Entries from September 2016

Ein Spätsommer in Südfrankreich // St. Tropez, Grasse, Mougins, Nizza

2016/09/24

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Mitte September haben wir in Südfrankreich für 10 Tage ein altes Haus gemietet. Die Gegend: abgelegen, inmitten von schier endlosen Weinfeldern in hügeliger Landschaft. Mitten im Haut-Var, zwischen Mittelmeerküste im Süden und Verdonschlucht im Norden wurden die Tage abwechselnd verbracht mit Lümmeln am Pool bzw. wahlweise einfach mal „gar nichts“ machen und mit ausgedehnten Autotouren mal an die Cote d’Azur, mal in die Dörfer in die umliegenden Mittelgebirge.

Der erste und letzte Tag wurde in St.Tropez verbracht, ein Ort, der auf seltsame Weise den schmalen Grat zwischen Ursprünglichkeit und (Luxus-)Tourismus erfolgreich meistert. Irgendwie ist es ja auch unterhaltsam das Treiben auf den Bonzenjachten am Hafen bei einem Eis zu beobachten. Verliert man sich anschließend in der Altstadt, findet man sich zwischen Luxusläden und wirklich vielen schönen individuellen Shops wieder. Hier gibt es noch die traditionelle Boulangerie und auch Imbisse, in denen man für wenig Geld lecker essen kann. Ich könnte mir vorstellen hier nochmal einen Kurzurlaub zu verbringen.  Auf keinen Fall verpassen sollte man die Tarte tropezienne, ein Gebäck mit einer Art Briocheteig gefüllt mit einer süßen Creme und wahlweise noch mit Früchten serviert (Tarte tropezienne framboise war einfach nur himmlisch!!!). Es gibt eine Kette, die diesen Namen trägt und selbige Törtchen und andere schöne Sachen verkauft, aber prinzipiell gibt es die Tarte in fast allen Bäckereien an der Cote d’Azur.

Hinter St. Tropez auf einem Hügel liegt das Dörfchen Gassin, welches mit seinen verwinkelten Gässchen und schön begrünten Häusern einfach nur schön anzuschauen ist. Außerdem hat man einen fantastischen Blick auf das immerblaue Mittelmeer.

Einen anderen Tag ging es nach Nizza. Hier schlenderten wir entlang der berühmten Promenade Anglaise hinein in ein Wirrwarr von vielen Menschen (Touristen) und engen, schier unüberschaubaren Gassen. Nizza habe ich als sehr schön aber auch ziemlich hektisch empfunden. Da wir nur einen halben Tag da waren, haben wir uns einfach nur durch die Innenstadt treiben lassen und uns den Markt angeschaut. Nizza richtig erfasst habe ich in der kurzen Zeit sicherlich nicht, hierher würde ich gerne nochmal zurückkommen.

Dann waren wir noch in Grasse, der Parfumstadt, die ihre besten Tage sicherlich schon hinter sich hat. Ein wenig heruntergekommen wirkt Grasse aber irgendwie macht das sicherlich auch den Charme dieser kleinen Stadt aus. Überall gibt es Parfum- und Seifenläden. Das Parfummuseum fand ich ganz interessant (kann man sich angucken) aber deutlich mehr beeindruckt hat mich der Garten des Parfummuseums einige Kilometer außerhalb von Grasse. Hier hätte ich persönlich stundenlang umherschweifen können, um mich an den Blumen zu erfreuen. Leider war im September schon viel verblüht. Es gab zig verschiedene Rosen und auch ein großes Lavendelfeld (welches natürlich auch nicht mehr in Blüte stand). Im Frühsommer muss es hier noch schöner sein!

Fährt man vom Garten des Parfummuseums noch einige Kilometer weiter erreicht man das wunderschöne Bergdorf Mougins, welches auch nicht mehr weit von Cannes entfernt liegt. Das Dorf hat sich herausgeputzt, die Straßen sind sauber und hier gibt es  keine abgeblätterten Hausfassaden, wie in so vielen anderen Orten der Cote d’Azur. Das Dorf ist für seine zahlreichen Restaurants bekannt (und dafür, dass man sich während der Filmfestspiele in Cannes, gerne zum Dinner hier im Hinterland trifft). Ein Ort zum Verweilen!

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