Entries from Juli 2014

Koldskål mit gerösteten Haferflocken

2014/07/30

Findet ihr es auch so interessant wie ich während des Urlaubs in anderer Länder Supermärkten zu stöbern?

Vor zwei Jahren habe ich dabei in Dänemark zum ersten Mal die Koldskål entdeckt. Damals stand ich ziemlich ratlos aber neugierig vor den zahlreichen Milchprodukten im Kühlregal, deren Namen und Zutaten sich mir dank mangelnder Dänischkentnisse leider nicht erschlossen.

Koldskål med Tykmaelk og Aeg, aha. Zudem mit 20 g Minikammerjunkere, ach so ist dasPudding? Milch? Etwas dazwischen? Und was könnten wohl Kammerjunkere sein.

Neugier und Appetit siegten und so stellte sich heraus, dass Koldskål nichts anderes als Kaltschale bedeutet und zudem überaus lecker schmeckt. Im damaligen Fall enthielt diese Dickmilch (Tykmaelk) und Ei (Aeg). Dazu gab’s 20 g leckerer kleiner Kekschen aus Mürbeteig (=Kammerjunkere). Google sagt, dass unsere dänischen Freunde die süße Milchsuppe gerne im Sommer zu jeder beliebigen Tageszeit essen. Dort gibt es sie meist fertig in verschiedenen Geschmacksrichtugen  zu kaufen.

Hier leider nicht, deswegen habe ich mir meine eigene kleine Koldskål-Version zusammengemixt, die ich seitdem gerne an heißen Tagen löffel. Dazu wird ein wenig Buttermilch mit Joghurt verrührt, was meiner Meinung nach Geschmack und Konsistenz ohne den Einsatz von Ei am nähsten kommt. Die Kaltschale kann statt Zitrone auch mit etwas Vanille zubereitet werden.

Wer noch die Kammerjunkere dazu essen möchte, der macht einfach einen süßen, vanilligen Mürbeteig (wie für Plätzchen), formt diesen zu einer Rolle und schneidet davon kleine Stücke ab. Bei mir gibt’s stattdessen geröstete Haferflocken in Honig dazu.

blaubeeren

Zutaten:

  • 200 ml Buttermilch
  • 100 g Joghurt pur
  • Saft einer halben Zitrone
  • 2-3 EL Zucker
  • 150 g Haferflocken
  • 1 EL Honig
  • Beeren oder anderes Obst

Zubereitung:

  1. Die Haferflocken mit dem Honig gut vermengen und in einer Pfanne auf mittlerer Hitze einige Minuten rösten, bis sie sich braun verfärben. Dabei unbedingt öfter umrühren, da die Haferflocken schnell anbrennen können.
  2. Für die Kaltschale Buttermilch, Joghurt, Zitronensaft und Zucker gut verrühren.
  3. Kaltschale, Blaubeeren und Haferflocken zusammen servieren.

koldskal pin

Zucchini Basilikum Frittata

2014/07/27

Rezepte, die besonders einfach sind und/ oder außergewöhnlich wenig Zutaten brauchen aber trotzdem phänomenal schmecken mag ich sehr. Klar esse ich auch gerne aufwändige Gerichte oder die Ratatouille, die allein schon eine Handvoll verschiedenes Gemüse enthält und mindestens nocheinmal so viele Kräuter und Gewürze. Aber manchmal liegt der Reiz auch darin aus eben wenigen Zutaten ein anspruchsvolles Gericht zu kochen.

frittata2

So eine Frittata ist meiner Meinung nach ein Paradebeispiel eines solch simplen Gerichtes. Der Teig besteht nur aus Eiern. Frisches, saisonales Gemüse und ein paar gute Gewürze verwandeln ihn in ein geschmackliches Erlebnis. Lässt man die Grundzutaten Salz, Pfeffer und Öl außer Acht, dann besteht die Zucchini-Basilikum-Frittata hier nur aus sechs Zutaten.

Die Zuchhini ist selbst angebaut, riesengroß und ein Geschenk (ich träume immer noch von einem eigenen Garten).  Sie allein schon macht aus der Frittata ein leckeres Sommergericht. Durch eine kräftige Prise Knoblauch und viel Basilikum schmeckt sie vielleicht ein bisschen so, wie ich mir einen italienischen Sommer vorstelle.

zucchini frittata pin

Zutaten für 1 Person:

  • 200 g Zucchini
  • 1/2 Zwiebel
  • 1/2-1 Knoblauchzehe (nach Geschmack)
  • 3 Eier
  • etwas Milch
  • eine Handvoll Basilikum (TK oder frisch)
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Öl

Zubereitung:

  1. Zuchhini und Zwiebeln klein schneiden, Knoblauch pressen und alles kurz in Olivenöl anschwitzen
  2. Eier mit Milch, Basilikum und Gewürzen verquirlen
  3. Alles zusammen in eine kleine Auflaufform geben und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad (Heißluft) etwa 20-25 Minuten backen, bis das Ei stockt

sommerregen collage

Johannisbeer Tarte

2014/07/25

Nach gefühlt sich endlos aneinanderreihender Tage und Nächte niederdrückender Hitze hat uns im Nordosten Deutschlands auch endlich ein bisschen Regen erreicht. Ich sage endlich, denn es braucht auch mal ein wenig Zeit zum Luft holen im Hochsommer. Es tut gut, sich nachts mal wieder ordentlich zudecken zu können (ich schlafe viel schlechter, wenn ich keine Decke habe) und auch wieder einen langärmligen Pullover zu tragen. Die Luft ist frisch und auch die Bäume und Sträucher draussen atmen erleichtert auf.

johannisbeer tarte pinBei Temperaturen unter 30 Grad trau‘ ich mich auch wieder den Backofen anzuheizen, wenn auch nur für eine ganz zarte, leichte Sommertarte. Nur eine dünne Millimeterschicht Johannisbeeren macht sich auf knusprigem Mürbeteig breit. Ein einfaches Rezept!

