Toscakaka- Schwedischer Biskuitkuchen mit Mandel- und Kokoskrokant

2014/11/21

Schweden. Für mich sind das weite Wälder mit wenigen Menschen, kalte Seen, lange Winter, viel Natur aber auch moderne Städte mit weltoffenen Bewohnern. Ich weiß nicht so genau, was mich an der skandinavischen Lebensweise, denn auch Dänemark und Norwegen versetzen mich in Schwärmereien, so anspricht. Vielleicht ist es die „nordische Mentalität“. Kühl, distanziert aber dann sehr freundlich und hilfsbereit. Außerdem wissen die Skandinavier wie man gut isst. Es gibt eine Menge Köstlichkeiten, die ihren Ursprung in Skandinavien haben. Kanelbullar (Zimtschnecken), Lussekatter (Saffran Hefeteilchen) oder schwedischer Apfelkuchen sind nur ein paar Beispiele.

 

Glücklicherweise bin ich nicht allein mit meiner Skandi-Liebe, auch Natalie vom Holunderweg 18 freut sich über nordische Leckereien. Deshalb hat sie auch zum „Fika Blogevent“ aufgerufen. Eine Fika, das wusste ich auch nicht, ist eine schwedische Tradition in der Art von unserem Sonntagskaffee. Der entscheidende Unterschied ist, dass es so einer Fika herzlich egal ist um welchen Wochentag es sich handelt, schließlich kann man auch unter der Woche gut Kaffee und Kuchen zusammen genießen.

Ich habe mich für einen schwedischen Krokantkuchen entschieden, der dort unter dem Namen „Toscakaka“ bekannt ist. Es ist wirklich einer der fluffigsten Kuchen, die ich jemals gegessen habe. Der Biskuitteig wird durch die Buttermilch richtig schön luftig und weich. Noch dazu ist er mit einer dicken, gebräunten Krokantschicht aus Mandeln und Kokosraspeln bedeckt, die richtig schön knackt, wenn man mit der Gabel durchsticht. In Schweden selbst macht man das Krokant nur mit Mandeln aber ich fand die Mischung mit Kokosraspeln noch interessanter.

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 (mitte: Frühling in Südschweden)

(Mal wieder) nach einem Rezept aus dem Buch „Scandilicious Baking“ von Signe Johansen

Teig:

  • 3 Eier
  • 125 g Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 1/2 TL Feines Meersalz
  • 75 g Butter, zerlassen
  • 75 ml Buttermilch

Krokant:

  • 125 g Butter
  • 125 g Muscovado Zucker
  • 75 g gehobelte Mandeln
  • 75 g Kokosflocken
  • 50 ml Milch
  • 1 TL Feines Meersalz
  • 1/2 TL Vanilleextrakt

Ofen auf 170 Grad (150 Grad Umluft) vorheizen und eine Springform (23 cm) fetten.

Eier, Zucker und Vanilleextrakt in einer großen Schüssel zu einer hellen, schaumigen Masse schlagen. In einer kleineren Schale das Mehl, Backpulver und Salz mischen. Abwechselnd die zerlassene Butter, die Buttermilch und die trockenen Zutaten zu der Eiermasse geben und mit einem Löffel unterheben, bis ein homogener Teig entsteht.

Den Teig in die vorbereitete Springform füllen und vorsichtig glatt streichen (bzw. die Form kurz auf die Arbeitsfläche schlagen). 25-30 auf der mittleren Schiene backen bis der Kuchen hellbraun und noch etwas weich ist.

Das Krokant sollte nach der halben Backzeit vorbereitet werden, damit es rechtzeitig fertig ist. Dazu alle Zutaten in einen mittelgroßen Topf geben und unter ständigem Rühren langsam auf niedriger bis mittlerer Hitze erwärmen. Die Masse 3-4 Minuten köcheln lassen, damit sie etwas eindickt.

Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, anschließend die Temperatur auf 220 Grad (Umluft 200 Grad) erhöhen. Die weiche Krokantmasse nun über den Kuchen geben und evtl. vorsichtig glatt streichen, dann den Kuchen zurück in den Ofen geben. Auf der oberen Schiene den Kuchen nun 10 Minuten fertig backen bis das Krokant knusprig und gebräunt ist.

Den Kuchen etwas abkühlen lassen, dann ein Messer vorsichtig zwischen Krokantrand und Kuchenform entlangfahren damit es nicht festklebt. Ganz vorsichtig den Kuchen aus der Form lösen und auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

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2 comments

  • Tinka

    Hallo!!
    Das ist ja witzig, ich wollte gerade Deinen Blog in meine Leseliste eintragen, da sehe ich Deinen lieben Kommentar! Ich bin begeistert von Deinem Rezept, das mach eich sicher mal!!!
    LG
    Tinka

  • Sarah

    Wooow, sieht der Kuchen super aus. Ich liebe Schweden gerade auch wegen der tollen Gebäckkleinigkeiten. Knusper klingt super. :) Scandilicious Baking” kannte ich noch gar nicht, da muss ich gleich mal stöbern gehen. :)
    Hab ein schönes Wochenende.
    Liebe Grüße
    Sarah

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