Entries from Februar 2015

Möhrenkuchen mit Kokosraspeln

2015/02/28

Carrot Cake with Shredded Coconut

Die letzten Tage in Berlin begannen mit strahlendem Sonnenschein, der über die wenigen Grade auf dem Thermometer hinwegtäuschte. Der Himmel über der Stadt ist so blau, dass man meint der Frühling müsse jeden Moment durch die Ritzen in den Fenstern, in die kahlen Äste und auf die ausgetretenen Wege im Park dringen. Auch wenn man seinen Blick in die entgegengesetzte Richtung wended hinterlässt er erste Spuren. Eine Schnitzeljagt. Frühblüher, Krokusse und Schneeglöckchen, verstecken sich im Gras.

Möhrenkuchen mit KokosraspelnAuch mir kitzelt der Frühling die Nase. Der Duft von Hyazinthen und warmer Erde gepaart mit der Schärfe von jungen Radieschen und Frühlingszwiebeln. Endlich wächst das saisonale Angebot wieder und obwohl ich schon erste Erdbeeren in den Regalen erblicken konnte, habe ich doch meine Finger davon gelassen. Bis zum ersten Rhabarber und wirklich leckeren Erdbeeren wird es noch ein paar Wochen dauern. Bis dahin heißt es das Beste aus dem zu machen was da ist und was könnte denn besser auf den Frühling einstimmen als ein saftiger Möhrenkuchen?

Der Teig ist, abgesehen vom Raspeln der Möhren, wirklich schnell zusammengemixt. Man braucht nur eine große Schüssel, in der nach und nach alle Zutaten untergerührt werden und dann kann der Kuchen in den Ofen. Kein großer Aufwand aber ein wirklich ansehnliches Ergebnis.

hyazinthen

Kokosrapeln

Möhrenkuchen

Zutaten (für eine 22 cm Springform) abgewandelt nach einem Rezept von Donna Hay

Teig:

  • 200 g Rohrzucker
  • 170 ml Pflanzenöl (ich hab Rapsöl genommen)
  • 3 Eier
  • 70 g Joghurt 3,5% Fett (oder mehr)
  • 225 g Dinkelmehl
  • 1 1/2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1/4 TL Muskatnuss
  • Prise Salz
  • etwa 150 g geraspelte Möhren (ca. 5 mittelgroße Möhren)
  • 80 g Nüsse, gehackt (z.B. Walnüsse, Haselnüsse oder Pekannüsse)

Frosting:

  • 200 g Frischkäse
  • 100 g Puderzucker
  • 1 TL Zitronensaft

Topping:

  • Kokosraspeln

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. In einer großen Schüssel Zucker und Öl etwa 2 Minuten mixen. Die Eier und den Joghurt einzeln dazugeben und jeweils gut durchmixen. Mehl und Backpulver in die Schüssel sieben, Gewürze dazugeben und kurz durchrühren bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Schließlich die Möhren und Nüsse gleichmäßig unter den Teig heben. Den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und etwa 50 Minuten backen. Vor dem Rausnehmen die Stäbchenprobe machen. Ist noch Teig am Stäbchen den Kuchen noch etwas länger backen. Kuchen auskühlen lassen.

Für das Frosting den Frischkäse cremig rühren. Puderzucker darüber sieben und den Zitronensaft zugeben. Alles kurz durchrühren aber nicht zu lange, sonst wird das Frosting eher flüssig.

Die Kokosraspeln in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze und unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie goldbraun leuchten. Den abgekühlten Kuchen mit dem Frosting bestreichen und mit Kokosraspeln dekorieren.

Birnen Tarte mit Haselnüssen

2015/02/16

Birnen Tarte | Pear Tart

Es ist Zeit für Tarte.

Dabei lümmeln sich wohlig weiche Birnenspalten in einem Himmelbett aus Teig. Nicht zu süß, dafür ein wenig karamellig dank des Ahornsirups, der hier einen passablen Stellvertreter für den sonst üblichen Zucker abgibt. Am besten noch voller Ofenwärme mit einem großen Klacks geschlagener Sahne serviert, lässt das Törtchen ein seliges Gefühl zurück. Die letzten Krümel noch mit der Gabel aufsammeln, die übrig gebliebene Sahne vom Teller kratzen und dann vielleicht noch ein Stück?

