auch in anderer Länder Küchen nie was anderes bestellt, ja nicht mal daran gedacht. Es galt immer: Nudeln!

Nachdem man das weiß ist es nun umso schockierender, dass ich in über einem Jahr Foodblogging kein einziges Nudelrezept veröffentlicht habe. Keine Nudeln hier!

nudelsalat mit tahini honig dressing 2Das gehört selbstverständlich sofort geändert und darum ist das hier nun die Nudel-Premiere auf Juligold. Ich will hier niemanden mit einer stinknormalen Tomatensauce langweilen und selbst ich brauche ab und zu mal ein bisschen Abwechslung auf dem Speiseplan.

Man mag es nicht glauben, aber dieses Rezept ist aus einer kleinen Not heraus entstanden. Avocado und Mango lagen schon tagelang im Kühlschrank und fühlten sich gefährlich weich an. Schnell war klar, die würden nicht mehr lange machen also kurz überprüft ob die zusammen überhaupt schmecken, ja sie tun es, und dann ab in den Nudelsalat damit.

Tahini kann man glücklicherweise ganz leicht selbst herstellen. Alles was man braucht sind Sesamsamen und Öl. Man gibt beides in den Mixer oder bearbeitet die Paste mit dem Stabmixer (was bei mir besser als der Standmixer funktioniert hat!).

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Nudelsalat mit Tahini-Honig-Dressing: (für 2 Personen)

Nudelsalat

  • 200 g Nudeln, zum Beispiel kurze Bandnudeln
  • 1 Avocado
  • 1 Mango
  • 1 kleine Möhre
  • 1/2 Zitrone
  • Salz, Pfeffer

Tahini-Honig-Dressing:

  • 2 EL Tahini*
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 EL Honig
  • 1/4 Knoblauchzehe, gepresst

Nudeln kochen und abkühlen lassen. Avocado und Mango in kleine Würfel schneiden, Karotten grob raspeln.

Alles zusammen in eine große Schüssel geben, einen großzügigen Spritzer Zitronensaft hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für das Dressing alle Zutaten in ein Glas mit Schraubverschluss geben und kräftig schütteln. Dressing abschmecken und erst am Tisch zu dem Salat geben.

*Tahini (=Sesampaste) kann man kaufen oder auch ganz leicht selbst herstellen. Beim Kleinen Kuriositätenladen gibt’s eine tolle Anleitung, ich hab allerdings etwas mehr Öl für die gewünschte Konsistenz gebraucht.

 

 

Überbackenes Baguette mit Pilzen, Äpfeln und Haselnüssen

2014/09/24

Eigentlich war so vieles geplant. Eigentlich wollte ich noch einen kleinen Beitrag über den Hiddensee Urlaub Anfang September schreiben. Eigentlich wollte ich in den paar Tagen danach einige Rezepte vorbereiten. Eigentlich sollten euch diese während meiner erneuten Abwesenheit ein bisschen unterhalten. Eigentlich ist so ein unbestimmtes Wort.

Um mal Klartext zu reden, ich habe den September genutzt um noch einmal ausgiebigst in den Urlaub zu fahren. Nach der Woche auf Hiddensee Anfang September, war ich bis vor einigen Tagen im sonnig, heißen Spanien. Offensichtlich musste der Blog dafür leiden, aber wirklich dramatisch ist das ja auch nicht.

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gemischte pilze [/one_half][one_half] zwiebelbaguette [/one_half][/row_fluid]

Dass es hier zeitweise schon mitten wie im Herbst ist, nehme ich gerne zum Anlass um mich der herbstlichen Küche zu zuwenden. Hallo ihr Feigen, Pilze, Rüben, Äpfel, Birnen, Weintrauben und und und. Es wird wieder ein bisschen gemütlicher in der Küche. Es wird kälter draussen, dafür wärmer drinnen.  Beim ersten Einkauf zurück in Deutschland hat mich passenderweise eine kleine Pilzmischung angelacht.

