Meine Fotoausrüstung für die Food Photography

2015/02/02

In den letzten Monaten habe ich über die Basics der DSLR-Fotografie, Funktionen der DSLR-Kamera und darüber wie man den Fokus richtig setzt geschrieben. Jetzt möchte ich einen ganzen Post dem Foto-Equipment widmen. Dabei geht es nicht nur über die Kamera und deren Zubehör selbst, sondern auch um spezielle Helferlein für die Food Photography.

1. Die Kamera

Ganz klar, ohne Kamera keine Fotos. Vor drei Jahren habe ich in eine Spiegelreflexkamera investiert und es seitdem nicht bereut. Der kreative Spielraum dem einen so eine Kamera bietet ist einzigartig. Für den Anfang (und auch darüber hinaus) ist sicherlich jedes gängige Einsteigermodell geeignet, besonders Nikon und Canon werden glaube ich gerne gekauft.

Ich selbst besitze eine Nikon D3100 und bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Modell, auch wenn es mittlerweile schon wieder ein wenig veraltet ist. Es lohnt sich auch immer nach gebrauchten Kameras zu schauen und/oder einem Vorgängermodell des gerade aktuellen Modells der jeweiligen Marke, wenn man etwas Geld sparen will (das gilt insbesondere auch für Objektive!)

2. Welches Objektiv?

Mit der Kamera fängt zwar alles an aber ich persönlich finde das Objektiv noch wichtiger. Die schlechte Nachricht ist, Objektive sind mitunter genauso teuer (oder teurer) als die Spiegelreflexkamera selbst. Die gute Nachricht ist, dass das 50mm f/1.8 Objektiv, welches ein absolut tolles Anfänger- und Allroundobjektiv ist, das günstigste unter den Linsen ist.

Wer einmal ein gutes 50mm Objektiv benutzt hat, wird die Linse, die mit der Kamera kam (und meistens nicht so toll ist) kaum mehr benutzen. Ich nehme mein Kit-Objektiv gar nicht mehr und würde beim nächsten DSLR-Kauf auch nur noch den Kamera Body, ohne Objektiv, kaufen. Das gesparte Geld kann man dann gleich in ein wirklich gutes Objektiv stecken.

Das 50mm Objektiv eignet sich gut für Food-Fotos, Stillleben, Blumen und andere Objekte, sowie Portraits

50mm objektiv

Vor einiger Zeit habe ich mir noch ein 35 mm f/1.8 Objektiv gekauft, um etwas mehr Weitwinkel zu haben. Das heißt im Klartext bei gleichem Abstand zum Fotomotiv passen mehr Dinge auf das Bild als bei einem 50mm Objektiv.

Das 35mm Objektiv macht sich gut für Landschaftsaufnahmen aber auch Portraits, Objekte und Food-Fotos, wenn etwas mehr Raum auf den Bildern sein soll.

35 mm objektiv

24mm objektiv

Die drei Fotos habe ich alle von der selben Stelle, also immer im gleichen Abstand zum Motiv aufgenommen. Man kann gut erkennen, dass bei geringerer Brennweite der Bildauschnitt größer wird. 

 3. Kamera Ausrüstung

Stativ: Gerade für die Food Fotos nehme ich oft mein Stativ zu Hilfe. Die Fotos werden insgesamt schärfer und bei schlechten Lichtbedingungen (ich grüße dich grauer Februar!) kann ich die Belichtung verlängern ohne dass die Bilder verwackeln. Ich habe  mir einfach das billigste Stativ auf amazon gekauft und bin relativ zufrieden damit. Weil unsere Wohnung so klein ist, ist es allerdings manchmal recht sperrig. Irgendwann würde ich mir wahrscheinlich mal ein Kugelkopfstativ leisten, weil es von der Bauart her viel flexibler ist.

