Entries from Juni 2014

Au Revoir Juni {Instagram Rückblick}

2014/06/30

DER Ohrwurm im Monat Juni (und bestimmt auch noch im Juli) und zugleich das faszinierendste Musikvideo, welches ich seit langem gesehen habe. (Okay ertappt, ich gucke ja eigentlich kaum noch Musikvideos. Zu alt! Alles hätte anders verlaufen können, wäre Viva Zwei nicht eingestellt worden! Und diese Aussage zeigt, wie alt ich wirklich bin.)

 

Während ihr euch nun idealerweise ein bisschen berieseln lasst, folgt ein dezenter Juni Rückblick in Instagram Bildern.

insta-juni-2Der Juni begrüßte uns mit brütend heißen Temperaturen. Zu heiß zum Kochen, zu heiß zum Schlafen und erst recht zu heiß um meinen Plan durchzusetzen wieder mit dem Joggen anzufangen. Stattdessen gab’s ein bisschen Cheesecake-Brownies (=vernünftige Alternative zum Joggen) und Chillen im Tiergarten mit meiner geliebten Omi-Decke.

instajunineu

insta-juni-3Hotter than my daughter (sprich: datta)! Sexy Aprikosen vor und nach dem Umstyling. / Ich war gefühlstechnisch nicht in der Lage die Erdbeere und den Lavendel ganz alleine im Lidl stehen zu lassen. Trotz der dunklen Vorahnung, dass beide auf meiner Fensterbank nicht (mehr) lange durchhalten

insta-juni-4In Potsdam gewesen und mich mit einem Haufen wildgewordener Frauen an viel zu kleinen Tischchen um bunte Stoffe und Reißverschlüsse geprügelt. Der Stoffmarkt Holland hielt nämlich Einzug. / Zum ersten Mal Cocktails gemacht. Hat geschmeckt, wird wiederholt!

insta-juni-5Mitte Juni war die Hitzewelle vorbei. Noch kein Grund für mich jetzt endlich mit dem Joggen anzufangen. Zu viel Regen.

insta-juni-6Schließlich das letzte Juniwochenende genutzt um der Heimat mal wieder einen Besuch abzustatten. Dabei dieses winzige aber bezaubernde Café (am Ende der Welt) entdeckt. Wer also mal (weit draussen) im Brandenburger Umland unterwegs ist… / Der Kuchen ist allerdings von mir und das Rezept gibt’s  Übermorgen.

schöne woche

Nigel Slater’s Tender Obst {Rezension}

2014/06/29

Gibt es in der Foodbloggosphäre jemanden, der Nigel Slater und seine tender Kochbücher noch nicht kennt? Nachdem Tender Obst im letzten Frühjahr (pünktlich zum Start der Obstsaison) erschienen ist, tingelten unzählige Bilder, Rezepte und Ovationen durch’s Netz. Genug um auch mich anzufixen! Mit einem stolzen Preis von etwa 40 Euro das perfekte Weihnachtsgeschenk, landete der schwere 600 Seiten Wälzer auf meinem Gabentisch. Mittlerweile habe ich viele Seiten gelesen sowie ein paar Rezepte nachgekocht/ -gebacken.

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Das beste aus drei Zutaten, was ich jemals gegessen habe

Für alle, die es nicht wissen. Nigel Slater ist ein Koch, der schreibt (O-Ton). Er ist als Kolumnist und Kochbuchautor bekannt geworden, zumindest drüben auf der Insel, die traditionell nicht bekannt ist für besonders raffiniertes Essen. Um es mal vorweg zu nehmen, raffiniert sind die Rezepte auch in Tender Obst nicht, dafür wunderbar simpel, ehrlich und überraschend. Mehrmals musste ich mich fragen, warum meine Wenigkeit auf diese oder jene Kombination noch nicht von alleine gekommen ist.

Bestes und eindrücklichstes Beispiel ist die einfache Himbeer Tarte. Obwohl es der Name schon verrät hätte ich nicht erwartet, dass die Tarte so einfach ist. Blätterteig, Sahne, beste Himbeeren, fertig. Und beim Essen? Vielleicht das beste aus drei Zutaten, was ich jemals gegessen habe.