Das überbackene Pilzbaguette ist inspiriert von einem Rezept aus dem Buch „Scandilicious Baking“ von Signe Johansen, welches ich jetzt zur kalten Jahrezeit wieder gerne durchblättere. Ich habe es allerdings noch mit Zwiebeln und Äpfeln aufgepeppt, die am Ende der Bratzeit zu den Pilzen noch hinzu gegeben werden. Ein schnelles und einfaches Rezept, passend für eine kleine Brotzeit.

überbackenes baguette mit pilzen 2

 

Zutaten: (1 Person = 1 Baguettehälfte)

  • 1/2 Baguette
  • Gemische Pilze
  • 1/2 säuerlicher Apfel, halbiert
  • 1/2 rote Zwiebel
  • Einige Haselnüsse, grob gehackt
  • Gouda, gerieben
  • Butter zum Braten
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Pilze in Scheiben schneiden und mit viel Butter bei hoher Temperatur rasch braten bis sie bräunen.
  2. Apfel und Zwiebel ebenfalls in Scheiben schneiden und mit den gehackten Haselnüssen zu den Pilzen geben. Bei mittlerer Temperatur noch etwa 1-2 Minuten weiterbraten bis die Zwiebeln leicht glasig sind. Eventuell nochmal Butter nachgeben. Salzen und Pfeffern.
  3. Eine Baguettehälfte mit dem Gemüse belegen und mit geraspeltem Gouda bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei etwa 160 Grad backen, bis der Käse allmählich hellbraun wird.

Warmer Salat aus ofengerösteten Tomaten und Zucchini mit Polentaschnitten

2014/08/27

Sich ein wenig die Provence in’s Haus holen. Man munkelt das Licht da unten soll ganz anders, fast magisch sein. Nicht umsonst hat der Süden Frankreichs einige Künstler zu ihren besten Gemälden inspiriert. Zu allererst denke ich da natürlich an den armen Van Gogh, der 20 Monate seines Lebens dort verbrachte und außergewöhnliche Bilder voller Licht, Formen und Intensität geschaffen hat.

Eines meiner liebsten Bilder ist Vincents Schlafzimmer in Arles. Ein schmales Bett, daneben ein Nachttischchen, zwei einfache Stühle und ein Fenster. Praktisch, ja fast kahl wirkt das kleine, schmale Zimmer. Jedoch direkt über dem Bett hängt unter anderem ein Selbstportrait von van Gogh. Ich weiß nicht warum aber ich liebe dieses kleine Detail, welches dem Zimmer so viel Persönlichkeit verleiht.

Ofentomaten mit Polenata pin

[row_fluid][one_half] Ofengemüse [/one_half][one_half] Polenta [/one_half][/row_fluid]

Leider bin ich selbst noch nicht in den wunderschönen Süden Frankreichs gereist, dabei wäre alleine schon die Küche einen Ausflug wert. Seit langem schon besitze ich ein Kochbuch („Die Küche der Provence“ von Gui Gedda und Marie Pierre-Moine), welches mich auch beim x-ten Durchblättern immer wieder fesselt. So habe ich mich inspirieren lassen und ein sommerlich leichtes Gericht gekocht.

Polenta ist Maisgries und laut Kochbuch recht häufig in der provencalischen Küche anzutreffen. Frisch gekocht ähnelt Polenta am ehestem Kartoffelbrei, nur schmeckt sie eher nussig. Der Clou ist, dass Polenta beim abkühlen aushärtet und sich gut zu Fritten, Schnitten oder Plätzchen weiterverarbeiten lässt. Ich habe mich für Schnitten entschieden und sie nach dem Auskühlen mit Parmesan bestreut ausgebacken. Dazu gibt’s einen Salat aus ofengerösteten Tomaten und Zucchini.