Ich mag Mürbeteig sehr, nur die Zubereitung ist immer etwas nervig deswegen gibt es ihn hier viel zu selten. Doch wie es so ist im Leben je öfter ich ihn mache, desto leichter geht er mir von der Hand. Ich glaube die Quintessenz ist es nur ganz kalte Zutaten zu nehemen und den Teig so wenig wie möglich mit den Händen zu kneten. Beim Ausrollen nach der Ruhezeit sollten Arbeitsfläche, Teigrolle und nicht zuletzt die eigenen Hände sehr gut gemehlt werden, dann klebt der Teig auch nicht zu stark und die Verarbeitung wird um einiges leichter.

johannisbeer tarte collage 1

Zutaten:

  • 150 g Mehl
  • 100 g kalte Butter + etwas Butter zum Fetten einer Tarteform
  • 50 g Zucker (Teig) + 10 g Zucker (Johannisbeeren)
  • 1-2 EL eiskaltes Wasser
  • 250 g Johannisbeeren
  • Johannisbeerkonfitüre (bzw. weitere Johannisbeeren und Gelierzucker)

Zubereitung:

  1. Für den Mürbeteig Mehl, Butter, Zucker und kaltes Wasser mit dem Knethaken zu Streuseln verrühren, dann kurz mit den Händen zu einem Teigball formen. In Frischhaltefolie eingewickelt eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. In der Zwischenzeit die Johannisbeeren mit einer Gabel von den Zweigen befreien und zusammen mit 10 g Zucker in einer Schüssel durchziehen lassen. Einige Johannisbeeren mit einer Gabel zerquetschen.
  3. Falls ihr die Marmelade selber machen wollt: Die gewünschte Menge Johannisbeeren und Gelierzucker zusammen aufkochen (ich habe 350 g Johannisbeeren + 50 ml Roséwein mit 250 g Gelierzucker {2:1} eingekocht) etwa 4 Minuten sprudelnd kochen lassen und in saubere Gläser füllen.
  4. Teig aus dem Kühlschrank nehmen und auf einer großzügig bemehlten Arbeitsfläche kreisförmig (3-4 mm) ausrollen. Den Teig in die gefettete Tarteform legen, mit einer Gabel mehrere Löcher reinstechen und bei 180 Grad (Heißluft) 10 Minuten vorbacken. Wenn noch Teig übrig ist, dann können aus diesem Verzierungen für die Tarte geformt werden, wie bei mir die Blätter.
  5. Erst die Johannisbeerkonfitüre, dann die Johannisbeeren auf dem Boden verteilen und die Tarte für weitere 35-40 Minuten bei 180 Grad backen

johannisbeer tarte collage 2

Salted Caramel Iced Coffee

2014/07/19

Ich weiß ja nicht, wie es euch in den letzten Tagen ging aber ich vegetiere hier schon so ein bisschen vor mich hin. Ich liebe den Sommer, die Gerüche, die abendliche Geräuschkulisse in den städtischen Hinterhöfen und natürlich die große Obst- und Gemüseauswahl. Doch die Hitze, die Hitze macht mich momentan ziemlich träge und schlapp. An besonders heißen Tagen begleitet mich gerne mal ein dumpfer Dauerkopfschmerz vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Zwischendurch mal ein kühler Regenguss, die Wohnung endlich mal durchlüften das wäre gut.

iced coffee salted caramel pin

Herzlichen Glückwunsch wer bis hierher gelesen hat und noch nicht von meiner Jammerei abgeschreckt wurde. Der Sommer hat ja auch seine guten Seiten und gegen die Kopfschmerzen hilft bekanntlich ein wenig Koffeein. Deshalb mache ich mir an besonders heißen Nachmittagen gerne mal einen eisgekühlten Espresso, der den Kopf wieder richtig frisch macht!  Hier habe ich ihn mit Karamellmilch gemacht. Wer es weniger aufwendig mag, nimmt einfach Kondensmilch oder auch normale Milch und etwas Zucker dazu.

