Entries from Dezember 2015

Advent in Kopenhagen

2015/12/23

20151220-DSC_1039Trübe Tage und vor allem kurz sind sie. Schnee auch hier nicht in Sicht dafür weht ein kalter Wind herein vom Øresund und findet seinen Weg bis in die schmalen Gassen zwischen hohen Backsteinbauten. In den langen Nächten spendet Licht Trost. Ein warmer Schein aus dem Inneren der Zimmer füllt viele der großen Fenster aus. Manchmal lugt die Spitze eines Weihnachtsbaumes durch die Scheiben, Kerzen wohin das Auge blickt.

Ich habe mir dieses Jahr einen vorweihnachtlich, viertadventlichen Kurzurlaub in Kopenhagen gegönnt. Ganz alleine! Die Entscheidung kam spontan irgendwann im Anfangnovemberblues. Das dringende Bedürfnis nach ein bisschen Nordlichkeit hatte  Überhand genommen. Spaßenshalber also mal geguckt was so ein Flug nach Kopenhagen kostet- gar nicht so teuer!- nicht lange überlegt (Kopf ausschalten ist manchmal auch ganz gut) und kurzerhand geklickt. Gebucht! So einfach ist das.

Übernachten:

Zwei herrliche Nächte habe ich in dem Bed & Breakfast Sankt Annæ verbracht. Das St. Annæ ist eine sehr kleine Pension mit lediglich fünf Zimmern. Das Haus ist super schmal und es gibt nur je ein Zimmer pro Stockwerk (außer im Erdgeschoss). Die Zimmer sind extrem geschmackvoll eingerichtet (typisch dänisch). Eigentlich finden sich nur antike Möbel in den Zimmern, alte Holztische, echte Gemälde, knarrende Dielenböden.

Das Hotel liegt im schönen Stadtteil Christianshavn, von hier aus ist eigentlich alles gut zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad erreichbar. Billig ist es, wie überall in Kopenhagen, auch im St. Annæ’s nicht aber im Vergleich zu anderen Unterkünften auch nicht übermäßig teuer. Eine individuelle Bleibe die ich zu 100% weiterempfehlen kann.

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Café und Kuchen:

Ganz wichtig Verpflegung in Form von Kaffee (eigentlich immer teuer in Kopenhagen) und Gebäck.

  • Lagkagehuset: Gibt’s gleich mehrfach in Kopenhagen (praktischerweise auch gleich um die Ecke vom St. Annæ’s) und auch woanders in Dänemark. Wer die üppige Auslage im Schaufenster sieht wird nicht anders können als schnurstracks hinein zu spazieren. Alles was ich aß hat geschmeckt (Plunderteilchen, eine Art Franzbrötchen, Kuchen…)
  • The coffee collective / Jaegersborggade 10: Bester Kaffee. Punkt.
  • sweat treat / Sankt Annæ Gade 3A: Ganz kleiner Laden mit wirklich gutem Frühstück.

Sightseeing:

Ich war nicht allzu lange in Kopenhagen. Während ich mich am ersten Tag habe treiben lassen (einfach mal so ohne Ziel loslaufen), stand am zweiten Tag Tourikram auf dem Programm. Dafür habe ich mir eine schöne Rundroute ausgesucht:

Als allerallererstes habe ich mir den Nyhavn angeguckt. Das ist der kleine Kanal mit den vielen schmalen bunten Häusern- ein Motiv, das man von unzählichen Kopenhagenbildern kennt- natürlich habe auch ich ein Foto gemacht. Weiter ging es zum Rundetaarn, ein runder Turm ohne Treppen. Der damalige König (Christian IV.) wollte nämlich unbedingt mit dem Pferdchen oder der Kutsche hinauf um in die Sterne zu schauen. Der Weg  nach oben ist komplett gepflastert und führt in etwas über 200 m spiralförmig auf die Spitze, von der man einen schönen Blick über Kopenhagen hat. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Rosenborg Schloss. Man kann zwar reingehen und die königlichen Gemächer bestaunen, ich habe es aber bei einem Spaziergang durch die großzügig angelegte Parkanlage belassen. Bis zur kleinen Meerjungfrau ist es nun ein kleines Stück aber man passiert auf dem Weg dorthin wunderbare kleine Straßen mit vielen schmalen bunten Häusern (die alle höchst geschmackvoll geschmückt waren in der Vorweihnachtszeit). Die lille Havfrue ist dann doch wirklich sehr lille  und ich fand es irgendwie lustig, dass sie so viele Menschen davor gedrängelt haben um mal schnell ein Selfie mit der Kleinen zu machen.

Schließlich gibt es noch einige tolle Museen, in die es sich sicher lohnt hineinzugehen. Ich habe es leider nur in die Glyptothek geschafft, weil Montag ja alle Museen geschlossen haben. In der Glyptothek gibt es Gemälde (vor allem dänischer und französischer Maler) und auch archäologische Funkstücke, sowie eine überaus große Anzahl an Skulpturen aus der Zeit 3000 v.Chr bis 500 n.Chr. zu bestaunen. Gerne wäre ich noch in die Hirschsprung-Sammlung gegangen ( Gemäldesammlung), mir das Schloss Amalienborg angeschaut, in die königliche Bibliothek (der schwarze Diamant) gegangen und und und aber zweieinhalb Tage sind dann doch recht begrenzt

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Shopping: Kopenhagen ist ein Shopping-Mekka! Es gibt wirklich un-zählige kleine Läden voll hübscher Sachen, die man mal mehr, mal weniger braucht. Die Haupteinkaufsstraße ist die Strøget (=Strich) und ist mit etwa 2 kilometern die längste Fußgängerzone Europas. Hier gibt es alles, wirklich alles, was das Herz (vor allem das weibliche) begehrt. Während sich auf der Strøget eher die großen Ketten niedergelassen haben, finden sich in den Nebenstraßen zahlreiche individuelle kleine Shops.

Interieur:

  • Hay House /Østergade 61 und/oder Hay Mini Market / Pilestraede 29-31
  • Illums Bolighus / Amagertorv 10
  • Notre Dame / Nørregade 7
  • Stilleben / Niels Hemmingsens Gade 3
  • Retrovilla / Naboløs 1
  • Liebe / Kompagnistræde 23

Klamotten:

  • samsø samsø / Købmagergade 44 & Studiestræde 13 & Pilestræde 8C
  • & other stories / Amagertorv 29
  • COS / Østergade 33

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