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einfache Himbeer Tarte (mein Freund bestand auf Bananen…)/ Aprikosen-Couscous/ Schnelles Pfirsich-Himbeer-Dessert

Heimisches Obst

Das Buch ist alphabetisch nach den verschiedenen Obstsorten gegliedert, wobei Slater nur heimisches Obst abhandelt, welches er auch in seinem eigenen Garten, der ein Traum sein muss, anbaut. Bananen und Ananas sucht man hier also umsonst. Aber vom Apfel bis zur Weintraube ist alles dabei. Er schreib und beschreibt mit solch einer Inbrunst über seinen Garten, so dass in mir der Gartenneid in ungeahntem Ausmaße geweckt wird.

Slater gibt im Buch umfassende Auskünfte über Sortenvielfalt und Anbau der jeweiligen Obstsorten. Besonders hilfreich finde ich die Kombinationsstipps, welche zu jeder Obstsorte Erwähnung finden. Kaum hat man das Buch in die Hand genommen und durch die ersten Seiten geblättert fallen sofort die wundervollen Bilder in’s Auge. Hier findet sich kein perfekt durchgeplantes Foodstyling sondern eine rustikale Optik und natürliche Arrangements die den Inhalt gekonnt ergänzen. Ein Buch zum stundenlangen Durchblättern!

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Die Rezepte

Wie erwähnt sind die Rezepte schlicht gehalten und in der Regel schnell zubereitet. Es braucht meist keine aufwändigen Zutaten, vieles davon hat man zuhause. Zu den meisten Obstsorten gibt es auch einige deftige Rezepte aber es überwiegen die Süßen. Man findet viele Dessert- und Kuchenvariationen aber Eis, Marmelade oder Getränke werden erwähnt.

Tatsächlich erscheinen manchmal die Rezepte ein bisschen eintönig, so wird gefühlt in jedem dritten Rezepte nach Mascarpone oder Crème double verlangt (zumindest bei den Beerenrezepten). Auch sind einige Obstsorten recht knapp abgehandelt, wie meine geliebten Erdbeeren. Dennoch habe ich hier ein Buch vor mir,  in dem ich gerne blättere und das mich inspiriert eigene Rezepte zu kreieren.

Fazit

Ich muss hier einfach eine klare Kaufempfehlung aussprechen. Wer viel Obst isst und auch gerne mal ein bisschen in der Küche experimentiert oder sogar die Möglichkeit hat selber Obst anzubauen, für den ist dieses Buch wie eine Bibel. Es finden sich zahlreiche Rezepte, Tipps und Tricks auf über 600 Seiten, die den Preis von 40 Euro mindestens aufwiegen. Ganz abgesehen davon ist der Wälzer auch optisch und haptisch wunderschön aufgemacht.

Zu guter letzt hat Slater einen unwiderstehlich, einnehmenden Schreibstil, der es unmöglich macht nicht für eine kurze Weile in (s)einem Garten zu verschwinden und von Obstbäumchen und lauen Sommernachmittagen zu träumen.

 

RezeptEinfache Himbeer Tarte

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Zutaten:
Blätterteig aus dem Kühlregal
Sahne + Zucker
Himbeeren (die besten, die ihr finden könnt)

Zubereitung:
Den Blätterteig zu einem großen Rechteck ausrollen und mit der Gabel einige Male in den Boden stechen. Bei 200 Grad 15-20 Minuten backen. Kurz auskühlen lassen.
Die Sahne steif schlagen, dabei nach und nach etwas Zucker einriegeln lassen. Auf dem Blätterteig verteilen.
Himbeeren im Ganzen auf der Tarte verteilen.

