Frühstück

Himbeer-Kokos-Smoothie

2014/01/05

Nicht nur, dass die letzten Wochen im Dezember das ein oder andere Kilogrämmchen zutage gefördert haben, auch ein gewisser Überdruss gegenüber Schokolade und anderen kapriziösen Süßigkeiten hat sich meiner bemächtig. Wie lange dieser Zustand anhält ist die Frage (wohl eher weniger lange). Wie gut, dass unser Süßigkeitenfach nach den Weihnachtsfeiertagen aus allen Nähten platzt. Wobei ich ehrlicherweise gestehen muss, dass Fach eine gutmütige Untertreibung für das kleine Schränkchen ist, in dem es jetzt vor Schokoladentafeln, Keksen und Gummitierchen nur so wimmelt.

Himbeer_Kokos_Smoothie_3Himbeer_Kokos_Smoothie_5bFest steht, dass mich stattdessen ein unbändiger Appetit auf Frisches überkommen hat. Fruchtige Beeren und säuerlich-saftige Zitrusfrüchte en masse wanderten beim allerersten Neujahrseinkauf in meine Tasche. Ich kann mich noch erinnern, dass ich im letzten Jahr zu genau dieser Zeit einen leidenschaftlichen Heißhunger auf alles zitronige hatte.

Aktuell sind es Himbeeren, von denen ich nicht genug bekommen kann. Pur esse ich sie nicht so gerne aber in Shakes, Desserts, Cremes und Kuchen machen sie sich meiner Meinung nach höchst passabel. Eine blitzschnelle und köstliche Art Himbeeren zu genießen ist der Himbeer-Kokos-Smoothie. Durch die Haferflocken ist er nicht nur lecker sondern auch etwas gehaltvoller als ein normaler Milchshake und somit auch ziemlich sättigend. Ich habe ihn mir zum Frühstück zubereitet! Das gewisse Extra ist dabei die Zugabe von Chia-Samen. Wer diese und ihre nicht-von-der-Hand-zu-weisenden Vorzüge noch nicht kennt, kann dies in meinen Beitrag zu Chia-Samen nachlesen.

Himbeer_Kokos_Smoothie_4bZutaten: (für 2 kleine Gläser oder 1 große Portion)

  • aufgetaute TK-Himbeeren, ca. 1 kleine Schüssel voll
  • 1 Becher (150g) Vollmilchjoghurt
  • 150 ml Milch
  • 2 EL Haferflocken
  • 4 EL Kokosflocken
  • 1 EL Chia-Samen
  • etwas Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel)

Zubereitung:

  • Alle Zutaten im Mixer (oder dem Pürierstab) pürieren.  Mit einigen zusätzlichen Kokosflocken bestreuen und genießen!

Honig-Mandel-Müsli

2013/11/08

Missmutige, müde Gesichter in der S-Bahn um halb sieben in der Früh. Kleine verquollene Augenpaare starren unter tief in das Gesicht gezogene Kapuzen in’s Leere. Manche fallen immer wieder zu, andere schlafen tief und fest. Eine Hand umklammert hilflos den Kaffeebecher aus Pappe in der Hoffnung, dass der Tag nicht so stressig wird wie der vorige.

Honig_Mandel_Müsli2

Ja haben die denn alle nicht gut gefrühstückt? Weiß denn Niemand wie wunderbar ein atemberaubendes Frühstück den Tag versüßen kann? Und nicht zu verachten: wer frühstückt, isst (will heißen nascht) nachweislich weniger den Rest des Tages! Wir halten also fest, ein ausgewogenes Frühstück hält lange satt und mach uns am Morgen fit und belastbar. Das sollte sich auch der langhaarige Mann mittleren Alters, der schräg gegenüber sitzt, hinter die Ohren schreiben, der sein Feierabendbierchen schon am Morgen genießt.

Ich hätte da einen Alternativvorschlag. Wie wär’s statt mit 0,4 Promille mit einem Knuspermüsli?

Honig_Mandel_Müsli

Rezeptinspiration

Zutaten für 1 Blech:

(trocken)

  • 250 g kernige  Hafer- oder Dinkelflocken
  • 60 g Mandelblättchen
  • 40 g Kokosraspeln
  • 80 g gehackte Walnüsse

(flüssig)

  • 50 ml Honig
  • 30 g brauner Zucker
  • 50 ml Sonnenblumenöl
  • 1/2 TL Zimt
  • 2 EL Wasser
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Backofen auf 150 Grad vorheizen. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel gut vermischen.
  2. Die flüssigen Zutaten in einem kleinen Topf unter gelegentlichem Rühren erhitzen und anschließend zu den trockenen Zutaten geben. Alles gründlich (am besten mit den Händen) durchmischen bis kleine Klümpchen entstehen.
  3. Die Müslimasse nun auf einem mit Backpapier belegten Backblech streichen und für ca. 40 Minuten in den Ofen geben. Wichtig ist, regelmäßig umzurühren. Das Müsli ist fertig, wenn es leicht gebräunt ist. Jetzt noch abkühlen lassen und in luftdichte Behälter füllen. Gegen Ende der Backzeit ist Vorsicht geboten, da das Müsli schnell anbrennen kann.