Noch ein Stück vom goldbraunen Kuchenteig, noch ein Stück vom Sonntagsglück.

Sollte wider Erwarten noch ein bisschen Tarte übrig geblieben sein, so lässt sich das Sonntagsglück auch noch in den Montag hineinretten. Ein bisschen Birne, ein bisschen Nuss und kurz die Augen schließen.

pearsBirnen Tarte mit Haselnüssen und Ahornsirup


 

Rezept für eine kleines Backblech á etwa 18 x 27cm

(abgewandelt nach einem Rezept von Nigel Slater aus dem Buch tender Obst)

  • 90 g Butter, zimmerwarm
  • 70 g Ahornsirup
  • 2 Eier (Größe M)
  • 90 g Dinkelmehl Type 650 (kann auch durch Weizenmehl ersetzt werden)
  • 1 TL Backpulver
  • Einige Tropfen Vanilleextrakt
  • 1 Birne
  • Einige Spritzer Zitronensaft
  • Einige Haselnüsse, grob gehackt

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die weiche Butter in Stücke schneiden und mit dem Ahornsirup mixen bis eine homogene Masse entstanden ist. Die Birne in dicke Spalten schneiden, entkernen und in Zitronensaft schwenken damit sie nicht braun wird.

Die Eier einzeln unter die Butter-Ahornsirupmischung schlagen, anschließend das Mehl und Backpulver unterheben. Zum Schluss noch einige Tropfen Vanilleextrakt zugeben und den Teig in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kuchenform geben. Anschließen die Birnen und die Haselnüsse auf dem Teig verteilen und etwas andrücken.

Die Tarte für etwa 50 Minuten backen bis sie aufgeht und goldbraun leuchtet.

Birnen Tarte mit Haselnüssen | Pear Hazelnut Tart

Jedes Jahr ein Deckchen | Flowers in the Snow Granny Decke

2015/02/13

flowers in the snow blanket _week 2

Vor gut zwei Jahren habe ich mit dem Häkeln angefangen. Mein erstes großes Projekt war eine in Grüntönen gehaltene kleine Decke, die seither besonders gerne im Frühling raus gekramt wird um das Sofa zu zieren. Eine Funktion hat sie nicht wirklich ausser schön auszusehen.

Vor einem Jahr folgte meine Sommerdecke, die im Gegensatz zum Vorgänger als Unterlage für milde Sommerabende auf taunassen Parkwiesen ihren Einsatz hatte.

Auch dieses Jahr habe ich im Handarbeitsladen stundenlang Wollknäuel aneinander gehalten, verglichen, überlegt, weg gepackt und doch mitgenommen. Inzwischen ist die Decke nun zwei Wochen alt und man kann erahnen, wie das Gesamtwerk einmal aussehen wird. Ich bin gespannt und häkle fleissig weiter.

flowers in the snow blanket week 2_5

tea with granny

flowers in the snow blanket

Buchweizen Porridge mit Kokosmilch und Erdbeeren

2015/02/07

Buchweizen Porridge

Ein Frühstück, das schon ein wenig den Frühling anklingen lässt.  Ein bisschen gedulden müssen wir uns leider noch für frische Beeren aber im Buchweizen Porridge sehen die Kollegen aus dem Tiefkühlfach auch nicht schlecht aus. Im Gegensatz zum beliebten Haferflocken Porridge schmeckt die Variante mit Buchweizen deutlich herber, nussiger. Die Zubereitung ist aber mindestens genauso einfach wie beim herkömmlichen Porridge. Der Buchweizen wird über Nacht aufgeweicht und am nächsten Morgen einfach mit ein paar weiteren Zutaten in den Mixer geworfen. Ein Frühstück also, das wunderbar einfach gemacht ist.

buckwheat porridge

buchweizen


Ergibt eine Portion (Inspiration von hier)

  • 80 g Buchweizen + etwas Wasser
  • 50 ml Kokosmilch
  • eine Handvoll Erdbeeren
  • 3 EL Honig
  • ein paar Mandeln, gehackt

Am Abend vorher den Buchweizen mit Wasser bedecken und über Nacht einweichen lassen.