Zutaten:

  • 125 g Polenta
  • 10 g Parmesan
  • 1 TL Kräuter der Provence (Tiefkühl) oder frischen Thymian, Rosmarin, Kerbel etc
  • 5 Tomaten
  • 1/2 Zucchini
  • 1/2 Zwiebel
  • 2 Zehen Knoblauch
  • 1 EL Olivenöl
  • einige Zweige Thymian
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Polenta nach Packungsanweisung aufkochen. Nach dem Kochen Kräuter der Provence unterrühren und in eine leicht geölte Kasten- oder tiefe Auflaufform geben. Mindestens 2 h bis zu 24 h abkühlen lassen.
  2. Gemüse klein schneiden (Tomaten in Achtel, Zucchini in Scheiben, Zwiebeln in Ringe, Knoblauch in Viertel) und in eine Auflaufform geben. Gemüse salzen, pfeffern und mit Olivenöl beträufeln. Alles gut durchmischen und bei 200 Grad Heißluft/ 190 Grad Umluft in den vorgeheizten Backofen etwa 30 Minuten backen. Zwischendurch ein-/zweimal umrühren.
  3. Erkaltete Polenta stürzen in in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und mit Parmesan bestreuen. Bei einer verbleibenden Backzeit von 20 Minuten mit in den Ofen geben.
  4. Knoblauchviertel aussortieren und Gemüse mit den Polentaschnitten anrichten.

ofengemüse polenta pin 2

Zucchini Basilikum Frittata

2014/07/27

Rezepte, die besonders einfach sind und/ oder außergewöhnlich wenig Zutaten brauchen aber trotzdem phänomenal schmecken mag ich sehr. Klar esse ich auch gerne aufwändige Gerichte oder die Ratatouille, die allein schon eine Handvoll verschiedenes Gemüse enthält und mindestens nocheinmal so viele Kräuter und Gewürze. Aber manchmal liegt der Reiz auch darin aus eben wenigen Zutaten ein anspruchsvolles Gericht zu kochen.

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So eine Frittata ist meiner Meinung nach ein Paradebeispiel eines solch simplen Gerichtes. Der Teig besteht nur aus Eiern. Frisches, saisonales Gemüse und ein paar gute Gewürze verwandeln ihn in ein geschmackliches Erlebnis. Lässt man die Grundzutaten Salz, Pfeffer und Öl außer Acht, dann besteht die Zucchini-Basilikum-Frittata hier nur aus sechs Zutaten.

Die Zuchhini ist selbst angebaut, riesengroß und ein Geschenk (ich träume immer noch von einem eigenen Garten).  Sie allein schon macht aus der Frittata ein leckeres Sommergericht. Durch eine kräftige Prise Knoblauch und viel Basilikum schmeckt sie vielleicht ein bisschen so, wie ich mir einen italienischen Sommer vorstelle.

zucchini frittata pin

Zutaten für 1 Person:

  • 200 g Zucchini
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2-1 Knoblauchzehe (nach Geschmack)
  • 3 Eier
  • etwas Milch
  • eine Handvoll Basilikum (TK oder frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl

Zubereitung:

  1. Zuchhini und Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch pressen und alles kurz in Olivenöl anschwitzen
  2. Eier mit Milch, Basilikum und Gewürzen verquirlen
  3. Alles zusammen in eine kleine Auflaufform geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Heißluft) etwa 20-25 Minuten backen, bis das Ei stockt

sommerregen collage

Spanische Küche Teil 1: Gazpacho

2014/06/09

Fast ein Jahr ist es her, dass ich eine gute Freundin in Barcelona besucht habe. Nach einem für uns Deutschen fast obligatorischen aber nicht minder wunderschönen Urlaub auf Mallorca in der Vergangenheit, war dies mein erster Besuch auf dem spanischen Festland. Eigentlich nur ein Wochenendtrip und viel zu schnell vorüber, hat mir dieser Urlaub dennoch schönste Erinnerungen beschert an die ich dieser Tage, da es hier so heiß ist wie an jenen Barcelona-Tagen, gerne zurückdenke.