Schoko-Bananen-Pops

2014/06/26

Liebt ihr Überraschungen? Doofe Frage, wer tut das nicht? Meist sind unerwartete Überraschungen doch die schönsten. Dann können sie noch so klein sein. Und weil überraschen genauso schön ist wie überrascht werden habe ich mir für meinen Freund was Schönes ausgedacht. Der Arme hat nämlich gerade zwei Tage Examen hinter sich. Um ihm nach dem ersten Tag voll bösartiger Prüfer und hundsgemeiner Fragen ein wenig Aufzumuntern haben ich ein paar fröhliche bunte Schokobananen gemacht, die zu Hause auf ihn gewartet haben.

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Das geht ganz einfach und macht sich auch schön auf dem Geburtstagstisch eines lieben Menschen oder als Party-Knabberei. Einfach Kuvertüre in der Mikrowelle schmelzen, Bananen eintunken und mit Streuseln verzieren, fertig! Wichtig: nicht die Bananen in den Streuseln wenden, das gibt ’ne Sauerei (ja, ich hab’s versucht…) sondern bestreuen (mit Gefüüüühl). Außerdem sollten die Schoko-Bananen auch nicht gleich abgelegt werden, weil die Schokolade sonst am Untergrund fest trocknet (auch das habe ich versucht). Ihr seht, es ist alles eine Frage von trial and error. So bin ich über Umwege auf die Idee mit den Strohhalmen gekommen. Eigentlich wollte ich die Bananen nur zum Trockenen darauf stecken aber dann sah das so schön bunt aus, dass ich die Strohhalme gleich als Stiele umfunktioniert habe.

Anstatt Streuseln kann man auch gehackte Nüsse, Kekse, Smarties oder alles was euch sonst noch so einfällt benutzen.

Zutaten:

  • Bananen (am besten aus dem Kühlschrank, dann trocknet die Schokolade schneller)
  • Schokoladenkuvertüre (ich habe Vollmilchkuvertüre genommen, die man in der Mikrowelle warm machen kann)
  • Bunte Zuckerstreusel
  • Holzspieße
  • und wer es auch so bunt haben möchte braucht noch breite Strohhalme (meine sind von Ikea) für die Stiele

Zubereitung:

  1. Kuvertüre schmelzen (über dem Wasserbad oder in der Mikrowelle)
  2. Bananen in etwa dritteln, auf Holzspieße stecken und in die geschmolzenen Schokolade tauchen
  3. Nach dem Eintunken die Schokolade etwas antrocknen lassen (dabei die Banane etwas drehen, damit sich die Schokolade gleichmäßig verteilt)
  4. Mit Zuckerstreuseln bestreuen und austrocknen lassen

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Zitroniger Pfirsichkuchen

2014/06/24

Rezept gegen das Wetter da draussen: fruchtiger Pfirsichkuchen, einen Hauch saure Zitrone und ganz viel Sonne im Herzen. Vielleicht noch ein bisschen Schlagsahne dazu. Darf gerne mit dem Lieblingssommerkleid und FlipFlops vernascht werden (oder für die Leser: mit Shorts und Sandalen – aber meine Herren, bitte ohne Socken!)

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Gefunden habe ich das Rezept bei der großartigen Donna Hay, die es wie keine andere versteht aus den simpelsten Zutaten die köstlichsten Rezepte zu zaubern. Ich konnte es allerdings nicht lassen ein wenig mit den Mengenangaben zu spielen (weniger Zucker funktioniert meist fabelhaft!) und dem Rezept meinen Stempel in Form von gehackten Mandeln aufzudrücken.

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Zutaten:

  • 160 g Butter, weich
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • 150 g Mehl
  • 1 TL Backpulver
  • 70 g Naturjoghurt
  • 3-4 Pfirsiche (je nach Größe)
  • 1  (Bio-)Zitrone (Saft+Schale)
  • einige Mandeln, gehackt

Zubereitung:

  1. Pfirsiche in spalten schneiden und zusammen mit etwa 2 EL Zitronensaft in eine Schüssel geben, ruhen lassen.
  2. Weiche Butter, 3 TL Zitronenschalenabrieb und Zucker mindestens 5 Minuten mit dem Handrührgerät cremig schlagen. Dann jedes Ei einzeln gründlich unterrühren.
  3. Mehl mit Backpulver mischen ebenfalls unter Teig rühren, Joghurt dazugeben.
  4. Teig in eine gefettete Springform geben, Pfirsiche darauf verteilen (einige leicht eindrücken)
  5. 60 Minuten bei 160 Grad backen. Mit Puderzucker bestreut servieren.

