Ein Spätsommer in Südfrankreich // St. Tropez, Grasse, Mougins, Nizza (Teil 1)

2016/09/24

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Mitte September haben wir in Südfrankreich für 10 Tage ein altes Haus gemietet. Die Gegend: abgelegen, inmitten von schier endlosen Weinfeldern in hügeliger Landschaft. Mitten im Haut-Var, zwischen Mittelmeerküste im Süden und Verdonschlucht im Norden wurden die Tage abwechselnd verbracht mit Lümmeln am Pool bzw. wahlweise einfach mal „gar nichts“ machen und mit ausgedehnten Autotouren mal an die Cote d’Azur, mal in die Dörfer in die umliegenden Mittelgebirge.

Der erste und letzte Tag wurde in St.Tropez verbracht, ein Ort, der auf seltsame Weise den schmalen Grat zwischen Ursprünglichkeit und (Luxus-)Tourismus erfolgreich meistert. Irgendwie ist es ja auch unterhaltsam das Treiben auf den Bonzenjachten am Hafen bei einem Eis zu beobachten. Verliert man sich anschließend in der Altstadt, findet man sich zwischen Luxusläden und wirklich vielen schönen individuellen Shops wieder. Hier gibt es noch die traditionelle Boulangerie und auch Imbisse, in denen man für wenig Geld lecker essen kann. Ich könnte mir vorstellen hier nochmal einen Kurzurlaub zu verbringen.  Auf keinen Fall verpassen sollte man die Tarte tropezienne, ein Gebäck mit einer Art Briocheteig gefüllt mit einer süßen Creme und wahlweise noch mit Früchten serviert (Tarte tropezienne framboise war einfach nur himmlisch!!!). Es gibt eine Kette, die diesen Namen trägt und selbige Törtchen und andere schöne Sachen verkauft, aber prinzipiell gibt es die Tarte in fast allen Bäckereien an der Cote d’Azur.

Hinter St. Tropez auf einem Hügel liegt das Dörfchen Gassin, welches mit seinen verwinkelten Gässchen und schön begrünten Häusern einfach nur schön anzuschauen ist. Außerdem hat man einen fantastischen Blick auf das immerblaue Mittelmeer.

Einen anderen Tag ging es nach Nizza. Hier schlenderten wir entlang der berühmten Promenade Anglaise hinein in ein Wirrwarr von vielen Menschen (Touristen) und engen, schier unüberschaubaren Gassen. Nizza habe ich als sehr schön aber auch ziemlich hektisch empfunden. Da wir nur einen halben Tag da waren, haben wir uns einfach nur durch die Innenstadt treiben lassen und uns den Markt angeschaut. Nizza richtig erfasst habe ich in der kurzen Zeit sicherlich nicht, hierher würde ich gerne nochmal zurückkommen.

Dann waren wir noch in Grasse, der Parfumstadt, die ihre besten Tage sicherlich schon hinter sich hat. Ein wenig heruntergekommen wirkt Grasse aber irgendwie macht das sicherlich auch den Charme dieser kleinen Stadt aus. Überall gibt es Parfum- und Seifenläden. Das Parfummuseum fand ich ganz interessant (kann man sich angucken) aber deutlich mehr beeindruckt hat mich der Garten des Parfummuseums einige Kilometer außerhalb von Grasse. Hier hätte ich persönlich stundenlang umherschweifen können, um mich an den Blumen zu erfreuen. Leider war im September schon viel verblüht. Es gab zig verschiedene Rosen und auch ein großes Lavendelfeld (welches natürlich auch nicht mehr in Blüte stand). Im Frühsommer muss es hier noch schöner sein!

Fährt man vom Garten des Parfummuseums noch einige Kilometer weiter erreicht man das wunderschöne Bergdorf Mougins, welches auch nicht mehr weit von Cannes entfernt liegt. Das Dorf hat sich herausgeputzt, die Straßen sind sauber und hier gibt es  keine abgeblätterten Hausfassaden, wie in so vielen anderen Orten der Cote d’Azur. Das Dorf ist für seine zahlreichen Restaurants bekannt (und dafür, dass man sich während der Filmfestspiele in Cannes, gerne zum Dinner hier im Hinterland trifft). Ein Ort zum Verweilen!