Verschlafene Vormittage und lange, laue Nächte an denen in der katalanischen Hauptstadt fast so reger Betrieb herrscht wie tagsüber. Enge, verträumte Gässchen von denen man plötzlich in das Getümmel der riesigen la Rambla stößt, DER Promenade in Barcelona. Läden, Cafés, Händler und Straßenkünstler! Lässt man sich vom nicht enden wollenden Menschenstrom mitreißen so kommt man vom Zentrum bis zum Hafen der Stadt, wo der Blick endlich auf das zyanblaue Meer fällt.

bcnmissing An einem Nachmittag waren wir bei einem befreundeten Pärchen und dessen Familie eingeladen und ich hatte meine erste Begegnung mit der spanischen Esskultur. Während wir am späten Nachmittag noch am Pool lümmelten gab es  die ersten „Häppchen“, die Tapas. Es wurde eine Platte mit unterschiedlich belegten Baguettescheiben herumgereicht. Besonders gut erinnere ich mich an diejenigen mit deftiger spanischer Wurst. Für mich ungewöhnlich spät, erst gegen 22Uhr, gab es dann das „richtige“ Abendessen in großer Runde an einem üppig gedeckten Tisch auf der kühlen Steinterasse. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich mich an das Hauptgericht nicht mehr erinnern kann aber was sich mir in’s Gedächtnis verankerte, war die unglaublich köstliche Gazpacho, die als Vorspeise serviert wurde! Sämig, irgendwie cremig und fruchtig scharf schmeckte diese kalte Suppe, die ich damals zum allerersten Mal gegessen habe.

gazpacho1

gazpacho4Wieder zurück in Deutschland mussten auch wir nicht mehr lange auf Temperaturen über 30 Grad warten und so kam auch bald darauf der erste Gazpacho-Versuch auf den Tisch. Sie schmeckte zwar nicht schlecht aber leider doch nicht so, wie in meinen Erinnerungen. Es fehlte die gewisse Sämigkeit und irgendwie war die Gazpacho zu scharf geraten. Nicht lange hat es gebraucht und ich stieß auf die vermeintliche „Geheimzutat“. Selbstverständlich ist für alle Gazpachokenner und Freunde der spanischen Küche diese Zutat so geheim wie die Panade an einem Wiener Schnitzel. Trotz allem freute ich mich wie verrückt entdeckt zu haben, dass  eingeweichtes Weißbrot mit in jede Gazpacho gehört! Und falls auch dir, lieber Leser, jetzt ein Licht aufgegangen ist oder du einfach mal wieder Lust auf eine gute Gazpacho hast, dann habe ich hier mein Rezept für dich.

Zutaten für 2 große Portionen (als Hauptmahlzeit) oder 4 kleine (als Vorspeise):

  • 250 g Kirschtomaten
  • 1 Gurke, geschält
  • 1 gelbe Paprika
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 3-4 Scheiben Weißbrot (je nach gewünschter Sämigkeit)
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Weißweinessig
  • Salz und Pfeffer
  • einige Blätter Basilikum

Zubereitung:

  1. Weißbrot von der Rinde befreien und in etwas Wasser einweichen.
  2. Das Gemüse klein schneiden, zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben und gut durchpürieren. Eventuell noch etwas Eis hinzugeben, dann ist die Suppe sofort schön kalt. Wer keinen Standmixer hat schneidet das Gemüse besser extraklein, damit es sich leichter mit dem Pürierstab arbeiten lässt.
  3. Suppe abschmecken, eventuell nachwürzen und je nach gewünschter Konsistenz noch etwas Wasser zugeben. Suppe in den Kühlschrank stellen und kalt servieren.

Tipps:

  • Sind die Tomaten noch nicht ganz so aromatisch, hilft eine Prise Zucker
  • Die Säure des Essigs ist wichtig für den Geschmack der Tomaten. Hier kann ganz nach Vorliebe in der Menge oder Auswahl des Essigs variiert werden. (Ich habe momentan Birne-Quitten-Essig im Gebrauch)
  • Lecker als Beilage: Baguette, hartgekochte Eier oder guter Schinken

Macht garantiert Lustig-Kichererbsensalat

2014/01/24

Habt ihr euch nicht auch schonmal gefragt, warum Kichererbsen „Kichererbsen“ heißen? Mindestens genauso mysteriös ist deren englische Bezeichnung. Chickpeas, Hühnererbsen. Kichernde Hühner? Klingt auf jeden Fall nach einer ganzen Menge Spaß!