Schokoladiger Scheiterhaufen an einem Doppelwochenende

2013/10/31

Ein langes Wochenende.

Die Pendelei zeigt tatsächlich einmal ihre guten Seiten, zumindest indirekt. Da ich gerade in Berlin wohne aber im brandenburgischen Umland arbeite wird mir doppeltes Wochenendglück zu teil. Zwei mal zwei Tage frei! Der Reformationstag heute und ein anschließender „Brücken-Freitag“ machen es möglich. Ich bedanke mich ganz herzlich, denn ich fand ich schon immer, dass zwei Tage Wochenende einfach viel zu kurz sind.

Doch dieses Mal ist’s anders. Doppelte Erholung, doppeltes stundenlanges Schmökern in Zeitschriften und dem Internet und schließlich doppelte Zeit für’s Werkeln in der Küche. Vielleicht schaffe ich es sogar meinen Pullover fertig zu stricken?

Scheiterhaufen1

Was ich geplant habe? Vieles und nichts. Das Ziel für Donnerstag ist es, ein gutes Buch zu finden. Im Oktober bin ich nicht zum lesen gekommen.  Nicht ein Buch! So werde ich also vormittags ganz entspannt „in die Stadt“ schlendern und mich durch dick gestapelte Regale voller Geschichten wühlen,  die alle gelesen werden wollen. Am besten wäre eines jener Bücher, die man kaum aus der Hand legen kann. Eines, das einen richtig in den Bann zieht und in dem man sich förmlich vergraben kann (vorzugsweise unter einer dicken Kuscheldecke). Vielleicht mal wieder ein (Skandinavien-)Krimi?

Bis dahin läute ich das Doppelwochenenende mit einer doppelten Portion Süßem ein. Es gibt hier sonntags zum Frühstück oft Brötchen und so bleibt ab und an mal eines übrig. Lebensmittel werfe ich ungern weg, deswegen gab’s vor einer Weile schonmal ein ein Rezept zur Brotresteverwertung, den Pflaumenmichel. Nicht minder lecker geht es heute mit einem Verwandtem des Michels, dem Scheiterhaufen zu.

Der Scheiterhaufen besteht aus abwechselnd geschichtetem Obst und altbackenem Brot, welches mit einer süßen Eier-Milch-Masse übergossen und bei mittlerer Temperatur im Ofen gebacken wird. Hier gibt’s fruchtig-säuerliche Äpfel mit, denn das kann nie schaden, ein wenig  zartbittriger Schokolade. Diese schmilzt während des Backens  und zieht wunderbare Schokoladenspuren, die von gehackten Mandeln gekrönt werden. Mmmmmhhhhh.

Scheiterhaufen2Zutaten:

  • 1 bis 2 altbackene Brötchen (je nach Größe)
  • 1 bis 2 Äpfel (am besten leicht säuerlich)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 2 Eier
  • 100 ml Milch (wer will und darf, kann hier auch die Hälfte durch Sahne ersetzen)
  • 2 EL Zucker
  • 1/2 TL Vanilleextrakt (oder Äquivalent)
  • 40 g Zartbitterschokolade, gehackt
  • 1 EL gestiftete Mandeln

Zubereitung

  1. Zuerst die Brötchen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Jetzt die Äpfel waschen, in Spalten schneiden und mit Zitronensaft beträufeln. Eine kleine Auflaufform fetten und die Äpfel abwechselnd mit den Brotscheiben hinschichten. (Sodass das Brot und die Apfelspalte hochkant liegen).
  2. Milch, Zucker, Eier und die Vanille gut verquirlen und über die Brötchen und Äpfel gießen. Schließlich mit der gehackten Schokolade und den Mandelstiften bestreuen.
  3. Im vorgeheizten Backofen bei 170 Grad (Ober-/Unterhitze) für ca. 20-30 Minuten backen, bis die Eiermasse gestockt und das Brot leicht gebräunt ist. Wer will isst dazu noch Vanillesauce.

Frühstückspudding aus Chia-Samen

2013/09/30

Frühstückspudding aus was?

Ja, ich musste schon ein wenig überlegen, wie ich das heutige Rezept in einer möglichst schmackhaft klingenden Überschrift verpacken könnte.

Chia-Samen-Porridge. Meh.

Frühstücksbrei mit Chia-Samen. Sind die überhaupt für den menschlichen Verzehr geeignet?

Chia Schleim? Ausgeschlossen!