Zutaten:

  • starker Espresso
  • Eiswürfel
  • 50 g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 50 ml Sahne
  • 50 ml Milch

Zubereitung:

  1. Espresso kochen und abkühlen lassen
  2. Für die Karamellmilch den Zucker karamellisieren lassen. Dabei den Zucker gleichmäßig in einer Pfanne/ einem Topf verteilen und unter mittlerer Hitze flüssig werden lassen. Wichtig: dabei nicht umrühren. Am Anfang wird lange nichts passieren aber dann wird der Zucker ratz fatz flüssig und dunkel. An diesem Moment den Zucker kurz vom Herd nehmen und die Sahne + Milch + Salz unter ständigem Rühren (mit einem Holzlöffel) vorsichtig hinzugeben. Achtung: der Zucker kann spritzen, Verbrennungsgefahr. Den Topf wieder auf die Herdplatte setzen und so lange rühren bis sich die gebildeten Karamellklumpen wieder verflüssigt haben. Evtl. noch etwas einkochen lassen und in ein sauberes Glas/ eine Flasche füllen. Abkühlen lassen.
  3. Zum Servieren ein Glas mit Eiswürfeln füllen und zur Hälfte mit kaltem Espresso aufgießen, Karamellmilch hinzugießen und sofort (vielleicht mit einer Kugel Vanilleeis) servieren

salted caramel iced coffee 2

 

DSLR Basics Teil 3 | Richtig Fokussieren

2014/07/18

Letzte Woche ging’s um die Einstellungen und Belichtungsmodi eurer DSLR-Kamera. Heute dreht sich alles um den Fokus!

Wer kennt das nicht? Unscharfe Bilder, die einem erst später beim Durchsehen der Bilder auf dem PC auffallen. Leider ist es so, dass auf dem Kameradisplay die Motive immer etwas schärfer aussehen als sie es tatsächlich sind, deshalb ist exaktes scharf stellen auch so wichtig! Für das richtige Fokussieren sind zwei Einstellungen bedeutsam. Einmal der Fokus selbst und einmal das Fokusmessfeld also der Bereich des Bildes, in dem scharf gestellt werden soll.

 

Die Fokusarten

fokus

AF-A
(Autofokus-Automatik)
Kamera wählt automatisch zwischen AF-S (unbewegtes Motiv) oder AF-C (bewegtes Motiv)
AF-S
(Einzel-Autofokus)
Für unbewegte Motive, die Schärfe ändert sich nach dem ersten Scharfstellen nicht mehr
AF-C
(Kontinuierlicher Autofokus)
für sich bewegende Motive, die Kamera versucht den Fokus mitzuführen
MF
(Manueller Fokus)
Der Fotograf stellt selber scharf

Manchmal kann die Kamera nicht automatisch scharf stellen, weil

  • wenig Kontrast zwischen Motiv und Hintergrund herrscht (z.B. Motiv und Hintergrund in der selben Farbe oder Fotografieren bei Dunkelheit)
  • das Motiv aus regelmäßigen geometrischen Mustern besteht (z.B. in der Architekturfotografie)
  • sich das Motiv halb im Schatten befindet
  • das Motiv viele kleine Details enthält (z.B. eine Blumenwiese)

Der Autofokus

Der Autofokus wird scharf gestellt, wenn der Auslöser zur Hälfte durchgedrückt wird (meist hört man dabei den Motor der Kamera arbeiten).  Auf dem Display erscheint dann meist ein kleines Rechteck (oder mehrere kleine Kästchen, je nach Kamera), welches das Messfeld (= der Bereich auf den scharf gestellt wird) kennzeichnet. Es befindet sich meist in der Mitte/ im Vordergrund des Bildes, kann aber mit den Pfeiltasten auf der Rückseite der Kamera verschoben werden. Das ist hilfreich, wenn ihr auf Dinge fokussieren wollt, die sich nicht im Vordergrund/ in der Mitte des Bildes befinden.

fokusmessfeldbsp

beispielAuf dem Bild könnt ihr sehr gut erkennen, wie der unterschiedlich gesetzte Fokus wirkt. Während im linken Bild die Betonung auf den Blaubeeren liegt, werden im rechten Bild die Blümchen betont.

 

 Der Manuelle Fokus

Der manuelle Fokus eignet sich sehr gut für sogenannte still-life-Aufnahmen (ich benutze ihn für alle meine Food-Fotos) oder für schwierige Lichtsituationen (s.o.) in denen der AF-Modus der Kamera nicht mehr gut funktioniert. Dafür müsst ihr am Rand des Objektives den kleinen Schalter von A auf M stellen und auch auf dem Display auf MF stellen.

Es gibt auch Objektive, die haben keinen Automatikfokus und müssen deshalb von Hand scharf gestellt werden. Für das manuelle scharf stellen dreht man das Objektiv am Fokusring bis der gewünschte Bereich im Display oder Sucher scharf abgebildet wird.

fokusring

 

Die Messfeldsteuerung

messfeldsteuerung

EinzelfeldDer Benutzer wählt mit den Pfeiltasten das Messfeld aus und die Kamera stellt nur im ausgewählten Bereich scharf für unbewegte Motive
Dynamisches MessfeldDer Benutzer wählt das Messfeld selbst aber die Kamera stellt weiter scharf, wenn sich das Objekt aus dem Messfeld herausbewegt (bei AF-A/AF-C)für sich unkontrolliert bewegende Motive
Automatisches MessfeldKamera erkennt das Motiv automatisch und wählt das Fokusmessfeld aus

[highlight]Das Messfeld ist u.a. der Bereich des Bildes, in dem scharf gestellt werden soll.[/highlight]

Das Messfeld ist nur für die Autofokusarten von Bedeutung, da ihr beim manuellen Fokussieren ja selbst festlegt wo und was scharf abgebildet werden soll. Wie ihr in der Tabelle sehen könnt, gibt es verschiedene Arten das Messfeld festzulegen.

