Frühstückspudding aus Chia-Samen

2013/09/30

Frühstückspudding aus was?

Ja, ich musste schon ein wenig überlegen, wie ich das heutige Rezept in einer möglichst schmackhaft klingenden Überschrift verpacken könnte.

Chia-Samen-Porridge. Meh.

Frühstücksbrei mit Chia-Samen. Sind die überhaupt für den menschlichen Verzehr geeignet?

Chia Schleim? Ausgeschlossen!

Was nach einem Lebensmittel klingt, nachdem sich nur Juterucksack-tragende Ökohipster im Prenzlauer Berg verzehren, scheint mir der neueste Trend im Foodie-Universum zu sein. Ich lese ganz gerne englischsprachige Blogs und drüben über’m großen Teich ist die grüne Foodbloggosphäre ganz verliebt in diese winzigen, unscheinbaren Samen. Als Wunderlebensmittel werden sie gepriesen, vollgepackt mit allen gesunden Inhaltsstoffen, die man sich nur vorstellen kann.

Das besondere an ihnen ist, dass sie nach einiger Zeit, Hokuspokus, in Flüssigkeiten eine Gel-artige Konsistenz bilden und so (zum Beispiel in der veganen Küche) wohl als Butter oder auch Ei-Ersatz verbacken werden können. Außerdem sollen sie 3 mal mehr Eisen als Spinat, 5 mal mehr Calcium als Milch und bitte festhalten, 15 (fünfzehn!) mal mehr Magnesium als Broccoli intus haben. Mein Haus, mein Auto, mein Boot.

Noch nicht überzeugt?

Dann hab ich noch was. Chia-Samen sollen Heißhungerattacken minimieren, reich an Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren sein. Also bitte, wer es jetzt nicht probiert, der ist selbst Schuld. So gab ich mich also dem mutigen Versuch hin diese Wundersamen einmal selbst zu probieren. In den üblichen Kaufmärkten habe ich (noch?) keine Chia-Samen entdecken können, also habe ich kurzerhand welche über’s Internet bezogen (Naturya Natürliche Chia Samen, 1er Pack (1 x 300 g) über amazon*)

Chia_Pudding

Chia_Pudding2

Anstoß gegeben hat mir dieses Chia-Pudding Rezept von raisingheartyboys.com, denn was Kindern schmeckt, schmeckt auch mir. Wichtig ist, dass die Chia-Samen einige Zeit brauchen um mit der Flüssigkeit die typische, Gel-artige Konsistenz auszubilden. Idealerweise bereitet man deshalb das Ganze schon vor dem Zubettgehen zu und hat am nächsten Morgen im Prinzip seinen fertigen Chia-Pudding.  Tadaaa! Jetzt kann endlich mal der Kreativität freien Lauf gelassen werden. Toppen was das Zeug hält. Jegliches Obst, Nüsse und Sirups sind zum Verfeinern geeignet. Ich habe mich für in Honig gebratene Bananen mit Zartbitter Raspeln entschieden. (Leider nichts für Tage, an denen es schnell gehen muss).

Zutaten:

  • 100 ml Hafermilch (oder Äquivalent)
  • 2 EL Chia-Samen
  • 2 EL Kakaopulver
  • 1 EL Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel)
  • etwas geraspelte Zartbitterschokolade
  • 1 EL gehackte Haselnüsse
  • 1 Banane, die noch etwas fester ist
  • 1 EL Honig
  • etwas Öl

Zubereitung:

  1. Hafermilch mit den Chia-Samen, dem Agavendicksaft und dem Kakao gut verrühren. Mindestens 1 Stunde, am besten aber über Nacht, in den Kühlschrank stellen.
  2. Bananen in nicht zu dünne Scheiben schneiden und in etwas Öl bei mittlerer Temperatur anbraten. Sind die Bananen schon etwas gebräunt mit dem Honig beträufeln und noch weiter braten, bis sie gut gebräunt sind.
  3. Zartbitterschokolade raspeln und zusammen mit den Haselnüssen und den gebratenen Honigbananen auf dem Chia-Pudding anrichten.

 

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