Was nach einem Lebensmittel klingt, nachdem sich nur Juterucksack-tragende Ökohipster im Prenzlauer Berg verzehren, scheint mir der neueste Trend im Foodie-Universum zu sein. Ich lese ganz gerne englischsprachige Blogs und drüben über’m großen Teich ist die grüne Foodbloggosphäre ganz verliebt in diese winzigen, unscheinbaren Samen. Als Wunderlebensmittel werden sie gepriesen, vollgepackt mit allen gesunden Inhaltsstoffen, die man sich nur vorstellen kann.

Das besondere an ihnen ist, dass sie nach einiger Zeit, Hokuspokus, in Flüssigkeiten eine Gel-artige Konsistenz bilden und so (zum Beispiel in der veganen Küche) wohl als Butter oder auch Ei-Ersatz verbacken werden können. Außerdem sollen sie 3 mal mehr Eisen als Spinat, 5 mal mehr Calcium als Milch und bitte festhalten, 15 (fünfzehn!) mal mehr Magnesium als Broccoli intus haben. Mein Haus, mein Auto, mein Boot.

Noch nicht überzeugt?

Dann hab ich noch was. Chia-Samen sollen Heißhungerattacken minimieren, reich an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren sein. Also bitte, wer es jetzt nicht probiert, der ist selbst Schuld. So gab ich mich also dem mutigen Versuch hin diese Wundersamen einmal selbst zu probieren. In den üblichen Kaufmärkten habe ich (noch?) keine Chia-Samen entdecken können, also habe ich kurzerhand welche über’s Internet bezogen (Naturya Natürliche Chia Samen, 1er Pack (1 x 300 g) über amazon*)

Chia_Pudding

Chia_Pudding2

Anstoß gegeben hat mir dieses Chia-Pudding Rezept von raisingheartyboys.com, denn was Kindern schmeckt, schmeckt auch mir. Wichtig ist, dass die Chia-Samen einige Zeit brauchen um mit der Flüssigkeit die typische, Gel-artige Konsistenz auszubilden. Idealerweise bereitet man deshalb das Ganze schon vor dem Zubettgehen zu und hat am nächsten Morgen im Prinzip seinen fertigen Chia-Pudding.  Tadaaa! Jetzt kann endlich mal der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Toppen was das Zeug hält. Jegliches Obst, Nüsse und Sirups sind zum Verfeinern geeignet. Ich habe mich für in Honig gebratene Bananen mit Zartbitter Raspeln entschieden. (Leider nichts für Tage, an denen es schnell gehen muss).

Zutaten:

  • 100 ml Hafermilch (oder Äquivalent)
  • 2 EL Chia-Samen
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel)
  • etwas geraspelte Zartbitterschokolade
  • 1 EL gehackte Haselnüsse
  • 1 Banane, die noch etwas fester ist
  • 1 EL Honig
  • etwas Öl

Zubereitung:

  1. Hafermilch mit den Chia-Samen, dem Agavendicksaft und dem Kakao gut verrühren. Mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
  2. Bananen in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in etwas Öl bei mittlerer Temperatur anbraten. Sind die Bananen schon etwas gebräunt mit dem Honig beträufeln und noch weiter braten, bis sie gut gebräunt sind.
  3. Zartbitterschokolade raspeln und zusammen mit den Haselnüssen und den gebratenen Honigbananen auf dem Chia-Pudding anrichten.

 

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Schoko Dattel Granola

2013/09/05

Grundrezept ist Rachel’s Granola von moey’s kitchen

Zutaten für 1 Blech:

  • 200 g kernige Haferflocken
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 75 g gehackte Haselnüsse
  • 25 g gehackte Walnüsse
  • 2-3 EL Kakaopulver zum Backen
  • einige getrocknete Datteln
  • 75 ml Sonnenblumenöl
  • 1 EL Agavendicksaft
  • 1 EL Honig
  • 25 g Zucker
  • 1 TL Zimt
  • Mark einer Vanilleschote (oder Konzentrat/Pulver)
  • 1 Prise Salz

Zubereitung:

  1. Datteln kleinschneiden und mit allen trockenen Zutaten (ausser Zucker und Gewürze) vermischen
  2. In einem Topf Öl mit Agavendicksaft, Honig, Zucker, Zimt, Vanille und Salz unter Rühren kurz aufkochen lassen
  3. Mit den trockenen Zutaten gründlich vermischen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech gleichmäßig verteilen
  4. Im Ofen bei ca. 160 Grad (Ober-/Unterhitze) bzw. 140 Grad (Umluft) ca.15 Minuten backen (Achtung hier! Da das Müsli durch die Schokolade an sich schon braun ist, kann man schlecht sagen ob/wann es anfängt anzubrennen. Lieber einmal mehr (mit der Nase) kontrollieren)

granola_schoko_dattel2

Das Müsli ist schnell gemacht und man kann es nach Wunsch variieren. Wer andere Nüsse mag tut diese rein.  Auch lecker im Müsli: Leinsamen, Haferkleie, Rosinen etc. Wer jeden Morgen Müsli ist, macht am besten gleich die doppelte Menge. Das Müsli ist gut verschlossen mindestens ein bis zwei Monate haltbar.

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