Manchmal hat man das Problem, dass die Kamera es nicht schafft auf den gewünschten Bereich scharf zu stellen (vor allem, wenn sich dieser Bereich an der Seite oder im Hintergrund befindet). Hier kann man versuchen den Fokusspeicher zu aktivieren. Dazu positioniert ihr das gewünschte Motiv im Messfeld und stellt scharf (=Auslöser halb drücken). Als nächstes drückt ihr, mit weiterhin halb gedrücktem Auslöser, auf die AF-L/AF-S Taste. Den Auslöser könnt ihr nun wieder los lassen, während die AF-L/AF-S Taste gedrückt gehalten wird. Jetzt könnt ihr euer Bild so ausrichten wie ihr wollt, ohne dass sich der vorher festgelegte Fokus (und die gemessene Belichtung!) verändert.

Klingt kompliziert, ist es aber nicht- einfach mal ausprobieren!

 

Fazit

Für meine Food Fotos benutze ich in 99,9 % der Fälle den manuellen Fokus, weil es einfach viel schneller und präziser geht den Fokuspunkt zwischen Vorder- und Hintergrund zu variieren (und weil mein Lieblingsobjektiv sowieso nur manuell funktioniert). Es ist allerdings wichtig zu wissen, dass je weniger Tiefenschärfe (verschwommener Hintergrund) ihr habt (=je größer die Blende ist / kleine Blendenzahl), desto kleiner der scharfe Bereich ist. Das heißt bei weit offener Blende ist es schwieriger exakt zu fokussieren.

Was auch zu unscharfen Fotos führen kann, ist eine zu lange Belichtungszeit bzw. wenn die Kamera beim Auslösen zu stark bewegt wurde. Das Foto sieht dann komplett verwackelt aus. Solche Verwackelungen passieren gerne mal, wenn es schon etwas dunkler ist und die Kamera die Belichtungszeit verlängert (Im P- oder A-Modus). Hier kann man versuchen den ISO-Wert zu erhöhren oder/und die Kamera auf einem (evtl. improvisiertem) Stativ zu platzieren. Nicht zuletzt sollte kann versuchen die Belichtungszeit zu verkürzen.

Hier geht’s zu:

Brombeer-Melonen-Cocktail | alkoholfrei*

2014/07/13

Happy Hour und das am Sonntag!

Immerhin handelt es sich hierbei und keine gewöhnliche Happy Hour und wenn wir mal ehrlich sind ist das auch kein normaler Cocktail, um den es heute geht. Vielmehr gibt es heute super frisch gepressten Saft aus dem unverhofften Traumpärchen Brombeere und Wassermelone. Was für eine sommerlich-frische Laison! Und was für Potential, ich denke da an Obstsalate, Eissorten und sogar Marmeladen.

Für noch einen kleinen Extrakick sorgt der Minzsirup, der dem Sommercocktail seine unvergleichliche Note aufdrückt. Wenn das Rezept auch auf den ersten Blick etwas umständlich wirkt, so lohnt es sich definitiv diesen erfrischenden Cocktail zu probieren. Wer dennoch zu faul ist den Saft extra durch ein Tuch zu pressen (wer kann es euch verdenken?) der lässt den Saft ungepresst und trinkt die Brombeer-Melonen-Kombo einfach als Smoothie!

brombeer-melonen-cocktail-pin

Inspiration waren die Blackberry-Sage-Spritzer von Joylicious

Zutaten (für 4 kleine Gläser)

  • 250 g Brombeeren
  • 1/4 Melone
  • eine Handvoll Minzblätter
  • 50 g Zucker
  • 60 ml Wasser
  • Eiswürfel
  • evlt. Mineralwasser oder wer mag Wodka

Zubereitung

  1. Für den Minzsirup, Zucker und Wasser unter Rühren aufkochen lassen. Gehackte Minzblätter hinzugeben und für einige Minuten auf kleiner Hitze simmern lassen. Vom Herd nehmen und abkühlen lassen.
  2. Melone klein schneiden, zusammen mit den Brombeeren und dem Sirup in den Mixer geben und durchmixen. Den Saft durch ein sehr feines Sieb oder durch ein mit einem Baumwolltuch ausgelegtes Sieb laufen lassen (bzw. pressen), sodass die Melonen-und Brombeerkerne zurückbleiben.
  3. Gläser mit Eiswürfeln füllen und mit dem Saft aufgießen. Wer mag kann für etwas Sprudel Mineralwasser hinzugeben. Die Harten unter euch nehmen Wodka.

brombeer-melonen-cocktail-3

DSLR Basics | Lerne deine Kamera kennen (und lieben)

2014/07/11

Juhu, es ist Freitag und das heißt es ist Zeit für für ein bisschen DSLR Basics!

Die richtige Lichtquelle, die Blende, die Belichtunsgzeit und den ISO-Wert habe ich letzte Woche knapp und knackig vorgestellt (Automatik aus! 5 Basics, die du über deine DSLR wissen musst). Heute geht es zugegebenermaßen ein bisschen trockener zu aber das Thema ist deshalb nicht weniger wichtig. Es geht um die wichtigsten der vielen kleinen Knöpfe, Hebel und Einstellungen an der Kamera.