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l i n k o p h i l e

2014/06/22

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Grapefruit-Erdbeer-Spritz {so schmeckt der Sommer}

2014/06/20

Nur noch einmal schlafen und es ist Sommeranfang. Uns steht die kürzeste Nacht des Jahres bevor. Während unsere skandinavischen Freunde diesen Tag gebührend feiern und fröhlich um einen bunten Pfahl tanzen, lässt es der Mitteleuropäer eher gemütlich angehen. Vielleicht trifft man sich mit Freunden zum Essen oder man tingelt bis in die frühen Morgenstunden durch die Stadt. Ich will immer gar nicht wahrhaben, dass danach die Tage ja schon wieder kürzer werden und das halbe Kalenderjahr fast wieder um ist (ich nenne an dieser Stelle nicht das böse W-Wort).

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Ob mit Freunden oder alleine, ich finde der Sommeranfang sollte ein wenig gefeiert werden. Lasst uns anstoßen auf:

Barfußlaufen im taunassen Gras

Schwimmen in kühlen Seen an heißen Tagen

Eis essen, bis nichts mehr reinpasst

Bunt lackierte Fußnägel

Spazierengehen nach einem erfrischendem Sommergewitter

Frühstück auf dem Balkon

Wachbleiben bis es wieder hell ist

Marmelade kochen

Tanzen unter’m Rasensprenger

{und noch so viel mehr}

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Zutaten (für etwa 4 kleine Gläser)

  • 1 Grapefruit
  • 1 Limette
  • 500 g Erdbeeren
  • 300 g brauner Zucker
  • 100 ml Wasser
  • Mineralwasser oder Wodka

Zubereitung:

  1. Erdbeeren sehr klein schneiden und zusammen mit dem Saft der ausgepressten Limette, 1 TL geriebene Limettenschale, dem Zucker und dem Wasser in einen kleinen Kochtopf geben. Alles zum kochen bringen und 5 Minuten kochen lassen, dabei ab und zu umrühren.
  2. Anschließend den Sirup durch ein mit einem Bauwolltuch ausgelegtes Sieb pressen und in abgekochte Gläser füllen.
  3. Zum Servieren die Grapefruit auspressen und zusammen mit dem Erdbeersirup (etwa im Verhältnis 1:1) und etwas Mineralwasser (oder Wodka) mischen. Kühl mit einigen Eiswürfeln servieren.

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Erdbeer-Sahne-Eis

2014/06/18

Auf meine Ankündigung hin unbedingt eine Eismaschine zu kaufen, komme was da wolle, wurde erstmal genervt mit den Augen gerollt. Aber wäre doch toll im Sommer, oder? Wie jedes Mal wenn es um eine Neuanschaffung in der viel zu winzigen Küche geht, in den Schränken ist schon längst kein Platz mehr,  kamen die lahmen Argumente ich würde {beliebiges Küchenutensil einfügen} am Ende ja doch nicht benutzen, es nehme nur Platz weg und sei alles in allem eine Verschwendung. Wie immer genügte ein demonstrativer Gähner auch hier, um die Diskussion frühzeitig zu beenden.

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Trotzdem wollte ich nicht zu viel Geld ausgeben und habe mir einfach eine gebrauchte Maschine auf Ebay ersteigert (gibt’s da wie Sand am Meer als kleiner Tipp). Allerdings braucht die do-it-yourself Eisherstellung etwas Vorlaufzeit. Der Behälter muss mindestens einen Tag im Tiefkühlschrank erkalten und auch die Eismasse sollte nach der Herstellung 12-24 Stunden ruhen. Nach einem Tag Geduld gab’s dann aber das erste Gelato made by juli-gold. An Zutaten habe ich einfach das gemixt was mir gut erschien und der Kühlschrank hergab. Erdbeeren, Joghurt und Sahne. Geschmeckt hat es vorzüglich, das fand dann übrigens auch der Herr im Haus.