Wäre da nicht der stets besserwissende Spießer Wikipedia! Der sagt nämlich das Wort „Kicher“ kommt vom lateinischen „cicer“, was nichts anderes als Erbse bedeutet. Erbsenerbse, also. Wie langweilig und einfallslos. Da bleibe ich doch lieber bei den lachenden, dicken Erbsen und schmunzle mir einen leckeren Salat zusammen.

Neben den dickbäuchigen Kichererbsen aus der Dose ist er vollgepackt mit taufrischem, saisonalem Gemüse. Neben den Tomaten, die es mehr oder weniger jahreszeitenunabhängig zu kaufen gibt, dominieren hier vor allem Fenchel und Radieschen. Also eigentlich schon fast ein Frühlingssalat!

Kichererbsensalat-3 Kichererbsensalat-2Das Rezept ist angelehnt an eines vom großen Jamie Oliver, hier zu finden. Ich war eigentlich nie dem Hype um ihm verfallen, obgleich ich sein Art schon immer sympathisch fand. Seitdem ich allerdings per Zufall beim Durchschalten die Sendung „15-Minuten Küche“ von ihm entdeckt habe, bin ich schon ein bisschen verliebt in seine lässige Art des Kochens. „Laissez-faire-cuisine“ also.

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Schneller Flammkuchen mit Champignons

2013/11/28

Zugegeben, er sieht nicht besonders schick aus und von hoher kulinarischer Schule ist mein kleiner Flammkuchen sicherlich auch nicht. Sein Trumpf  jedoch ist, dass er unglaublich schnell aus dem Hut gezaubert ist und aufwendiger aussieht als nach 10 Minuten Zubereitungszeit.

Schneller ist kein Teig zubereitet als der des Flammkuchens. Mehl, Öl, Wasser und Salz sind ratz fatz zu einem soliden Teig vermischt. Kein minutenlanges Kneten, keine halbstündige Ruhezeit im Kühlschrank und erst recht kein stundenlanges Gehen an einem kuschligen Ort (Hefeteig, ich liebe dich wirklich sehr aber du brauchst so unglaublich lange) benötigt der Flammkuchenteig um zu gelingen. Das Ergebnis ist demnach simpel, aber mit den richtigen Zutaten belegt, einfach köstlich.

Flammkuchen_Pilz_2 Flammkuchen_Pilz_3

Zutaten:

Teig: nach diesem Rezept von chefkoch.de

  • 250 g Mehl
  • 2 EL Öl
  • 125 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz

Belag:

  • Eine Handvoll Champignons
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2 Becher Crème fraîche
  • 1 Paprika
  • frische oder TK-Kräuter (gemischt)
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver
  • Käse nach Belieben

Zubereitung:

  1. Backofen auf 250 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Alle Teigzutaten gut verkneten, der Teig sollte keinesfalls klebrig sein. Im Zweifelsfall noch etwas mehr Mehl zugeben. Teig dünn ausrollen.
  2. Crème fraîche auf dem Teig verteilen und mit Salz, Pfeffer und Kräutern würzen. Darauf das kleingeschnittene Gemüse geben und nochmals würzen. Obendrauf nach Belieben Reibekäse geben.
  3. 10-15 Minuten im unteren Teil des Backofens backen.

Knusprige Rosenkohltarte

2013/11/21

Rosenkohl.

Ehrlich gesagt, ich war nie ein großer Fan davon. In meinen Erinnerungen war er stets labberig, überkocht und schmeckte irgendwie muffig. Meist als Beilage zu einem deftigen Brocken Fleisch angeboten, war Rosenkohl stets das ungeliebte Anhängsel auf dem Teller. So viel zu meinen Erinnerungen. Lange ist’s her und da ich nicht sehr nachtragend bin, habe ich dem Rosenkohl nochmal eine Chance gegeben.