Am nächsten Morgen den Buchweizen gründlich mit kaltem Wasser abspülen. Zusammen mit einem guten Schuss Kokosmilch, einigen Erdbeeren und Honig in den Mixer geben und gründlich pürieren. Eventuell Abschmecken und etwas mehr Honig oder noch ein paar Beeren mit zugeben. Der Konsistenz sollte nicht zu flüssig sein

Die gehackten Mandeln kurz anrösten und zusammen mit einigen Erdbeeren auf das Porridge geben.

 

Meine Fotoausrüstung für die Food Photography

2015/02/02

In den letzten Monaten habe ich über die Basics der DSLR-Fotografie, Funktionen der DSLR-Kamera und darüber wie man den Fokus richtig setzt geschrieben. Jetzt möchte ich einen ganzen Post dem Foto-Equipment widmen. Dabei geht es nicht nur über die Kamera und deren Zubehör selbst, sondern auch um spezielle Helferlein für die Food Photography.

1. Die Kamera

Ganz klar, ohne Kamera keine Fotos. Vor drei Jahren habe ich in eine Spiegelreflexkamera investiert und es seitdem nicht bereut. Der kreative Spielraum dem einen so eine Kamera bietet ist einzigartig. Für den Anfang (und auch darüber hinaus) ist sicherlich jedes gängige Einsteigermodell geeignet, besonders Nikon und Canon werden glaube ich gerne gekauft.

Ich selbst besitze eine Nikon D3100 und bin nach wie vor sehr zufrieden mit dem Modell, auch wenn es mittlerweile schon wieder ein wenig veraltet ist. Es lohnt sich auch immer nach gebrauchten Kameras zu schauen und/oder einem Vorgängermodell des gerade aktuellen Modells der jeweiligen Marke, wenn man etwas Geld sparen will (das gilt insbesondere auch für Objektive!)

2. Welches Objektiv?

Mit der Kamera fängt zwar alles an aber ich persönlich finde das Objektiv noch wichtiger. Die schlechte Nachricht ist, Objektive sind mitunter genauso teuer (oder teurer) als die Spiegelreflexkamera selbst. Die gute Nachricht ist, dass das 50mm f/1.8 Objektiv, welches ein absolut tolles Anfänger- und Allroundobjektiv ist, das günstigste unter den Linsen ist.

Wer einmal ein gutes 50mm Objektiv benutzt hat, wird die Linse, die mit der Kamera kam (und meistens nicht so toll ist) kaum mehr benutzen. Ich nehme mein Kit-Objektiv gar nicht mehr und würde beim nächsten DSLR-Kauf auch nur noch den Kamera Body, ohne Objektiv, kaufen. Das gesparte Geld kann man dann gleich in ein wirklich gutes Objektiv stecken.

Das 50mm Objektiv eignet sich gut für Food-Fotos, Stillleben, Blumen und andere Objekte, sowie Portraits

50mm objektiv

Vor einiger Zeit habe ich mir noch ein 35 mm f/1.8 Objektiv gekauft, um etwas mehr Weitwinkel zu haben. Das heißt im Klartext bei gleichem Abstand zum Fotomotiv passen mehr Dinge auf das Bild als bei einem 50mm Objektiv.

Das 35mm Objektiv macht sich gut für Landschaftsaufnahmen aber auch Portraits, Objekte und Food-Fotos, wenn etwas mehr Raum auf den Bildern sein soll.

35 mm objektiv

24mm objektiv

Die drei Fotos habe ich alle von der selben Stelle, also immer im gleichen Abstand zum Motiv aufgenommen. Man kann gut erkennen, dass bei geringerer Brennweite der Bildauschnitt größer wird. 

 3. Kamera Ausrüstung

Stativ: Gerade für die Food Fotos nehme ich oft mein Stativ zu Hilfe. Die Fotos werden insgesamt schärfer und bei schlechten Lichtbedingungen (ich grüße dich grauer Februar!) kann ich die Belichtung verlängern ohne dass die Bilder verwackeln. Ich habe  mir einfach das billigste Stativ auf amazon gekauft und bin relativ zufrieden damit. Weil unsere Wohnung so klein ist, ist es allerdings manchmal recht sperrig. Irgendwann würde ich mir wahrscheinlich mal ein Kugelkopfstativ leisten, weil es von der Bauart her viel flexibler ist.

