Waldspaziergang & Apfel-Blaubeer-Crumble

2014/09/29

Gehört ihr vielleicht zu den Menschen, die es nicht abwarten können bis die anstehende Jahreszeit so richtig aus sich heraus kommt?

Mitten im Winter kann ich es kaum abwarten bis die Sonne die ersten Sommersprossen rauskitzelt und junge, saftig grüne Blätter die noch kahlen Äste zieren. Zieht sich der Sommer bis in den September würde ich am liebsten schon in voller Herbstgarderobe durch die Stadt streifen und mit meinen schweren Stiefeln das Laub zum Rascheln bringen.

So richtig angekommen ist der Herbst noch nicht. Ein Beispiel: bei unserem Waldspaziergang, ich bestens ausgerüstet mit Wollpullover und Schal, ist es im Verlaufe des Mittags so warm geworden, dass wir uns Jacke und Schals entledigen mussten. Pilze gab’s auch keine, das hat uns der Förster höchspersönlich bestätigt („Pilze? Nee, hier gibt’s dieset Jahr keene Pilze. Hier nich!“) als er uns auf dem schmalen Waldweg mit seinem Hund auf dem Beifahrersitz zufällig entgegenkam. Dann halt die letzten Blaubeeren und ein paar Äpfel. Und Hagebutten. Zwei Pilzchen sind’s dann am Ende doch geworden!

appletree

wood

[row_fluid][one_half] drops [/one_half][one_half] still life [/one_half][/row_fluid]

Äpfel und Blaubeeren? Das schreit förmlich nach einem Crumble, in das man ja bekanntlich alles reinwerfen kann.

Das Crumble ist nach keinem bestimmten Rezept zubereitet und eigentlich gibt es hunderte von tollen Apfelcrumble-Rezepte da draussen. Die Streusel mache ich meist nach Gefühl, diesesmal habe ich aber extra abgemessen. Die Streusel sollten nicht zu fest und auch nicht zu weich sein. Ich habe sie mit relativ viel Butter gemacht, es war immerhin Sonntag als das Crumble auf den Tisch kam! An die Streusel könnt ihr auch gehackte Nüsse ranmachen, die Haferflocken weglassen und stattdessen mehr Mehl nehmen oder umgekehrt und und und. Wenn ich Äpfel in ein Crumble tue, dann dünste ich sie vorher gerne in ausreichend Butter a la Nigel Slater und seinem großartigen Apfel Crumble. Damit der austretende Obstsaft beim Backen nicht zu flüssig wird, gebe ich meist noch etwas angerührte Stärke zum Obst. Wenn die Streusel oben schön braun sind und das Obst fleissig blubbert, ist das Crumble fertig. Fast genauso wichtig wie das Crumble an sich ist, dass es unbedingt noch warm gegessen werden muss. Dazu ein Klecks Sahne, ein wenig Vanillesauce oder einfach pur!

hände 1

apple-blueberry-crumble pin

Zutaten:

Füllung

  • 3 mittelgroße Äpfel
  • 100 g Blaubeeren
  • 1 EL brauner Zucker
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Stärke + 2 EL Wasser (wer hat: 2 EL Apfelsaft)

Streusel

  • 150 g Mehl
  • 100 g Butter, weich
  • 70 g brauner Zucker
  • 1/2 TL Zimt

Zubereitung:

  1. Für die Füllung die Äpfel würfeln. Butter in der Pfanne zerlassen und Apfelwürfel und Zucker darin etwa 5 Minuten dünsten. Die Äpfel sollen nicht zu weich werden. Stärke mit kaltem Wasser anrühren und zu den Äpfeln geben. Äfpel mit den Blaubeeren mischen.
  2. Für die Streusel alle Zutaten zu Streuseln formen.
  3. Eine geeignete Form oder mehere kleine Förmchen fetten und erst die Obstmischung, dann die Streusel hineingeben. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad Heißluft/ 180 Grad Umluft etwa 25-30 Minuten backen. Das Crumble ist fertig, wenn die Streusel gebräunt sind und die Obstfüllung ein bisschen blubbert. Noch warm mit Vanillesauce, Sahne oder Eis servieren!

6 comments

  • Theresa

    ach, du Liebe, deine Bilder machen Lust, sofort ein Picknickkörbchen zu packen und hinaus aus der Stadt in den Wald zu fahren. Wie schön das gerade jetzt ist, durch die bunten Blätter zu streifen und den Herbst zu riechen – und vor allem bei diesem traumhaften Wetter heute! Was Crumble betrifft, bin ich außerdem voll und ganz bei dir, er geht einfach immer und immer wieder. Die Streusel mache ich mittlerweile fast nur noch aus Kokosöl, das ist auch sehr lecker und voller guter Zutaten. Das Andünsten der Äpfel muss ich auf jeden Fall einmal ausprobieren – wenn du und Nigel das macht, kann das nur gut sein! :) Liebe Grüße zu dir und eine herrliche Herbstwoche!

    • christine

      Kokosöl habe ich mir jetzt auch angeschafft. Nicht, dass mich Kokosgeschmack in einem Crumble stören würde aber ich könnte mir schon denken, dass die Kokosnote doch relativ dominant ist, oder?

  • fantas-tisch

    So stimmungsvoll, deine Bilder!
    Obwohl mir inzwischen nach Herbst ist,
    genieße ich die warmen Nachmittage
    im Tshirt, soaking up the sun!
    Zu unseren Crumble-Streuseln gebe ich
    gerne Cashewnüsse :)

    Liebe Grüße zu dir, liebe Christine!

    Anke

    • christine

      Cashewnüsse sind auch fein! Nüsse sind sowieso immer gut, ich gebe sie zu so vielen Rezepten mit dazu. Kuchen, Franzbrötchen, Brot…

      Du hast natürlich Recht, die letzten warmen Tage sollte ich auf jeden Fall noch genießen aber ich bin momentan wirklich jeden Tag auf’s neue überrascht wie mild es noch ist. Vorgestern war so ein dunkler Tag, buchstäblich grau in grau aber dennoch, das Thermometer hat an den 20 Grad gekratzt!

  • julia I mintlametta

    jahreszeitenteschnisch geht es mir genauso wie dir. und auch bei uns ist der herbst noch nicht so richtig da. ich freue mich aber schonmal auf die einstimmung auf diesen – mit deinem crumble – wunderbar lecker kommt er daher! – liebe grüße julia

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