Entries from November 2015

(f)eingemacht

2015/11/15

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Novembersturm.

Orange Blätter wirbeln in Spiralen dem Himmel entgegen, ein letztes Aufbäumen bevor der Winter sie (hoffentlich) unter einer dicken Schneeschicht begraben wird. Mit den goldenen Herbsttagen scheint es nun endgültig vorbei, die Luft ist nun deutlich kühler und riecht auch schon ein bisschen nach Winter.

Wie gut, dass ich mir ein bisschen Herbstgold in  kleinen Gläsern konserviert habe. Wilkommen im Club der Quittenliebhaber! Jedes Jahr auf’s neue stellt sich mir die selbe Frage wo ich die eigenen, gelben Früchte herbekommen soll. Irgendwie werde ich dann doch fündig und dann die nächste Grübelei (ich denke gerne nach)- was tun mit ihnen? Ich denke es ist nicht übertrieben, die Quitte als etwas anspruchsvoll zu bezeichnen. Roh ist sie nicht genießbar und auch gekocht oder gebacken muss man kräftig süßen, damit sie genießbar wird. Ist man so geduldig wird man jedoch belohnt mit einem sehr feinen, blumigen Aroma.

Habe ich mir letztes Jahr die Mühe gemacht und habe eine Quitten Frangipane Tarte gebacken und ebenso ein Crumble, geht es in diesem Jahr deutlich bodenständiger zu.  Der Klassiker, das Quittengelee beglückt nun vor allem am Wochenende meinen Gaumen.

Rezept:

  • 3 große Quitten
  • Saft einer halben Zitrone
  • Gelierzucker 2:1
  • 1 Zimtstange
  • 2 EL Honig
  1. Quitten waschen, mit dem Kerngehäuse in Stücke schneiden und rasch in eine Schüssel mit kaltem Wasser und dem Saft der Zitrone geben. Quitten kurz aufkochen lassen und dann bei geringer Temperatur 30-45 Minuten weich köcheln lassen.
  2. Anschließend den Quittensaft durch ein sehr feines Sieb oder über einem Haushaltstuch abgießen. Den Saft abmessen und mit dem Gelierzucker gemäß der Packungsanweisung, dem Honig und der Zimtstange etwa 4 Minuten kochen.
  3. Nach der Gelierprobe das Gelee in vorbereitete, sterilisierte Gläser füllen (ohne die Zimtstange) und fest verschließen.

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Novembergruß. Olivenölkuchen mit Schokoladensplittern und Walnüssen

2015/11/07

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/Novembergruß/

Mir scheint der November weiß noch gar nicht, dass es November ist. Nebelverhangene Sonnenaufgänge. Dann stille, kühle Herbstluft untermalt vom Rascheln der Blätter.  Der Himmel unglaublich klar. Alles riecht ein bisschen erdig und rau, auch ein bisschen feucht nach altem Laub, dass sich an den Wegrändern mit der Zeit sammelt. In diesen ersten Novembernachmittagen hat die Sonne überraschend viel Kraft gesammelt, so kann der Mantel nochmal offen getragen werden.

Dennoch mag ich auch den anderen November. Nebeltage, trüb und kalt. Aus dem Fenster geschaut wirkt die Welt dann immer ein bisschen melancholisch und nachdenklich. Drinnen hingegen mit heißem Tee und Kerzenschein sich Zeit nehmen. Grübeln, lesen oder einfach mal wieder einen Kuchen backen. In diesem Sinne habe ich zuletzt diesen „Coffee Cake“ gebacken, der übrigens auch ohne Kaffeebegleitung sehr gut schmeckt.

(sehr) frei nach diesem Rezept:

Zutaten:

  • 180 g Dinkelvollkornmehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/4 TL Salz
  • 70 g Olivenöl
  • 50 g Honig
  • 2 Eier
  • ein „guter Schluck“ Sahne
  • 100 g Zartbitterschokolade
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Ofen auf 175 Grad vorheizen, eine Kastenform buttern.
  2. Mehl, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen. Anschließend Olivenöl Honig und Sahne dazugeben, gut durchrühren (zum Beispiel mit dem Knethaken des Mixers). Schließlich die Eier einzeln unterrühren bis eine homogene Masse entstanden ist.
  3. Die Schokolade grob hacken, ebenso die Walnusskerne. Beides in einer Schüssel zusammen mit dem Zimt und Zucker gut mischen.
  4. Ein Drittel der Schokoladenmischung auf dem Boden der Kastenform verteilen, die Hälfte des Teiges darüber geben, ein weiteres Drittel der Schokolade darübergeben und schließlich den restlichen Teig darüber geben. Den Rest der Schokoladenmischung auf dem Teig verteilen.
  5. Im Backofen für etwa 45 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

 

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letzte Urlaubstage

2015/11/04

letzte Urlaubstage

Ein bisschen Wehmut.

Ein bisschen Wehmut darf man an seinem letzten Urlaubstag haben ohne weinerlich zu wirken, oder? Noch einmal nicht vom Handy geweckt werden, noch einmal nicht das Auto von einer Eisschicht befreien, noch einmal nicht von Kollegen (und Patienten) genervt werden, nur einen Tag noch keine Überstunden schieben.

Stattdessen: einen ausgedehnten Vormittagsspaziergang machen, das Laub zum rascheln bringen, bummeln, sich einen Mittagsschlaf genehmigen und stricken, währen im Hintergrund das Hörbuch läuft. Ein Hoch auf letzte Urlaubstage!

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