(Ich habe eine Nikon aber bei den meisten Kameramodellen ist der Aufbau sehr ähnlich)

Ich denke am Anfang ist es wichtig die verschiedenen Modi der Kamera kennenzulernen.

 

Die Aufnahmemodi

(sie lassen sich mit dem Modus-Wählrad einstellen)

kamerafunktionen1

 

  • M ->Manuelle Steuerung. Alle Parameter werden von Hand eingestellt (also Blende, Belichtungszeit, ISO-Wert, Weißabgleich etc.). Ich persönlich benutze den M-Modus meist nur zusammen mit einem Stativ und wenn ich viel Zeit habe. Für den Anfang würde ich ihn auch nicht empfehlen, weil relativ schnell Fehler passieren können. Am Ende ist man mit 90 % der gemachten Bilder nicht zufrieden und verliert schlimmstenfalls die Lust an der Fotografie (alles selbst erlebt). Ich denke es ist besser zuvor die Halbautomatik-Einstellungen kennenzulernen.
  • A/ Av -> Aperture (=Blende). Der A-Modus ist ein Halbautomatik-Modus, bei dem der Fotograf die Blendenöffnung festlegt, während die Kamera den Rest erledigt. Parameter wie ISO-Wert, Weißabgleich etc. können geändert werden aber eben nicht die Belichtungszeit. Den A-Modus benutze ich für die meisten meiner Bilder wenn es schneller gehen muss oder ich unterwegs bin.
  • S/ Tv -> Shutter Speed (=Belichtungszeit). Der S-Modus ist ebenfalls ein Halbautomatik-Modus, bei dem der Fotograf die Belichtungszeit selbst festlegen kann, die Kamera erledigt den Rest. Trotzdem können Änderungen am ISO-Wert und anderen Parametern (nur eben nicht die Blende) getätigt werden. Der S-Modus ist gut geeignet um bewegte Objekte festzuhalten. Soll die Bewegung fließen (Belichtungszeit lang) oder lieber einfrieren (Belichtungszeit kurz)?
  • P -> Programmautomatik. Das böse P-Wort ;) Obwohl der Automatikmodus in der DSLR-Fotografie ziemlich verteufelt wird, eignet er sich doch ganz gut für schnelle Schnappschüsse, wenn man keine Zeit hat groß an den Belichtungsparametern rumzuschrauben und man einfach schnell mal „draufhalten“ möchte
  • Die Motivmodi -> Die kleinen Symbole am Einstellrädchen kennzeichnen ganz bestimmte Motivmodi wie Portraits, Makro-Aufnahmen, Landschaftsaufnahmen etc. Meiner Meinung nach sind auch diese eher für „überlegte“ Schnappschüsse geeignet. Denn wozu hat man eine tolle (und teure) DSLR, wenn man deren kreatives Potential gar nicht ausschöpft?

 

Das Display

DisplayDSLR

Auf dem Display werden unter anderen die festgelegten Einstellungen angezeigt und man hat die Möglichkeit bestimmte Parameter zu ändern.

Von oben links im Uhrzeigersinn:

  • Oben links wird der Kameramodus angezeigt (A-, S-, M- oder P-Modus)
  • Mittig auf dem Display werden Belichtungszeit (hier 2″) und Blende (hier F8) angezeigt
  • Ganz oben in der Leiste auf der rechten Seite findet man die Bildqualität und Bildgröße des resultierenden Bildes. Hier kann man auch einstellen zwischen jpeg- und raw-Datei, was später bei der Bildbearbeitung eine Rolle spielt.
  • Weißabgleich (hier auf Automatik). Meist gibt es neben der Automatik voreingestellte Weißabgleichprogramme für verschiedene Lichtsituationen wie direktes Sonnelicht, bewölkter Himmer, Kunstlicht etc. Natürlich ist es auch möglich den Weißabgleich manuell festzulegen.
  • ISO-Wert -> wichtig für die Belichtung des Bildes
  • Fokusart -> hier gibt es meist mehrere Fokusarten zur Auswahl. Es gibt mehrere Automatikfokusarten (AF) , die je nach Auswahl für bewegte oder unbewegte Motive geeignet sind. Selbstverständlich gibt es auch hier die Möglichkeit manuell scharf zu stellen (MF)
  • Messfeldsteuerung -> zeigt an, wie das Messfeld für den Automatikfokus gewählt wird. Hier gibt es meist die Möglichkeiten zwischen Einzelmessfeld, dynamischem Messfeld und automatischem Messfeld zu wählen. Bei der Auswahl spielt es eine Rolle, ob sich das Motiv (unkontrolliert) bewegt oder nicht.
  • Belichtungsmessung -> hier kann man meist zwischen Matrix-, Mittenbelichtungs- und Spotmessung wählen. Je nachdem für welchen Modus man sich entscheidet, wählt die Kamera anhand der Helligkeitsverteilung, Farbe und Bildaufbau die Belichtung.
  • Belichtungskorrektur -> Diese lässt sich separat an der Kamera einstellen, wenn das Motiv zu hell oder dunkel wiedergegeben wird. Der Knopf, bei meiner Nikon oben rechts neben dem Auslöser, ist meist mit Av und einem Plus-und Minussymbol beschriftet. Soll das Bild heller gegeben werden muss ein positiver Korrekturwert, also plus xx, eingegeben werden.
  • Blitzbelichtungskorrektur -> hiermit wird der Blitz, der von der Kamera vorgeschlagen wird, verändert
  • Graphische Darstellung von Blende und Belichtungszeit

 

Puh ist das viel! Am Anfang habe ich wirklich immer alles vergessen. Besonders für das Zusammenspiel zwischen Blende und Belichtungszeit habe ich ewig gebraucht, um es wirklich zu verstehen!

