Unkulinarisches oder the making of (k)art(offeldruck)

2014/02/03

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Und plötzlich war es Februar.

Wahnsinn wie schnell der Januar schon wieder vorbei gerast ist! Das schlimme daran ist ja, dass es einem eigentlich permanent so vorkommt, als würde die Geschwindigkeit der Zeit mit dem Alter exponentiell zunehmen, wie ein ICE-Zug der Stück für Stück beschleunigt und dann plötzlich im Eiltempo durch die Gegend brettert. Ich sehe es kommen, zweimal kurz geblinzelt und schon sind es draussen 30 Grad Celsius und wir laufen in Flatterkleidchen (oder kurzen Hosen, für die Herren unter uns) im Park spazieren. Da ist es gut nach einem Halt auszuschauen, um einmal tief durchzuatmen.

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Innehalten. Noch ist Winter.

Zeit einen Blick auf meine Winterliste zu werfen. Diese habe ich vor gut einem Monat erstellt, mit dem simplen Ziel Dinge festzuhalten, die ich im Winter noch erleben, machen oder herstellen möchte. Konzentration auf’s Wesentliche. Ziemlich fix war die Grapefruitmarmelade gekocht, an der ich mich noch immer, besonders am sonntäglichen Frühstückstisch, erfreue. Meine Strickjacke steht auch kurz vor der Vollendung, es müssen nur noch Arme dran.

Aber ganz besonders stolz, bin ich auf meine beiden Kissen. Ja, ich habe es geschafft, den Baumwollstoff, der wochenlang im Karton unter der Kommode verstaubte endlich zu vernähen!  Und weil mir weiß zu langweilig aussah, habe ich kurzerhand die Kissenbezüge mit Stoffmalfarbe bedruckt. Mit Kartoffeln.

-the making of (k)art(offeldruck)-

makingofkartoffeldruckHow to für die Interessierten und Kind gebliebenen:

Man braucht:

  • Stoff den ihr bedrucken wollt, gut geeignet und relativ günstig ist Baumwolle
  • Ein scharfes, kleines Messer oder besser ein Schnitzmesser
  • Kartoffeln
  • Tetilmalfarbe (ich habe mein günstig via ebay bestellt)
  • einen Schaumstoffroller (nennt man das so? gemeint ist das Ding, dass auf dem oberen rechten Bild am linken unteren Bildrand zu sehen ist.)
  • Pappe oder mehre Papierlagen

So geht’s:

  1. Zuerst habe ich zwei Kissenbezüge mit Hotelverschluss aus ganz normalem Baumwollstoff genäht. (Sprich die Kissen, haben hinten eine sich überlappende Öffnung, das erspart uns den Reißverschluss.)
  2. Die Kartoffeln habe ich halbiert und dann mit dem Schnitzmesser ein Blattmuster rein geritzt.
  3. Dann habe ich die Textilmalfarbe auf eine Palette gegeben und mit dem Schaumstoffroller meine Kartoffelstempel eingefärbt.
  4. Kräftig drucken, fertig!

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