Rhabarber Baiser Tartelettes

2016/04/30

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In’s rechte Licht gerückt. Ein Strahl Nachmittagssonne hat sich erbarmt und fällt in schon recht flachem Winkel (später Nachmittag) auf das Baiser-Törtchen. Die Sonnenstunden waren rar in den letzten Tagen. Ende April und ich muss noch fast jeden Morgen die Frontscheibe von einer dünnen Schicht Eis befreien, das hatten wir schonmal anders! Aber egal, das Wetter macht es was es will, der April ja bekanntlich sowieso, und nun steht ja auch schon der wonnige Mai vor der Tür.  Was wir jetzt tun können ist schonmal kulinarisch den Frühling zu zelebrieren. Die kurze Rhabarbersaison ist in vollem Gange und eine meiner Lieblingskombinationen ist seit jeher jene mit Baiser. Die Säure des Rhabarbers harmoniert einfach perfekt mit dem zuckrigen Eischnee. Ich habe mich entschlossen endlich mal die Tarteformen einzuweihen, welche ich noch im letzten Jahr gekauft habe und mich für dieses zuckersüße Küchlein entschieden. Wer keine Tarteletteformen hat, kann (bestimt-ich hab’s nicht ausrprobiert) auch eine große Tarteform nehmen, muss den Teig dann aber entsprechend etwas länger im Backofen lassen.

Ich wünsche ein schönes Wochenende und einen hoffentlich sonnigen Start in den Mai.

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R h a b a r b e r   B a i s er   T a r t e l e t t e s

Zutaten für etwa 4 Tarteletteformen à 10 cm Durchmesser:

Mürbeteigboden

  • 125 g helles Dinkelmehl
  • 30 g Zucker
  • 1 Eigelb (das Eiweiß für’s Baiser aufheben)
  • 60  g kalte Butter, in Stücken
  • 1 Prise Salz
  • Hülsenfrüchte zum Blindbacken (Linsen, Bohnen etc.)

Füllung und Baiser

  • 100 g Rhabarber, in etwa 1 cm dicke Stücke geschnitten
  • 1 EL Zucker
  • 3 Eiweiß (Eier sollten zuvor Zimmertemperatur haben)
  • 130 g Puderzucker
  • 1 TL Speisestärke
  • evtl. etwas Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz

Für den Mürbeteigboden alle Zutaten mit dem Knethaken des Rührgerätes kurz zu einem Teig kneten, mit den Händen eine flache Kugel formen und für mindestens eine halbe Stunde kalt stellen. Anschließend flach ausrollen und in die gefetteten Tarteformen geben. Mit der Gabel einige Male einstechen, mit Backpapier auslegen, Hülsenfrüchte draufgeben und für etwa 20-25 Minuten bei 180 Grad (blind) backen. Die Tartelettes aus dem Ofen nehmen etwas abkühlen lassen und Backpapier mit Hülsenfrüchten entfernen.

Währenddessen den Rhabarber mit dem Zucker und einen kleinen Schluck Wasser aufkochen und köcheln lassen bis er weich aber noch bissfest ist. Im Anschluss den Rhabarber gut abtropfen lassen.

Das Baiser sollte in einer sauberen, vor allem fettfreien Glas- oder Metallschüssel zubereitet werden. Hierzu die Eier sorgfältig trennen und die Eiweiße in eine große Schüssel geben. Eine Prise Salz hinzufügen und mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe geschmeidig schlagen. Währenddessen löffelweise den Zucker untermischen. Das Ganze dauert ungefähr 10 Minuten, am Ende noch Stärke und Vanilleextrakt einrühren. Das Baiser ist fertig, wenn es schön glänzt und relativ fest ist.

Den Ofen auf 240 Grad Oberhitze einstellen. Etwas Stärke auf den Mürbeteigboden geben (damit das Obst nicht so durchweicht). Den abgetropften Rhabarber darauf geben und schließlich mit dem Baiser bedecken (hierfür einen großen Esslöffel nehmen und in wiegenden Bewegungen spiralig auf den Törtchen verteilen, eine kleine Spitze formen). In den 240 Grad heißen Ofen stellen und etwa 2-3 Minuten backen bis der Eischnee leicht zu bräunen beginnt. Achtung, das Ganze brennt schnell an.