Diffusor/Reflektor: Ein Diffusor ist eine leicht transparente Folie oder Stoff, durch die das Licht fällt. Dadurch wird hartes Licht, wie z.B. direktes Sonnenlicht weicher und mehr verstreut. Das Motiv wird viel sanfter und gleichmäßiger beleuchtet. Als Diffusor eignet sich gut ein dünner Vorhang vor dem Fenster aber man kann die Scheiben auch mit Pauspapier abkleben.

diffusor

Ein Reflektor ist eine Folie, die das Licht reflektiert und zurück auf das Motiv wirft. So kann die Gegenseite der eigentlichen Lichtquelle (also bspw. die dem Fenster abgewandte Seite) auch ausgeleuchet werden, was wiederum den Schattenwurf minimiert. Reflektoren gibt es mit verschiedenen Beschichtungen, wie silber, gold, weiß oder schwarz. Der silberne Reflektor wird dabei eher ein kühles Licht auf das Motiv werfen, während der goldene eine warme Nuance hinzufügen wird. Reflektoren lassen sich auch leicht selber basteln, indem man zum Beispiel Aluminiumfolie auf eine großes Stück Pappe aufklebt.
ohne Reflektor silberner Reflektor

Links ohne Reflektor: Licht kommt von rechts, Schatten ist links. / Rechts mit Reflektor: Auch die Gegenseite ist jetzt gut ausgeleuchtet, das Motiv ist ingesamt heller und der Schatten ist nur noch schwach ausgeprägt.

Ich habe mit vor einiger Zeit ein zusammenfaltbares Diffusor-/Reflektor-Set gekauft, was relativ günstig war und auch nicht so viel Platz wegnimmt. Insbesondere den Diffusor benutze ich sehr häufig, weil unser Küchenfenster keine Vorhänge hat und ich so das Licht, was mir oft zu hart ist, besser kontrollieren kann. Die Reflektorseite benutze ich nicht ganz so häufig, weil ich im Moment natürliche Schatten und eine unaufgeregte Ausleuchtung am schönsten finde.

 

4. Zubehör speziell für die Food Photography

Hintergründe:

Okay. Am liebsten hätte ich einen alten Eichenholztisch vom Flohmarkt auf dem ich mein Essen in Szene setzen könnte. Leider habe ich weder den Platz noch das nötige Kleingeld für so einen antiken Schatz deshalb müssen andere Untergründe herhalten. Für einen Foodblogger habe ich wahrscheinlich recht wenig Hintergründe und am meisten nehme ich doch einfach unsere Arbeitsplatte in Marmoroptik in der Küche. Da das Licht dort nicht immer so gut ist habe ich mir aus dem Baumarkt dünne Sperrholzplatten besorgt (steht da meist beim Resteholz rum und kostet meist unter einen Euro das Stück) und die bepinselt oder mit Folie beklebt. Gibt’s praktischerweise alles im Baumarkt.

Props:

Ich glaub ich bin beim Lieblingsthema der meisten Foodblogger angelangt. Geschirr und Dekozeugs! Von Natur aus ist der gemeine Foodblogger hübschen Schüsselchen, antikem Besteck und Servietten aller Art verfallen und so auch ich. Allerdings finde ich es auch immer schön den Überblick zu behalten und nicht so viel Zeugs anzuhäufen (was leider nicht in allen Lebenslagen klappt).

Als Grundstock eignet sich meiner Meinung nach schlichtes weißes Geschirr am besten. Zusätzlich kann man dann „Eyecatcher“ in besonderen Farben und Mustern kaufen. Auch nützlich ist es eine kleine Auswahl an  Stoff-Servietten und Tischtüchern zu haben. Ich persönlich mag natürliche Stoffe wie Leinen und Baumwolle am liebsten. Auch gut macht sich eine große schlichte Tischdecke oder ein Lacken in weiß als Untergrund.

Einige Sachen konnte ich auch schon auf dem Flohmarkt erstehen, wie das Besteck. Es lohnt sich auf jeden Fall ab und zu auf dem Flohmarkt vorbeizuschauen, denn oft findet man alte Schätze, die das spätere Motiv das gewissen Etwas geben können.

props
besteck
schüsseln [

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