Am Anfang reicht es aus viele von diesen Parametern erstmal in irgendeiner Form auf Automatik zu stellen und sich eben lieber mit Blende und Belichtungszeit vertraut macht. Trotzdem will ich euch nicht verschweigen, welche von den Funktionen ich persönlich am wichtigsten finde (blaue Box).

 

Zusammenfassung:

ModusWas wird eingestellt?Für welche Aufnahmesituationen?
P (Programm)automatische Einstellung von Blende und Belichtungszeit
Andere Parameter können verändert werden (ISO, Fokus etc.)
Für spontane Schnappschüsse
S (Blendenautomatik)Belichtungszeit manuell
Blende automatisch
Andere Parameter können verändert werden
Festhalten von bewegten Objekten
Bewegungen einfrieren -> kurze Verschlusszeit
Bewegungen fließen lassen -> längere Verschlusszeit
A (Zeitautomatik)Blende manuell
Belichtungszeit automatisch
Andere Parameter können verändert werden
Für fast alle Motive geeignet, insbesondere unbewegte Objekte
Unscharfer Hintergrund -> Blende auf (f/2)
Scharfer Hintergrund -> Blende zu (f/8)
M (Manuell)Belichtungszeit und Blende manuell
alle anderen Funktionen ebenfalls manuell
Für schwierige Lichtbedingungen

[alert_box style=“info“ close=“no“ custom_class=““]Tipps

  • Sofern man keinen manuellen Weißabgleich macht, finde ich den automatischen Weißabgleich am originalgetreusten. Ich habe auch das ein oder andere Mal versucht mit den anderen Weißabgleichmodi zu fotografieren, war aber mit dem Ergenis nie wirklich zufrieden, weil mir die Farben einfach zu sehr verfälscht waren.
  • Der ISO-Wert ist ein Muss und kann großen Einfluss auf die Belichtung eurer Bilder haben, deshalb würde ich ihn immer manuell einstellen.
  • Auch die Belichtungskorrektur kann die Fotoqualität entscheidend verbessern und sie ist so einfach einzustellen.
  • Noch ein Wort zum Fokus. Ich fokussiere bei still-life-Aufnahmen fast immer manuell aber ich denke hier ist man mit dem ganz normalen Autofokus (AF-A) gut bedient. Wichtig ist hier jedoch das korrekte Messfeld festzulegen um mehr kreativen Spielraum beim fokussieren zu haben (mehr dazu nächstes Mal).
  • Im Zweifelsfall immer ausprobieren, korrigieren und viele, viele Fotos schießen

[/alert_box]

Viele von den oben genannten Punkten sind nochmal für sich genommen große Themen, deshalb konnte ich vieles nur anschneiden. Über die ein oder andere Funktion (Fokussieren, Weißabgleich, die Belichtung im Detail etc.) wird es demnächst noch Beiträge geben. Also bleibt dran!

Ich hoffe, ich konnte dem einen oder anderen DSLR-Rookie ein wenig weiterhelfen, viel Spaß beim Fotografieren!

Den Sommer einfangen mit Stachelbeer-Pfirsich-Marmelade

2014/07/09

Schon wieder ein Pfirsich-Rezept! Dass ich von den saftig, goldenen Früchten momentan nicht genug bekommen kann ist wohl kein Geheimnis aber findet ihr nicht, dasss reife Pfirsiche zu 100% nach Sommer schmecken?

Vom Einser-Schüler zum Problemkind in meiner Küche, den Stachelbeeren. Auf Stachelbeer-Baiser-Kuchen, der Paradedisziplin der eigenwilligen Beeren, hatte ich irgendwie keine Lust und traurigerweise gingen mir da auch schon die Ideen aus (die Internetsucht ist Schuld!).

pfirsich stachelbeer marmelade 2

Tage vergingen. So eine Stachelbeere wird ja auch nicht frischer mit der Zeit, da hilft eigentlich nur noch Einkochen. Eigentlich keine schlechte Idee, ist doch mein letztes Mal Marmelade Machen schon erschreckend lange her. Schließlich haben wir Sommer, wann Marmelade machen, wenn nicht jetzt? Und überhaupt, warum nicht die sauren Stachelbeeren mit den supersüßen Pfirsichen kombinieren?

Da ist er also mein Sommer im Glas, meine Stachelbeer-Pfirsich-Marmelade. Und tatsächlich, die süß-saure Kombination ist ein einfach der Traum eines jeden Frühstückstisches (Bescheidenheit ist nicht meine Stärke).