4 Tage in Ahrenshoop (unterwegs auf dem Fischland und Darss, Teil 2)

2016/04/19

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Erst einen Monat her ist unser Kurzurlaub in Ahrenshoop, doch könnte es genauso gut ein viertel Jahr sein. Irgendwie verbinde ich diese vier Tage an der Ostsee kurz vor Ostern noch mit dem Winter, kalt und stürmisch. Jetzt ist Frühling und dennoch würde ich gerne sofort in’s Auto steigen und ein paar warme Frühjahrstage auf dem Darss verbringen. Wer dort Urlaub macht, hat nicht nur viel Freude an dem kleinen Künstlerort, auch die Umgebung ist traumhaft schön.

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S t r a l s u n d

Ist man einmal oben, lohnt sich auf jeden Fall der Abstecher nach Stralsund. Dieses schnuckelige Hansestädtchen liegt etwa 70 km, eine gute Autostunde, östlich von Ahrenshoop und verzückt mich jedes Mal auf’s Neue mit schönen, kleinen von bunten Häusern gesäumten Kopfsteinpflasterstraßen. Gerne gehen wir am verschlafenen Hafen spazieren mit Blick auf die Strelasundquerung gen Rügen. Einen Kaffee genießt man entweder in der Bäckerei Junge, in welcher auch das Frühstück sehr gut schmeckt oder wer es lieber etwas mehr indie mag, im Kaffee Monopol. Gute Buchempfehlungen erhält man in der +Buch Buchhandlung (für die Muttis unter euch, hier gibt’s auch eine schöne Auswahl an Kinderbüchern). Links und rechts daneben gibt’s noch einen schönen Keramikladen und auch ein Kaffee. Ansonsten soll noch das Ozeaneum wirklich schön sein aber bis heinein geschafft haben wir es bei unseren zahlreichen Besuchen noch nie (nächstes Mal!).

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D e r D a r s s

Zurück in Ahrenshoop solltet man sich unbedingt für ein oder zwei Tage ein Fahrrad ausleihen und den schönen Darss und das Fischland erkunden. Eine (Halb)Tagestour führt durch den Wald hinter der Küste zu dem kleinen Leuchtturm im Darßer Ort. Den Rücken zum Meer gekehrt geht es Richtung Bodden über Wieck nach Born. Born ist wahrscheinlich einer der weniger touristisch erschlossenen Orte des Darsses. Hier gibt es zwar auch einige Ferienhäuser und Restaurants/ Cafés, jedoch liegen diese zwischen den Rohrdachhäuschen und Gehöften der Borner gut versteckt. Ausser einem kleinen Boddenhafen gibt es eigentlich nicht viel zu sehen ausser ausser weiten Wiesen, einigen Pferden und vor allem viel Ruhe, aber in meinen Augen macht das den Charm dieses kleinen Ortes aus. Hier könnte man es auch gut ein paar ruhige Tage aushalten. Zurück gen Ahrenshoop geht’s dann über einen gut angelegten Radweg entlang des (windigen) Bodstedter Boddens.

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W u s t r o w

Hat man keine Lust mehr auf Fahhrrad fahren, lohnt sich auch ein Spaziergang in den Nachbarort Wustrow. Hin entlang am Meer, zurück am Bodden oder andersrum. In Wustrow kann man auch ganz prima schöne Häuser und Gärten bestaunen. Außerdem gibt es dort eine kleine Backsteinkirche, von deren Turm man einen freien Blick über den ganzen Darss hat. Hier geht es wieder ein bisschen touristischer zu und man kann in kleinen Geschäften bummeln oder sich die Haare auf der Seebrücke zersausen lassen.

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Ich freue mich jetzt schon auf die nächste Reise an den Darss! Habt noch eine schöne Woche.

Kartoffel-Spinat-Suppe mit Bärlauchpesto

2016/04/03

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Der April hat schon Humor. Am Ersten konnte ich meinen Augen kaum trauen, als ich morgens durch mein Küchenfenster schaute- eine dicke, matschige Schneeschicht hatte über Nacht den Boden bedeckt. Auf dem Weg zur Arbeit dann Schneechaos auf den Straßen, kilometerlanger Stau, kein Vorwärts- und kein Rückwärtskommen, schließlich mit einer Stunde Verspätung doch noch angekommen. Tagsüber ist man ja dann so mit diesem und jenem beschäftigt und viel Zeit aus dem Fenster zu schauen hatte ich nicht. Umso überraschter war ich als ich am späten Nachmittag in strahlenden Sonnenschein und 15 Grad herausgetreten bin. April, April! Ich glaube der April hat sich eine kleinen Scherz mit uns erlaubt und zeigt sich jetzt umso gnädiger mit einem wunderbaren, sonnigen und milden Frühlingswochenende.