Diffusor/Reflektor: Ein Diffusor ist eine leicht transparente Folie oder Stoff, durch die das Licht fällt. Dadurch wird hartes Licht, wie z.B. direktes Sonnenlicht weicher und mehr verstreut. Das Motiv wird viel sanfter und gleichmäßiger beleuchtet. Als Diffusor eignet sich gut ein dünner Vorhang vor dem Fenster aber man kann die Scheiben auch mit Pauspapier abkleben.

diffusor

Ein Reflektor ist eine Folie, die das Licht reflektiert und zurück auf das Motiv wirft. So kann die Gegenseite der eigentlichen Lichtquelle (also bspw. die dem Fenster abgewandte Seite) auch ausgeleuchet werden, was wiederum den Schattenwurf minimiert. Reflektoren gibt es mit verschiedenen Beschichtungen, wie silber, gold, weiß oder schwarz. Der silberne Reflektor wird dabei eher ein kühles Licht auf das Motiv werfen, während der goldene eine warme Nuance hinzufügen wird. Reflektoren lassen sich auch leicht selber basteln, indem man zum Beispiel Aluminiumfolie auf eine großes Stück Pappe aufklebt.
ohne Reflektor silberner Reflektor

Links ohne Reflektor: Licht kommt von rechts, Schatten ist links. / Rechts mit Reflektor: Auch die Gegenseite ist jetzt gut ausgeleuchtet, das Motiv ist ingesamt heller und der Schatten ist nur noch schwach ausgeprägt.

Ich habe mit vor einiger Zeit ein zusammenfaltbares Diffusor-/Reflektor-Set gekauft, was relativ günstig war und auch nicht so viel Platz wegnimmt. Insbesondere den Diffusor benutze ich sehr häufig, weil unser Küchenfenster keine Vorhänge hat und ich so das Licht, was mir oft zu hart ist, besser kontrollieren kann. Die Reflektorseite benutze ich nicht ganz so häufig, weil ich im Moment natürliche Schatten und eine unaufgeregte Ausleuchtung am schönsten finde.

 

4. Zubehör speziell für die Food Photography

Hintergründe:

Okay. Am liebsten hätte ich einen alten Eichenholztisch vom Flohmarkt auf dem ich mein Essen in Szene setzen könnte. Leider habe ich weder den Platz noch das nötige Kleingeld für so einen antiken Schatz deshalb müssen andere Untergründe herhalten. Für einen Foodblogger habe ich wahrscheinlich recht wenig Hintergründe und am meisten nehme ich doch einfach unsere Arbeitsplatte in Marmoroptik in der Küche. Da das Licht dort nicht immer so gut ist habe ich mir aus dem Baumarkt dünne Sperrholzplatten besorgt (steht da meist beim Resteholz rum und kostet meist unter einen Euro das Stück) und die bepinselt oder mit Folie beklebt. Gibt’s praktischerweise alles im Baumarkt.

Props:

Ich glaub ich bin beim Lieblingsthema der meisten Foodblogger angelangt. Geschirr und Dekozeugs! Von Natur aus ist der gemeine Foodblogger hübschen Schüsselchen, antikem Besteck und Servietten aller Art verfallen und so auch ich. Allerdings finde ich es auch immer schön den Überblick zu behalten und nicht so viel Zeugs anzuhäufen (was leider nicht in allen Lebenslagen klappt).

Als Grundstock eignet sich meiner Meinung nach schlichtes weißes Geschirr am besten. Zusätzlich kann man dann „Eyecatcher“ in besonderen Farben und Mustern kaufen. Auch nützlich ist es eine kleine Auswahl an  Stoff-Servietten und Tischtüchern zu haben. Ich persönlich mag natürliche Stoffe wie Leinen und Baumwolle am liebsten. Auch gut macht sich eine große schlichte Tischdecke oder ein Lacken in weiß als Untergrund.

Einige Sachen konnte ich auch schon auf dem Flohmarkt erstehen, wie das Besteck. Es lohnt sich auf jeden Fall ab und zu auf dem Flohmarkt vorbeizuschauen, denn oft findet man alte Schätze, die das spätere Motiv das gewissen Etwas geben können.

props
besteck
schüsseln [

1 comment

  • Mia

    Zuerst einmal würde ich jetzt gerne vorbei kommen und dir dein Besteck klauen. Weil das aber natürlich nicht geht, hüpfe ich gleich schnell mal rüber zu Amazon und schaue nach solch einem Diffusor/Reflektor-Set. Meine Fotoausrüstung beschränkt sich nämlich ehrlich gesagt auf Kamera + Untergründe und Props ;)
    Liebste Grüße zu dir, Mia

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