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Zutaten:

  • 250 g Erdbeeren
  • 150 g Joghurt
  • 150 g Sahne (Bekenntnis: ich habe Rama Cremefine genommen)
  • 50 g Zucker +  50 g Zucker

Zubereitung:

  1. Erdbeeren sehr klein schneiden (evtl. grob pürieren) und 50 g Zucker hinzugeben. Eine Stunde stehen lassen.
  2. Sahne steif schlagen, dabei den Zucker nach und nach einrieseln lassen. Joghurt unter die Sahne mengen und schließlich die Erdbeeren dazugeben.
  3. Für 12-24 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen und in die Eismaschine geben.

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Jeder kann häkeln {How to: Granny Square}

2014/06/16

Da ich immer wieder auf meine Häkeldecke angesprochen werde, dachte ich mir eine kleine Anleitung dazu wäre nicht schlecht. Häkeln ist eigentlich gar nicht so schwer, wie viele oft denken und schon gar nicht so ein Basic Granny Square, welches einfach nur aus lauter 3er-Stäbchengruppen besteht. Im Prinzip ist es möglich das Häkeln von Grund auf an so einem Granny Square zu lernen. Es beinhaltet die wichtigsten Grundtechniken wie Luftmaschen (der Anfang fast jeden Häkelprojektes), Kettmaschen, feste Maschen und ganze Stäbchen. Häkeln ist nichts anderes als Schlaufen mit einem Haken zu machen und manchmal den Wollfaden vorher nochmal um dem Haken zu wickeln. Diese Anleitung geht davon aus, dass ihr diese Techniken schon beherrscht (alles andere hätte den Rahmen gesprengt). Wenn nicht guckt euch kurz im Internet um, es gibt viele bebilderte oder gefilmte Anleitungen wie die Grundmaschen funktionieren.zutaten An Garn ist Baumwolle oder eine Baumwollmischung zu empfehlen. Hier habe ich das Garn Drops Paris und einen Häkelhaken der Stärke 5 genommen. Außerdem braucht ihr Schere und Wollnadel um die Garnenden zu vernähen. Los geht’s!tutorialAbEs gibt zwei Möglichkeiten ein Granny Square zu beginnen. Luftmaschenkette: Ihr häkelt 4 Luftmaschen und schließt diese mit einer Kettmasche zu einem Ring. Fadenring: Meine bevorzugte Methode, die am Anfang allerdings etwas kompliziert scheint (und es selbstverständlich gar nicht ist.) Dazu kann ich euch dieses Youtube Video wärmstens an’s Herz legen. Nur nicht den Mut verlieren, mehrmals anschauen, nachmachen und freuen, wenn man es verstanden hat. Ist die erste Hürde genommen, häkelt ihr 4 feste Maschen in den Maschenring.tutorialBDie Runde schließt ihr mit einer Kettmasche in die erste feste Masche der Runde. Nun ist der Ring aus vier festen Maschen geschlossen. Für die 2.Runde beginnt ihr mit 3 Luftmaschen. Die ersetzen das erste Stäbchen in der Runde. tutorialCDa hier immer in 3-er Stäbchengruppen gearbeitet wird fehlen nun noch 2 Stäbchen, die ihr  in die selbe feste Masche häkelt. Das Prinzip habe ich hier mal versucht darzustellen (in Häkelschrift). Es greifen immer 3 Stäbchen in die selbe feste Masche.