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K a r t o f f e l – S p i n a t – S u p p e   m i t   B ä r l a u c h p e s t o

Für die Suppe:

  • 2 EL Öl
  • 3 große Kartoffeln, gewürfelt
  • 1/2 Zwiebel, klein geschnitten
  • eine Handvoll Spinat (ich habe Tiefkühl-Spinat genommen)
  • 1 l Wasser + 4 TL Gemüsebrühe (Pulver) oder aber 1 l Gemüsebrühe
  • 150 ml Sahne (oder Cremefine)
  • Salz/ Pfeffer

2 EL Öl in einem großen Topf erhitzen und die klein geschnittenen Zwiebeln anschwitzen, bis sie glasig sind. Anschließend die gewürfelten Kartoffeln hinzugeben und kurz mit anbraten. Mit der Gemüsebrühe auffüllen, salzen und pfeffern und kurz aufkochen lassen. Bei mittlerer Temperatur etwa insgesamt 20-25 Minuten simmern lassen, bis die Kartoffeln weich sind. 10 Minuten vor Ablauf der Kochzeit den Spinat mitzugeben und mitkochen lassen. Schließlich alles pürieren, die Sahne unterrühren und die Suppe abschmecken.

 

Für das Pesto:

  • ein großes Bund Bärlauch
  • 3-4 EL Walnussöl
  • 50 g Walnüsse
  • etwas geriebenen Pecorinokäse (je nach Geschmack mehr oder weniger)
  • 1-2 EL Zitronensaft
  • etwa 1 TL Salz und 1/2 TL Pfeffer

Bärlauch klein schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten in ein hohes Gefäß geben. Mit dem Pürierstab zu einer sämigen Masse zerkleinern und in ein sauberes Glas füllen. Im Kühlschrank aufbewahren.

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4 Tage in Ahrenshoop (unterwegs auf dem Fischland & Darß, Teil 1)

2016/03/27

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Zur linken Seite die raue Ostsee, zur rechten Seite der ruhige Saaler Bodden. Schon die Anfahrt mit dem Auto nach Ahrenshoop auf dem Fischland ist ein Erlebnis für sich. Fischland-Darß-Zingst ist die schönste Halbinsel an der deutschen Ostsee (ist tatsächlich so!) – eine schmale Landzunge, welche zum großen Teil aus Nationalpark  besteht. Ahrenshoop liegt genau an der Grenze zwischen dem Fischland und dem Darß und ist weithin bekannt als Künstlerort. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war Ahrenshoop Heimat einer Handvoll Künstler, die von der Unberührtheit des Landstriches und den Lichtverhältnissen an der Küste begeistert waren. Klein wie ein Dorf, beherbergt es heute zahlreiche Galerien, ein eigenes Kunstmuseum und eine Menge gemütlicher Einkehrmöglichkeiten.

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Wo wohnen?

In Ahrenshoop gibt es zahlreiche Ferienwohnungen, Ferienhäuser und auch einige Bed & Breakfasts und Hotels. Wir haben uns für die Ferienwohnung im „alten Backhaus“ entschieden. Bewusst ohne Internet und mit traumhaften Blick auf dem Bodden liegt das Backhaus im Ortsteil Niehagen, etwas außerhalb des Zentrums. Einfach eingerichtet aber mit Allem was man zur Selbstversorgung braucht und sauber war es auch – wir waren sehr zufrieden mit der Wohnung.

Hier noch andere schöne Unterkünfte, die mir auch meiner Reisevorbereitung begegnet sind:

  • Ferienhaus Meersinn: super stylishes und modernes Interieur! Liegt allerdings mitten in einer dicht bebauten Bugalowsiedlung, in der es im Sommer sicherlich sehr laut wird. (wir sind einmal vorbeigelaufen und haben es uns von aussen angeschaut)
  • Das Seehaus : viel zu groß für nur 2 Personen und auch nicht gerade günstig aber wirklich das schönste Ferienhaus, welches mir auf meiner Recherche begegnet ist. Bestimmt toll für Familien oder wenn man in einer kleinen Gruppe reist.
  • Der Charolottenhof: kleines, sehr geschmackvoll eingerichtetes Hotel in mittlerer Preisklasse im Ortkern von Ahrenshoop. Ich denke für Paare ist es sicherlich gut geeignet.
  • The Grand: Das Luxushotel in Ahrenshoop, von außen optisch nicht wirklich ansprechend aber soll wohl doch sehr schön sein (Zimmer, Frühstück  und vor allem der Spa-Bereich). Hanna vom Blog Mint und Meer kann Schönes vom Hotel berichten.