Weil ich gerne mit Photoshop spiele habe ich noch an ein paar goldigen Etiketten getüftelt, die ihr gerne ausdrucken könnt, wenn ihr mögt. Es gibt eine Stachelbeer-Pfirsich- und eine Blankoversion, für eure ganz persönliche Sommermarmelade.

pfirsich stachelbeer marmelade 3Zutaten:

  • Pfirsiche und Stachelbeeren im Verhältnis 1:1 | Ich habe je 200 g genommen, was für 2 Mini- sowie ein „normales“ Glas gereicht hat
  • 1:2 Gelierzucker | 1:1 ist mit oft zu süß, deshalb nehme ich meistens 1:2 oder 1:3, die Zahlen beziehen sich auf das Verhältnis Zucker zu Obst, sprich ich habe 200 g Gelierzucker auf 400 g Obst genommen

Zubereitung:

  1. Die Pfirsiche sehr klein schneiden und die Stachelbeeren (am besten per Hand) von den Stielansätzen befreien. Zusammen mit dem Gelierzucker in einen großen Topf geben
  2. Unter ständigem Rühren das Obst nun aufkochen lassen und weitere 4 Minuten kochen. Gelierprobe* machen: wird die Marmelade schon fest? Wenn ja, in saubere, vorher heiß ausgespülte Marmeladengläser füllen.

*In diesem Beitrag habe ich beschrieben, wie man eine Gelierprobe macht (ganz nach unten scrollen, gleich unter dem Punkt Zubereitung)

 [highlight]Etiketten[/highlight]

Einfach raufklicken, es öffnet sich dann ein extra Fenster mit den Etiketten in Originalgröße (für ein queres A6-Format).

sommer im glas etiketten blanko vorschau sommer im glas etiketten vorschau

Seid ihr auch Freunde von Freebies im Internet? Hier sind noch ein paar weitere, kostenlose Etiketten, die ihr euch zuhause ausdrucken könnt.

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Noch mehr kostenloses Zeug gefällig? Wer möchte, kann meinem freebie-board auf pinterest folgen.

pfirsich stachelbeer marmelade 4

Pfirsich-Blaubeer-Crumble mit Zitronenmelisse

2014/07/06

Ich gestehe: ich habe eine klitzekleine Schwäche für süße, warme Gerichte. Milchreis, Grießbrei (die beiden Klassiker!), Quarkauflauf oder auch Hefeklöße sind schon seit meiner Kindheit immer wieder gern gesehene Gäste auf meinem Teller. Sie spenden Trost, vertreiben Kummer und sorgen für eine wohlig, warme Geborgenheit.

crumble hoch hellerAber auch deren amerikanische Pendants wie Cobbler oder Crumble sind ganz und gar nicht zu verachten! Das Crumble ist eigentlich ein halber Streuselkuchen, geht aber viel schneller und schmeckt am besten warm aus dem Ofen.

Momentan könnte ich in goldgelben, saftigen Pfirsichen baden so lecker finde ich sie. Da kam mir die Idee für ein sommerliches Knuspercrumble mit Pfirsichen, Blaubeeren (eine leckere Kombination übrigens!) und frischer Zitronenmelisse.

pfirsich blaubeer crumble 3

salbei blogInspiration von der amerikanischen Über-Hausfrau Martha Steward

Zutaten für 2Portionen:

Für die Füllung:

  • 3 Pfirsiche
  • eine Handvoll Blaubeeren (ein Hoch auf meine exakten Mengenangaben!)
  • 2-3 TL abgeriebene Zitronenschale
  • 2-3 EL Zitronensaft
  • 30 g Zucker
  • 2 TL Stärke
  • einige Blätter Zitronenmelisse, gehackt (auch gut: Minze!)

Für das Topping:

  • 30 g brauner Zucker
  • 40 g Haferflocken (ich habe körnige genommen)
  • 60 g Mehl
  • 40 g Butter, weich

Zubereitung:

  1. Pfirsiche in Spalten schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten für die Füllung in eine Auflaufform geben. Etwa 20 Minuten ruhen lassen.
  2. Für das Topping alle Zutaten in eine Schüssel geben und vermegen (geht mit dem Mixer oder mit den Händen) bis kleine Krümel entstehen. Diese auf die Füllung geben.
  3. Im vorgeheizten Ofen bei 190 Grad 40-50 Minuten backen. Wird das Crumble oben zu braun, dann mit Alufolie abdecken. Das Crumble ist fertig, wenn die Füllung anfängt zu blubbern und die Krümel leicht gebräunt sind.

crumble4Mit diesem sommerlichen Rezept nehme ich Teil an der süßen Aktion von der lieben Frau Knusper, die auf ihrem Blog dem Knusperstübchen ganz viele Rezepte für einen Knuspersommer sucht. Die Aktion geht noch bis zum 20. Juli und sie freut sich über viele tolle Beiträge.

knuspersommer

 

 

Automatik aus! 5 Basics, die du über deine DSLR wissen solltest + Infografik

2014/07/04

Heute geht’s um ein Thema, welches mir neben dem Kochen und Backen sehr am Herzen liegt – die Fotografie.

Fangen wir gleich an! Es geht um die 5 wichtigsten Dinge, die du über das Fotografieren mit einer Spiegelreflexkamera wissen solltest um sich ein für allemal vom Automatik-Modus zu verabschieden (wenn du es bist jetzt noch nicht getan hast).