prinzipDamit eine Ecke entsteht müsst ihr nun 2 Luftmaschen (mit Sternchen gekennzeichnet) häkeln. In die nächste feste Masche der unteren Reihe kommen wiederum 3 Stäbchen. Schon habt ihr die erste Ecke.tutorialDFür die nächste Ecke häkelt ihr wieder 2 Luftmaschen und dann 3 Stäbchen in die nächste feste Masche der Unterreihe. Das ganze macht ihr noch zwei Mal, sodass ein Quadrat entsteht. In jeder festen Masche der Vorreihe sollten 3 Stäbchen stecken. Anschließend kommen nochmal 2 Luftmaschen. Die Runde wird mit einer Kettmasche in die 3. Luftmasche (die ihr am Beginn der Runde gehäkelt habt, mit dem rosa Pfeil angedeutet) geschlossen. Fertig ist ein kleines Quadrat.tutorialEDie 3 Runde beginnt ihr wieder mit 3 Luftmaschen. Diese ersetzen diesmal nicht das erste sondern das letzte Stäbchen der Runde. Deshalb häkelt ihr gleich noch eine Luftmasche hinterher, denn an den geraden Seiten des Quadrats kommt als Lückenfüller immer 1 Luftmasche. Jetzt kommt die erste Ecke, die ihr aus 3 Stäbchen+2 Luftmaschen+3 Stäbchen häkelt. Diese kommen in den Zwischenraum der Ecke der vorigen Runde (auf den Bildern gut zu sehen).tutorialFHabt ihr die Ecke gehäkelt kommt wie schon angesprochen an den geraden Seiten 1 Luftmasche als Lückenfüller hin. Jetzt kommt die zweite Ecke wie gehabt: 3 Stäbchen+2 Luftmaschen+3 Stäbchen. Dann wieder 1 Luftmasche und so weiter bis ihr zur letzten Ecke angekommen seid.tutorialGDa die drei Luftmaschen vom Anfang das allerletzte Stäbchen ersetzen, häkelt ihr für die letzte Ecke nun 3 Stäbchen+ 2 Luftmaschen+ 2 Stäbchen und schließt mit einer Kettmasche in die 3.Luftmasche um die Runde zu schließen (mit dem grauen Pfeil angedeutet).tutorialH Jetzt ist das Prinzip klar, oder? Ihr beginnt wie immer mit 3 Luftmaschen, die hier wieder das erste Stäbchen ersetzen und häkelt 2 Stäbchen hinterher. Weil wir an der Geraden sind folgt 1 Luftmasche bevor es zur ersten Ecke geht. Jetzt geht es weiter wie gehabt. Ihr häkelt bis ihr 4 Ecken habt und schließt die Runde mit einer Kettmasche. Jetzt noch das Garn abschneiden, Fäden vernähen und fertig ist das Granny Square.

Das Prinzip lautet also:

  • Es werden immer 3 Stäbchen gehäkelt
  • An den geraden Seiten sollte zwischen den 3er-Stäbchengruppen immer 1 Luftmasche als Platzhalter sein, an den Ecken immer 2 Luftmaschen
  • Eine neue Runde wird immer mit 3 Luftmaschen begonnen, die je nach Runde immer das erste oder letzte Stäbchen ersetzen
  • Das könnt ihr Runde für Runde fortführen, je nachdem wie groß das Square werden soll

Hier ist das Prinzip nocheinmal in Häkelschrift dargestellt:häkelschrift_grannysquareSollte alles nicht so klappen wie ihr euch das vorstellt dann hab ich hier noch einen kleinen Mutmacher. So und schlimmer sahen meine ersten Häkelversuche aus.

Es sollte ein Rechteck werden. Es wurde ein fqöokyxb…

ersterhäkelversuch

 In diesem Sinne frohes Häkeln!