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Schönes in Ahrenshoop:

  • Buhne 12: schönes Bistro/Café mit wunderbarem Ausblick auf die Ostsee. Sowohl im Sommer als auch im Winter lohnt sich ein Besuch. Wir haben gut eingepackt in Fleecedecken draussen gesessen und einen der ersten schönen Frühlingstage genossen.
  • Das Räucherhaus: kleines, uriges Fischrestaurant direkt am ruhigen Althäger Hafen (Boddenseite). Trotz Nebensaison gab es am Wochenende reichlich Bestellungen für die Tische,  in der Hauptsaison sollte man für den Abend auf jeden Fall reservieren.
  • Das Kunstmuseum in Ahrenshoop: übersichtliche, doch für die Ausmaße des Ortes beachtliche Ausstellung vor allem mit Werken der Künstlerkolonie aber auch wechselnde Ausstellungen. Der Eintritt ist mit 8 Euro relativ teuer, da man in 1 -1 1/2 Stunden eigentlich durch ist aber die Dauerausstellung ist wirklich sehenswert. Auch architektonisch ist das Kunstmuseum ein Highlight für sich.
  • Bunte Stube: kann man bei einem Spaziergang durch den Ort nicht verfehlen. Tolles, einzigartiges Buchgeschäft in welchem die Bücher eher nach dem Zufallsprinzip oder themenorientiert geordnet sind. Das „Durcheinander“ lädt sehr zum Schmökern und verweilen ein.

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Ansonsten ist die wirklich schön aufgemachte Webseite von Ahrenshoop sehr hiflreich. Im zweiten Teil geht’s um das Ahrenshooper Umland. Euch noch schöne Ostern!

Über Ordnung philosophieren {und dazu ein Glas Erdbeer-Kokos-Smoothie}

2016/03/13

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Ordnung, Übersicht und ein aufgeräumtes Umfeld schätze ich sehr, doch kenne ich leider kaum eine Person, die unordentlicher ist als ich. Ist es pure Faulheit, welche für dieses mysteriöse Paradoxon verantwortlich ist? Fluselige Wollmäuse tummeln sich in den Ecken und auch die Wäsche gammelt seit Wochen auf dem Wäscheständer vor sich hin (habe des Schockeffektes halber etwas übertrieben). Aber nach der Arbeit (und 45 Minuten Autofahrt) noch Hausarbeit? Mehr als die Spülmaschine auszuräumen (und dann, das ist das höchste der Gefühle, wieder einräumen) geht meist nicht.

Überall hinterlassen kleinen Häufchen mit Dingen meines täglichen Lebens Spuren. Zeitschriften, Wolle, (halb-)leere Teetassen, Socken, Notizbücher, Stifte, Taschentücher, iPad und so viel mehr. Mein Freund sagt, ich werde später mal ein ausgewachsener Messi (also nicht der Fußballspieler). Deshalb habe ich mir jetzt mal in den Kopf gesetzt ordentlicher zu werden, so mit fast 30 (OMG) Ende 20  ist das denke ich eine gute Sache. Wie passend kommt da der Frühling herbei, der ein bisschen Saubermachstimmung in die Bude bringt. Mal abgesehen von Boden wischen, Fenster putzen, Staubsaugen und den ganzen Krams lautet der Plan (erstmal den ganzen Scheiß raußschmeißen, konkret…)

  • jeden Tag eine Sache weggeben/ wegschmeißen, die ich nicht benutze
  • jedes (freie) Wochenende ein Ecke in der Wohnung auf den Kopf stellen und „entrümpeln“
  • mal gründlich den Kleiderschrank durchforsten. Dinge, die ich im letzten Jahr nicht getragen habe kommen weg.

Und da mir nun wirklich keine gute Überleitung einfällt, gibt’s das Rezept für einen  super leckeren Erdbeer-Smoothie ganz am Ende der Seite.