Wie gut, dass die kleine Knolle gerade Saison hat und damit günstig zu kaufen ist. Wie blöd, wenn man einfach nichts damit anzufangen weiß. So lag dann auch das Netz voll Rosenkohl erstmal drei Wochen im Gemüsefach des Kühlschranks, wartend auf eine zündende Eingebung meinerseits. Langsam wurden die ersten Blätter welk. Das ein oder andere Röschen musste sogar aussortiert werden. Also ran an den Kohl! Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

Rosenkohl_Tarte_1Von der Beilage zur Hauptzutat befördert, finden die grünen Knöllchen ihren Platz in einer Kruste aus dünnem, knusprigen Mürbeteig. Keine Spur vom weichen, überkochten Kohl mehr. Mal etwas Anderes ist auch die Senfsauce, in welcher die Röschen gebettet sind. Um den Kohlgeschmack dennoch nicht zu weit in den Vordergrund zu rücken, gibt ihm knackige, frische Paprika  gehörig Konter. Für ein bisschen Biss sorgen außerdem Sonnenblumenkerne, die der Tarte das Körnchen, äh Krönchen aufsetzen.

Das Rezept für den Mürbeteig habe ich aus meinem Provence-Kochbuch, deswegen nennen wir ihn auch ganz vornehm Pâte Brisée. Statt wie angegeben komplett Weizenmehl zu nehmen, habe ich die Hälfte durch Vollkornmehl ersetzt. Die leicht nussige Note des Vollkorns ergänzt sich perfekt mit dem Rosenkohl.

Doppelte Menge Pâte Brisée:

Ein Tipp ist es außerdem gleich die doppelte Menge an Pâte Brisée herzustellen, denn diese lässt sich super Einfrieren und ist dann einige Monate lang haltbar. So hat man bei der nächsten Tarte ganz schnell fertigen Teig bei der Hand und spart sich Arbeit. Wichtig ist, dass bei der doppelten Menge trotzdem nur ein Eigelb genommen wird. Da man ein Eigelb leider so schlecht teilen kann, habe ich für die im Rezept verwendeten Mengenangaben, nicht 1/2 Eigelb mit angegeben.  Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass das Ei dann nicht zu groß ist.

Rosenkohl_Tarte_2 Rosenkohl_Tarte_3

Zutaten (für 1 Tarteform):

Für den Teig (Pâte Brisée):

  • 140 g Mehl (ich habe Halbe Halbe Weizen- und Vollkornmehl genommen)
  • 120 g Butter
  • 1 Eigelb (von einem kleinen Ei, macht man die doppelte Menge trotzdem nur ein Eigelb, das jetzt auch größer sein kann, benutzen!)
  • 1 EL Wasser
  • 1 TL Salz

Für den Belag:

  • 150 g Rosenkohl
  • 1/2 Paprika
  • 1/2 Zwiebel
  • Sonnenblumenkerne
  • 2 Eier
  • 150 g Crème fraîche
  • 1 TL Senf (ich mag am liebsten körnigen)
  • Salz, Pfeffer
  • 1-2 EL Sonnenblumenkerne
  • evtl. Käse zum Überbacken

Zubereitung:

  1. Für die Pâte Brisée die zimmerwarme Butter cremig rühren. Das Mehl in eine große Schüssel sieben, in der Mitte eine kleine Mulde formen. In Diese die restlichen Teigzutaten hineingeben und einkneten. Wichtig ist hier, dass nicht zu lange und fest geknetet wird, sondern nur bis alle Zutaten gerade eben eine homogene Masse bilden. Den Teig zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie wickeln und für mindestens 2 Stunden oder über Nacht in den Kühlschrank stellen.
  2. Rosenkohl waschen, vom Strunk befreien, welke Blätter abschälen und längs teilen. Für etwa 6-7 Minuten in gesalzenem Wasser kochen. In der Zwischenzeit die Zwiebel kleinschneiden und im Öl glasig anbraten. Jetzt auch die kleingeschnittene Paprika dazugeben und bei niedriger Temperatur ca. 5 Minuten weiter braten.
  3. Die Eier verquirlen, mit Creme fraiche  und Senf verrühren und würzen.
  4. Den Teig nun aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer bemehlten Arbeitsfläche möglichst dünn ausrollen (kreisförmig). Die Tarteform mit Backpapier auslegen und den ausgerollten Teig hineingeben. Dabei die Ränder gut andrücken. Nun erst den Rosenkohl und darauf die Zwiebel-Paprika-Mischung hineingeben und mit der Eiersahne begießen. Als Topping mit Sonnenblumenkernen bestreuen. Wer will (und es sich erlauben kann) packt jetzt noch Käse obendrauf.
  5. Die Tarte nun im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 40-50 Minuten backen.