Blütenstaub und Rosenduft

2014/06/13

Berlin macht es einem nicht immer einfach im Sommer. Bei über 30 Grad weht gerade mal ein trockener Luftzug über die Betonwege. Die Hitze wirft verschwommene Flimmerbilder über den Asphalt. Mitten auf der Straße sucht man rettenden Schatten nicht selten vergeblich. Zum Glück gibt es auch wohltuende Oasen. Sei es in Form belebter Cafés, kleiner Eisdielen oder unzähliger schattenspendender Parks inmitten der Großstadt. Der größte Park, der Tiergarten ist mehr als nur eine bloße Grünanlage. Zu Fuß kann man stundenlang durch die unzähligen Wege, die da so nette Namen wie Ahornallee oder Buchenweg tragen, flanieren. Einen kleinen See gibt es auch und sogar einen Garten im Garten.rosengarten1quoteflowerAn einem schönen Dienstag Vormittag bin ich zusammen mit meiner guten Freundin Bibi losgezogen um ein bisschen an unseren Fotografie-Fähigkeiten zu arbeiten (…und zu quatschen und ein bisschen Kaffee zu trinken) Vorbeigekommen sind wir auch am schönen Rosengarten, der fast ein bisschen versteckt im großen Tiergarten liegt. Durchquert man das gusseiserne Gartentor fühlt man sich beinahe wie in einer anderen Welt. Duftender Lavendel, Rosen in allen möglichen Nuancen und das leise Plätschern des Brunnens am Eingang begleiten beim Rundgang durch den Garten. Ist man müßig, lässt man sich in einem der überwachsenen Pavillons nieder, die etwas abseits des Weges stehen.rosengarten2rosengarten3rosengarten4Wer demnächst ein wenig Zeit hat oder nach blumigen Fotomotiven sucht, dem sei ein Spaziergang durch den Rosengarten im großen Tiergarten nahegelegt. Noch mehr blumige Impressionen gibt’s auf Bibi’s Blog zu bewundern.

Overnight Oatmeal mit Kokosmilch

2014/06/11

Irgendwie habe ich das Frühstücken in der letzten Zeit vernachlässig. Warum? An fehlender Zeit kann es nicht liegen, denn davon habe ich momentan eigentlich genug. Die nächste logische Schlussfolgerung wäre dann also, seien wir ehrlich, Faulheit. Wie gut dass ich kürzlich über Okkah’s Kokosmilch Porridge gestolpert bin und mich plötzlich daran erinnerte, dass ich Haferbrei eigentlich ganz gerne mag. Haferbrei klingt leider um ein vielfaches ekliger als er tatsächlich schmeckt, deshalb bleiben wir doch lieber beim schnittig klingenden Porridge oder auch dessen kleiner Schwester dem Overnight Oatmeal.

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Wer also (wie ich) keine Lust hat die Haferflocken in einem Topf extra aufzukochen oder wer sie im Sommer sowieso lieber kalt ist, braucht einfach nur zwei simplen Schritten zu folgen. Es ist fast schon größenwahnsinnig dies als „Rezept“ zu bezeichnen. Man kombiniere lediglich Flüssigkeit nach Wunsch und Haferflocken (die zarten!), mische sie gut durch und stelle sie über Nacht in den Kühlschrank. Voilà! Schon ist das Frühstück fertig und man hat dafür gerade mal zwei Minuten in der Küche gestanden.

Zutaten (für eine Portion)

  • 160 ml Kokosdrink*
  • 40 g zarte Haferflocken
  • 1/2 TL Chia-Samen (optional, hatte ich gerade da und schadet nicht)
  • 2 großzügige Spritzer Agavendicksaft zum Süßen
  • einige Erdbeeren
  • einige Mandeln, grob gehackt

Zubereitung:

  1. Am Vorabend Kokosmilch und Haferflocken gut vermischen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Am praktischen ist es, wenn man ein Glas oder eine Dose nimmt, diese gut verschließt und kräftig schüttelt.)
  2. Am nächsten Morgen Haferflocken nochmal kräftig durchrühren, mit Agavendicksaft süßen und mit Erdbeeren und gehackten Mandeln servieren.

*Ich habe den Kokosnussdrink von Alpro genommen. Das ist im Endeffekt verdünnte Kokosnussmilch mit ein bisschen Reisdrink gemixt. Mir schmeckt es besser als pure Kokosnussmilch. Selbstverständlich kann man hier auch normale Kokosmilch nehmen und diese einfach selbst mit Wasser verdünnen (der mit einem anderen Milchdrink).oatmeal6

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