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Cremiger Erdbeer-Kokos-Smoothie

  • eine handvoll Erdbeeren
  • Saft einer kleinen Orange
  • 1/2 Dose Kokosmilch
  • 125 g Joghurt
  • Mark einer 1/2 Vanillestange
  • evtl. etwas Hanfsamen (oder ein anderes richtig tolles superfood eurer Wahl) zum Toppen

Die Erdbeeren zusammen mit dem Orangensaft pürieren und in eine kleine Kanne füllen. Kokosmilch, Joghurt und Vanillemark gut verrühren und ebenfalls in eine kleine Kanne füllen. Beides simultan in ein Glas gießen und mit Hanfsamen (oder andere tolle Sachen wie Nüsse, Chia-Samen etc) toppen

Wochenende nach Plan

2016/03/04

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Wer hat es bemerkt? In diese Woche hat sich ein zusätzlicher Tag eingeschmuggelt. Ein Tag, welcher sich Sekunde für Sekunde in den letzten vier Jahren angesammelt hat. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, an diesem Tag mal etwas zu machen, für das ich sonst keine  Zeit habe. Mal wieder Piano spielen. Endlich mal wieder zeichnen/malen. Einfach mal nach der Arbeit spazieren gehen. Nur leider wollte es der unglückliche Zufall, dass nun dieser 29.Februar ausgerechnet auf einen Montag fiel. Der Tag, an dem ich ich in der Regel nicht mehr schaffe, als mich mit zugequollenen Augen aus der Decke zu schälen, mir einen Kaffee zu machen, irgendwie den Arbeitstag zu überstehen (mehr Kaffee) und mir abends noch eine Serie reinzuziehen um dann auf der Couch einzuschlafen. Nun denn, wofür gibt es Wochenenden? Der grobe Plan lautet:

  • House of Cards die vierte Staffel, wie passend als zynische Begleitung zum aktuellen Wahlkampfgeschehen in den USA
  • Endlich mal wieder Zeitung lesen (die Zeit, digitales Probeabo). Etwas für das ich sonst keine Zeit finde.
  • In meinen jüngsten Kochbuchanschaffungen stöbern („A modern way to eat“ von Anna Jones, „Natürlich Backen“ von Amber Rose und „My new Roots“ von Sarah Britton) und leckere Dinge kochen
  • Wohlfühlküche am Wochenende. Pasta, Pizza oder doch lieber Pasta?

Kokosmilchreis mit Mangokompott und Karamellcreme

2016/02/28

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Nun doch wieder frostige Morgen, Autoscheibe kratzen und das Minus auf dem Thermometer. Während ich schon von blühenden Magnolienbäumen in rosarot und dem süßlich-klebrigen Duft von Fliederbüschen träume, hat sich der Februar entschieden doch noch mal Februar zu sein. Nur ohne Schnee. So weit will er dann anscheinend doch nicht gehen.

Während es draussen also nochmal fröstelt, wärme ich mich in meiner kleinen Küche vor dem Herd. Ein kleiner Topf Milchreis köchelt munter vor sich hin und verströmt Träume in Form von kokosmilchigen Duftschwaden. Dazu eine Mango geschält, gewürfelt und püriert und schon küsst die Sonne. Der Milchreis mit Mangokompott schmeckt warm und kalt und sieht besonders hübsch aus, wenn man ihn in Schichten im Dessertglas anrichtet.

 

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Kokosmilchreis mit Mangokompott und Karamellsauce

  • 150 g Milchreis (kein Fertigmilchreis)
  • 250 ml Kokosmilch
  • 250 ml Milch
  • 1/2 Vanilleschote
  • 1 Mango
  • Saft einer 1/2 Limette
  • 4 EL Rohrzucker
  • 2 EL Kokoscreme (der Überstand der Kokosmilch)
  • evtl. Chia-Samen als Topping

Die gesamte Milch zum kochen bringen, den Milchreis, das Mark der Vanilleschote und den Rest der Vanilleschote hinzufügen und nach Kochanleitung weiterkochen (je nach Milchreissorte-es gibt kurz- und langkochende Varianten).

Währenddessen die Mango schälen und in Würfel schneiden. Die Hälfte der Mangowürfel zusammen mit dem Limettensaft pürieren und anschließend mit den restlichen Mangowürfeln vermengen.