10 Gründe Suppe zu lieben (mit Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe)

2013/11/03

10 Gründe, warum ich Suppe liebe

  1. In den allermeisten Fällen ist eine Suppe ratz fatz aufgetischt. Für die Zubereitung braucht es selten länger als 45 Minuten.
  2. Suppe ist wunderbar vielseitig. Es gibt hunderte, ach tausend unterschiedlicher Rezeptkombinationen.
  3. Wenn es draussen klirrend kalt ist, wärmt eine gute, heiße Suppe wunderbar von innen auf.
  4. Suppen sind toll. Es gibt dicke Suppen, dünne Suppen, sättigende Suppen, Vorspeisen-Suppen, deftige und auch süße Suppen.
  5. Suppen liegen nicht so schwer im Magen, wie eine große Portion Nudeln (die ich aber auch nicht verachte).
  6. So eine Suppe eignet sich wunderbar zur Resteverwertung. Einfach alles in einen großen Topf schmeißen und sich überraschen lassen.
  7. Kalte Suppen gibt es auch! Mir kommt meine erste Gazpacho in den Sinn, die ich in einer lauen Sommernacht in Barcelona genossen habe.
  8. So ein Süppchen kocht sich fast von selbst! Nachdem fleissig das Gemüse geschnippelt wurde, muss man (fast) nur noch warten bis alles gar ist. Währenddessen lässt  sich die Zeit entspannt anderweitig vertreiben.
  9. Erinnerungen! Wenn ich als Kind krank war, hat meine Mutter mich oft mit einer kräftigenden Hühnersuppe versorgt. So umsorgt, fühlte ich mich dann gleich viel besser und fast schon wieder gesund.
  10. Was? Noch Suppe übrig geblieben? Kein Problem, denn Suppe lässt sich super einfrieren. Also am besten gleich die doppelte Menge zubereiten und beim nächsten Hunger einfach auftauen.

Lust auf Suppe?

Wie wäre es jetzt mit einer cremigen Süßkartoffel-Erdnuss-Suppe?

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Rezeptidee von foodnetwortk.com, allerdings etwas abgeändert.

Zutaten (für 2 Personen):

  • 1 große Süßkartoffel
  • 1 Stengel einer Staudensellerie
  • 1 Möhre
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • ca. 500 ml Brühe
  • 2 EL Erdnussmuß (zum kochen)
  • etwas Sahne
  • 1 Handvoll geröstete Erdnüsse
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • Salz, Pfeffer, gemahlener Chili

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und zerkleinern. Auch die Sellerie und die Möhre in kleine Stücke schneiden. Öl in einen großen Topf geben und das Gemüse darin ca. 5 Minuten bei mittlerer bis kleiner Hitze anbraten. Gegen Ende der Zeit die Knoblauchknolle pressen und mit dazugeben.
  2. Währenddessen die Süßkartoffel schälen, klein schneiden und schließlich mit in den Topf geben. Das Gemüse nun mit der Brühe übergießen und 20 bis 30 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
  3. Ist das Gemüse weich genug, kann es nun püriert werden. Jetzt die 2 EL Erdnussmuß (oder nach Geschmack mehr oder weniger) gut unterrühren. Schließlich die Suppe noch mit den Gewürzen abschmecken und mit einem Klecks Sahne und ein paar Erdnüssen obendrauf servieren.

Noch mehr Suppe gefällig? Hier geht’s zu meiner Roten Linsen Suppe oder zur Rote Bete Suppe.

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