DSLR Basics infographic

1. Die Lichtquelle

Licht ist ALLES in der Fotografie! Das ist nichts Neues aber ich finde, man kann es nicht oft genug betonen. Ich persönlich finde natürliches Licht, also Tageslicht am schönsten. Ich benutze meinen Blitz (fast) nie aber es gibt auch coole Effekte, die man mit dem Blitz erzeugen kann.

  • Meide direkte Sonneneinstrahlung in der Mittagszeit und am frühen Nachmittag! Da das Sonnenlicht senkrecht auf die Erde fällt, schluckt es Farben und erzeugt harte Kontraste. Das Motiv wirkt flach und fade.
  • Das beste Licht findest du am frühen Morgen und Abend, weil der Einfallwinkel der Sonne nicht so steil ist und das Licht viel weicher ist.
  • Für Foodies: ein dünner Vorhang aus hellem Stoff vor dem Fenster wirkt bei zu harter Lichteinstrahlung wahre Wunder

2. Die Belichtung

Die Belichtung ist die Menge an Licht, die letztendlich auf den Sensor der Kamera trifft. Sie entscheidet wie hell oder dunkel das Bild im Endeffekt wird. Die Belichtung lässt sich beeinflussen durch:

  • Die Blende
  • Die Belichtungszeit
  • Den Isowert
Anzeigen auf dem Display. Gelber Kreis: Belichtungszeit, roter Kreis: Blende, Pfeil: graphische Darstellung der beiden Größen. Links im Menü an dritter Stelle von oben steht noch der ISO-Wert (hier 400).

Anzeigen auf dem Display. Gelber Kreis: Belichtungszeit, roter Kreis: Blende, Pfeil: graphische Darstellung der beiden Größen. Rechts im Menü an dritter Stelle von oben steht noch der ISO-Wert (hier 400)

 

 3. Die Blende

Die Blende ist nichts anderes als die Größe der Durchtrittsöffnung für das eintretende Licht durch’s Objektiv. Einstellen lässt sich die Blende entweder im M-Modus (manuell= man stellt sowohl Blende als auch Belichtungszeit ein) oder im A-Modus (aperture= man stellt die Blendenöffnung ein, die Kamera legt die passende Belichtungszeit fest).

Die Blendenöffnung wird in f/x angegeben.

  • f/1.8 heißt die Blende ist weit offen, viel Licht trift auf den Sensor -> das Bild wird heller
  • f/22 heißt die Blende ist weit geschlossen, wenig Licht trift auf den Sensor -> das Bild wird dunkler

[highlight]Merke: Je kleiner die Zahl hinter dem f, desto größer die Blende. Je größer die Zahl hinter dem f, desto kleiner die Blende.[/highlight]

Und was bringt uns nun die Blende?

Blende offenBlende geschlossen
Nur ein kleiner Bereich im Bild wird scharf abgebildetEin großer Bereich im Bild wird scharf abgebildet
Verschwommener HintergrundHintergrund nicht verschwommen
gut bei: schlechten Lichtverhältnissen, Makro-Aufnahmen, Produkt- und Foodphotographygut bei: sehr guten Lichtverhältnissen, Landschaftsaufnahmen, Architekturaufnahmen

blende dslr

 

 4. Die Belichtungszeit

Die Belichtungszeit ist ein weiterer Faktor, der die Belichtungsqualität des Fotos beeinflusst. Sie bestimmt, wie lange das Licht auf den Sensor der Kamera fällt. Also kurze Zeit, wenig Licht, dunkleres Bild – lange Zeit, viel Licht, helleres Bild. Die Belichtungszeit lässt sich im M-Modus oder im S-Modus (shutter speed= man stellt die Belichtungszeit ein, die Kamera wählt die passende Blendenöffnung) einstellen. Angegeben wird sie als Bruch, also ist 1/500“ eine kurze Belichtungszeit und 1/8“ eine lange Belichtungszeit.

Was heißt das?

Lange BelichtungszeitKurze Belichtungszeit
viel Licht gelang auf den SensorWenig Licht gelangt auf den Sensor
führt oft zu Verwackelungendie Verwackelungsgefahr ist geringer
lässt Bewegungen "fließen"lässt Bewegungen "einfrieren"

belichtungszeit dsle basics

[highlight]Merke: Die Belichtungszeit wirkt auf alles was sich bewegt. [/highlight]

 5. Der ISO-Wert

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Ein niedriger ISO-Wert ist wenig Lichtsensibel und daher bestens geeignet für sehr gute Lichtverhältnisse (z.B. Tageslicht bei klarem Himmel -> ISO 100 oder 200).

Ein höherer ISO-Wert ist angebracht bei schlechteren Lichtverhältnissen (ISO 400 oder 800) oder Dunkelheit (ISO 1600 oder 3200).  Ankommende Lichtsignale werden verstärkt. Allerdings „erkauft“ man sich durch einen höhren ISO-Wert ein Mehr an Rauschen bzw. grobkörnigere Bilder. (Was allerdings auch gerne als Stilmittel eingesetzt wird.)

 

Ich hoffe ich konnte einen kleinen Überblick über die Basics der Spiegelreflex-Fotografie geben.

Hier geht’s weiter:

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