Für die Kamaramellsauce, die Kokoscreme zusammen mit den 4 EL Rohrzucker in einer Pfanne unter Rühren erhitzen und wenige Minuten (2-4 ungefähr) köcheln lassen bis eine dickflüssige Sauce entsteht. Diese dann unter den fertigen Milchreis mischen und mit dem Mangopüree servieren. Eventuell noch mit Chiasamen toppen und kalt oder warm genießen.

 

Aus dem Winterschlaf (Frühstücksschale mit Joghurt, Brombeeren und karamellisierten Birnen)

2016/02/21

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Wie eine Haselmaus. Sich richtig Speck anfressen und dann von Oktober bis März einfach durchschlafen, eingemummelt in einer warmen Höhle. Eigentlich wäre das manchmal ganz schön. Aber dann würde man ja wiederum die schönen Wintertage verschlafen, klare Luft und schneebedeckte Landschaft. Ach halt! Hier gibt’s ja momentan gar keinen richtigen Winter. Regen, maximal Schneegriesel der schnell zu traurigem Matsch am Straßenrad wird und Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad. Dann doch lieber Frühling. Bitte komm schnell.

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F r ü h s t ü c k s s c h a l e   m i t   J o g h u r t ,   B r o m b e e r e n

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Zutaten:

  • grichischer Joghurt
  • 2-4 EL Haferflocken (eigentlich wieviel ihr wollt)
  • Brombeeren
  • 1 Birne
  • 1 EL Butter
  • 1 EL brauner Zucker
  • Vanilleextrakt

Zubereitung:

Die Haferflocken in einer Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze rösten, bis sie etwas Farbe angenommen haben. Geröstete Haferflocken beiseite legen und 1 EL Butter in die Pfanne geben und auf mittlerer Hitze zerlassen. Die Birne in dünne Scheiben schneiden und in die zerlassene Butter legen. 1 EL Zucker über die Birnen streuen und diese nun einige Minuten in der Butter (sollte etwas gebräunt sein) karamellisieren, gegen Ende noch einige Tropfen Vanilleextrakt darüber tröpfeln. Die Birnen schließlich etwas abkühlen lassen und im Anschluss zusammen mit den anderen Zutaten in einer Schüssel arrangieren.

Advent in Kopenhagen

2015/12/23

20151220-DSC_1039Trübe Tage und vor allem kurz sind sie. Schnee auch hier nicht in Sicht dafür weht ein kalter Wind herein vom Øresund und findet seinen Weg bis in die schmalen Gassen zwischen hohen Backsteinbauten. In den langen Nächten spendet Licht Trost. Ein warmer Schein aus dem Inneren der Zimmer füllt viele der großen Fenster aus. Manchmal lugt die Spitze eines Weihnachtsbaumes durch die Scheiben, Kerzen wohin das Auge blickt.

Ich habe mir dieses Jahr einen vorweihnachtlich, viertadventlichen Kurzurlaub in Kopenhagen gegönnt. Ganz alleine! Die Entscheidung kam spontan irgendwann im Anfangnovemberblues. Das dringende Bedürfnis nach ein bisschen Nordlichkeit hatte  Überhand genommen. Spaßenshalber also mal geguckt was so ein Flug nach Kopenhagen kostet- gar nicht so teuer!- nicht lange überlegt (Kopf ausschalten ist manchmal auch ganz gut) und kurzerhand geklickt. Gebucht! So einfach ist das.

Übernachten:

Zwei herrliche Nächte habe ich in dem Bed & Breakfast Sankt Annæ verbracht. Das St. Annæ ist eine sehr kleine Pension mit lediglich fünf Zimmern. Das Haus ist super schmal und es gibt nur je ein Zimmer pro Stockwerk (außer im Erdgeschoss). Die Zimmer sind extrem geschmackvoll eingerichtet (typisch dänisch). Eigentlich finden sich nur antike Möbel in den Zimmern, alte Holztische, echte Gemälde, knarrende Dielenböden.

Das Hotel liegt im schönen Stadtteil Christianshavn, von hier aus ist eigentlich alles gut zu Fuß oder auch mit dem Fahrrad erreichbar. Billig ist es, wie überall in Kopenhagen, auch im St. Annæ’s nicht aber im Vergleich zu anderen Unterkünften auch nicht übermäßig teuer. Eine individuelle Bleibe die ich zu 100% weiterempfehlen kann.

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Café und Kuchen:

Ganz wichtig Verpflegung in Form von Kaffee (eigentlich immer teuer in Kopenhagen) und Gebäck.

  • Lagkagehuset: Gibt’s gleich mehrfach in Kopenhagen (praktischerweise auch gleich um die Ecke vom St. Annæ’s) und auch woanders in Dänemark. Wer die üppige Auslage im Schaufenster sieht wird nicht anders können als schnurstracks hinein zu spazieren. Alles was ich aß hat geschmeckt (Plunderteilchen, eine Art Franzbrötchen, Kuchen…)
  • The coffee collective / Jaegersborggade 10: Bester Kaffee. Punkt.
  • sweat treat / Sankt Annæ Gade 3A: Ganz kleiner Laden mit wirklich gutem Frühstück.

Sightseeing:

Ich war nicht allzu lange in Kopenhagen. Während ich mich am ersten Tag habe treiben lassen (einfach mal so ohne Ziel loslaufen), stand am zweiten Tag Tourikram auf dem Programm. Dafür habe ich mir eine schöne Rundroute ausgesucht:

Als allerallererstes habe ich mir den Nyhavn angeguckt. Das ist der kleine Kanal mit den vielen schmalen bunten Häusern- ein Motiv, das man von unzählichen Kopenhagenbildern kennt- natürlich habe auch ich ein Foto gemacht. Weiter ging es zum Rundetaarn, ein runder Turm ohne Treppen. Der damalige König (Christian IV.) wollte nämlich unbedingt mit dem Pferdchen oder der Kutsche hinauf um in die Sterne zu schauen. Der Weg  nach oben ist komplett gepflastert und führt in etwas über 200 m spiralförmig auf die Spitze, von der man einen schönen Blick über Kopenhagen hat. Von hier aus ist es nicht mehr weit bis zum Rosenborg Schloss. Man kann zwar reingehen und die königlichen Gemächer bestaunen, ich habe es aber bei einem Spaziergang durch die großzügig angelegte Parkanlage belassen. Bis zur kleinen Meerjungfrau ist es nun ein kleines Stück aber man passiert auf dem Weg dorthin wunderbare kleine Straßen mit vielen schmalen bunten Häusern (die alle höchst geschmackvoll geschmückt waren in der Vorweihnachtszeit). Die lille Havfrue ist dann doch wirklich sehr lille  und ich fand es irgendwie lustig, dass sie so viele Menschen davor gedrängelt haben um mal schnell ein Selfie mit der Kleinen zu machen.

Schließlich gibt es noch einige tolle Museen, in die es sich sicher lohnt hineinzugehen. Ich habe es leider nur in die Glyptothek geschafft, weil Montag ja alle Museen geschlossen haben. In der Glyptothek gibt es Gemälde (vor allem dänischer und französischer Maler) und auch archäologische Funkstücke, sowie eine überaus große Anzahl an Skulpturen aus der Zeit 3000 v.Chr bis 500 n.Chr. zu bestaunen. Gerne wäre ich noch in die Hirschsprung-Sammlung gegangen ( Gemäldesammlung), mir das Schloss Amalienborg angeschaut, in die königliche Bibliothek (der schwarze Diamant) gegangen und und und aber zweieinhalb Tage sind dann doch recht begrenzt

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Shopping: Kopenhagen ist ein Shopping-Mekka! Es gibt wirklich un-zählige kleine Läden voll hübscher Sachen, die man mal mehr, mal weniger braucht. Die Haupteinkaufsstraße ist die Strøget (=Strich) und ist mit etwa 2 kilometern die längste Fußgängerzone Europas. Hier gibt es alles, wirklich alles, was das Herz (vor allem das weibliche) begehrt. Während sich auf der Strøget eher die großen Ketten niedergelassen haben, finden sich in den Nebenstraßen zahlreiche individuelle kleine Shops.

Interieur:

  • Hay House /Østergade 61 und/oder Hay Mini Market / Pilestraede 29-31
  • Illums Bolighus / Amagertorv 10
  • Notre Dame / Nørregade 7
  • Stilleben / Niels Hemmingsens Gade 3
  • Retrovilla / Naboløs 1
  • Liebe / Kompagnistræde 23

Klamotten:

  • samsø samsø / Købmagergade 44 & Studiestræde 13 & Pilestræde 8C
  • & other stories / Amagertorv 29
  • COS / Østergade 33

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